02.03.2018 - Mitgliederversammlung - Bericht siehe unten

Bericht über die KV 02.03.18.pdf
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21.02.2017 - Mitgliederversammlung - Bericht siehe unten

Bericht über die KV 21.02.2017.pdf
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17.02.2016 - Mitgliederversammlung - Bericht siehe unten

Bericht über die Kreisversammlung am 17. Februar  2016

Nach dem Begrüßen der anwesenden Mitglieder und einer Schweigeminute im Gedenken an die verstorbenen Mitglieder, übergab der Vorsitzende Heinz Golombeck das Mikrofon für die Grußworte weiter, an:

 

Florian Ziegenbalg, stv. Vorsitzender des Landesverbandes Europa-Union Baden-Württemberg e.V., überbrachte die Grüße des Landesverbandes BW. Michael Zacherle, stv. Vorsitzender des Ortsverbandes Albgau die Grüße des Vorstandes, insbesondere des Vorsitzenden Thomas Fedrow.

Sowohl Herr Ziegenbalg als auch Herr Zacherle gingen in ihren Reden auf den im Februar stattfindenden EU-Gipfel in Brüssel ein, der Klarheit über die Zukunft Europas bringen soll und zwar nicht nur im Hinblick auf den Verbleib von England in der EU, sondern auch im Hinblick auf die Flüchtlingspolitik. Denn seit vielen Monaten werden in Europa Mauern aus Stacheldraht hochgezogen. Das Schengener Abkommen hatte die Binnengrenzen abgeschafft und die Freizügigkeit wurde ein Grundrecht einer neuen Generation von Europäern. Dies darf nicht geopfert werden. Europa, das vor 70 Jahren als Union Europäischer Föderalisten gegründet wurde, darf an dieser historische Herausforderung nicht scheitern. Europa steht in seiner heute bestehenden Form auf dem Spiel. Die Europäische Union muss voranschreiten und angesichts der Herausforderung eine gemeinsame Antwort zur Asyl- und Einwanderungspolitik entwickeln.

Wir, die Europa-Union und die JEF, sind nun besonders gefordert, gemeinsam für das vereinte Europa zu werben und die Bürger auf die bestehenden Vorteile, die das vereinigte Europa hat, hinzuweisen. ‚Denn welcher Staat wäre in der Lage solche Krisen wie die Flüchtlingswanderung alleine zu bewältigen? Wir brauchen ein Europa der Bürger und nicht der Bürokraten und Politiker‘.

 

Michael Börner, stv. Vorsitzender der JEF Karlsruhe, betonte zu Beginn seines Grußwortes, dass sich durch die neu gewählten Vorstände in EUD und JEF neue Wege in der Zusammenarbeit zwischen den beiden Schwesterorganisationen eröffnen, wovon beide Vereine gleichermaßen profitieren werden. „Die Verzahnung ist auch deshalb besonders wichtig, denn nur gemeinsam sind wir stark.“, bekräftigte Michael Börner.

Im Anschluss sprach er auch im Namen der JEF Karlsruhe den beiden scheidenden stellvertretenden Vorsitzenden der Europa-Union Karlsruhe, Johanna Kirsch und Gudrun Wiesmann, besonderen Dank dafür aus, mit wie viel Engagement und Herzblut sie sich ihrer Arbeit in der EUD gewidmet haben.

Danach ergriff er die Gelegenheit, um noch einige Worte über die aktuelle Situation der Europäische Union zu verlieren: Die EU befinde sich auf dem Prüfstand, denn die Mitglieder seien sich in zwei der wichtigsten politischen Belangen uneinig, so Michael Börner. Erstens in Finanzfragen, denn: „Ohne Geld geht gar nichts. Die Finanzkrise belastet die Kassen der EU und schwächt den Zusammenhalt der Euro-Zone.“ Zweitens zeige die EU keine klare und gemeinsame europäische Linie bzw. Lösung der Flüchtlingskrise, bemängelte der stellvertretende JEF-Vorsitzende. Er stellte fest: „Eines ist klar: Menschenrechte stehen in der EU über allem.“

Da in den letzten Monaten immer wieder einige EU-Mitglieder äußerten, sie würden die EU verlassen wollen, sofern keine Reformen nach ihren Wünschen geschehen und sofern ihnen Europa keinen für sie erkennbaren Nutzen bringt, muss es nun Aufgabe der Politiker sein, sich mit den EU-Kritikern ernsthaft auseinandersetzten. Das bedeute, sie deutlich spüren zu lassen, dass die Vorteile der EU überwiegen. „Für uns heißt das jetzt, wir müssen handeln, damit unsere Kinder noch in 100 Jahren in einem mindestens so geeinten Europa leben können, wie wir es vor den europäischen Krisen hatten“, meinte Michael Börner als Blick in die Zukunft. Dies könne jedoch nur erreicht werden, wenn endlich wieder Vernunft und gesunder Menschenverstand in die Politik und in das Handeln der Menschen zurückkehrten. Unsere Geschichte lehre uns, was Hysterie und missverstandene Ängste auslösen können. Für die JEF sei es das erklärte Ziel, die EU zusammenzuhalten und Europa vor jeder Auflösungserscheinung zu bewahren. Mit diesem Auftrag an die Arbeit in den nächsten Monaten schloss Michael Börner sein Grußwort für die Jungen Europäer – JEF Karlsruhe.

 

Die eindeutige Aussage aller Redner und unseres Vorsitzenden lautet: Wir, die EUD und JEF, sind gefordert unseren Beitrag zur Stärkung des europäischen Gedankens durch unsere Arbeit weiterzutragen. Wir alle müssen, vor allem in Gesprächen und auf Veranstaltungen, für Europa werben. ‚Engagieren Sie sich für Europa und in der Europa-Union und werden Sie aktiv!‘

 

Nach den Grußworten stellte der Vorsitzende die 16jährige Lilith Diringer, das jüngste Mitglied der JEF vor. Lilith Diringer zeichnete in kurzen Worten ein Bild von sich. Sie geht in die 11. Klasse des Gymnasiums Karlsbad. Ihre Hobbys sind u.a. Kunstturnen, und Kinderbücher schreiben. Darüber hinaus spielt sie mehrere Instrumente und nahm an verschiedenen wissenschaftlichen Wettbewerben, wie z.B. ‚Jugend forscht‘ teil. Am diesjährigen Wettbewerb der Stiftung Warentest ‚Jugend testet‘ nimmt sie mit dem Projekt ‚Hilfe, mein Mann schnarcht‘ teil. Dabei handelt es sich um den Test verschiedener Ohrstöpsel, den sie auf eine wissenschaftliche Basis stellt.

 

In seinem Geschäftsbericht erwähnte der Vorsitzende nochmals die Neuwahlen des Vorsitzenden, dessen Stellvertreter, der Schatzmeisterin und Beisitzer, die bei der letzten Kreisversammlung am 14.01.2015 stattfanden. Weiterhin führte er aus:

Der Verein wird ehrenamtlich von Mitgliedern geführt und verwaltet. ‚In diesem Zusammenhang bedanke ich mich bei allen aktiv Mitarbeitenden für ihre Unterstützung und hoffe, dass ich auch weiterhin auf sie bauen kann‘.

Es wurden die jährlichen Reisen zu den europäischen Institutionen durchgeführt, jedoch ist hier eine rückläufige Tendenz der Mitreisenden zu beobachten. Nach unseren Informationen tragen u.a. eine gewisse Sorge vor terroristischen Anschlägen sowie die zunehmende Medienpräsenz der Institutionen dazu bei.

Die 69.Landesversammlung der Europa-Union Baden-Württemberg e.V. fand vom 07.- 08.03.2015 im Schloss Ettlingen statt. Die Organisation wurde vom Kreisverband Karlsruhe und dem Ortsverband Ettlingen/Albgau durchgeführt. Herr Golombeck bedankt sich beim Vorstand und den Mitgliedern des Ortsverbands für die exzellente Organisation vor Ort.

Zu den Standardveranstaltungen gehört auch die jährliche Präsenz mit einem Informationsstand am Europatag und auf dem Fest der Völkerverständigung, um für Europa zu werben. Der letztjährige Europäische Abend wurde in der Karlsburg ausgerichtet und hat uns Europa in musikalischer Form erleben lassen.

Auch an uns ging der bundesweite Trend des starken Rückgangs der Mitgliederzahlen nicht vorbei, wir mussten leider viele Austritte verzeichnen. Gleichzeitig ist es uns auch gelungen, eine große Zahl an Neumitgliedern zu gewinnen, so dass wir auch zum Jahresbeginn 2016 noch über 400 Mitglieder zählen.

Ein Mangel dieses Kreisverbandes war bisher die Zusammenarbeit der Mitglieder der JEF (Junge Europäische Föderalisten) und der EUD. Auf der Akademie vom 17. bis 18.10.2015 in Jena wurde klar, dass hier ein Defizit besteht und dass eine bessere Verzahnung beider Organisationen erfolgen muss, um die Potentiale zu bündeln. Diesbezüglich befindet sich der Kreisverband Karlsruhe Stadt und Land e.V. auf einem guten Weg, in dem Mitglieder der JEF in verantwortliche Positionen der EUD mit eingebunden und gemeinsame Veranstaltungen geplant werden.

Der Wunsch nach Gründung eines Arbeitskreises, der sich politisch mit der Lage in den einzelnen Europäischen Mitgliedsstaaten beschäftigt, ist derzeit in Arbeit. Es soll jedoch kein Arbeitskreis der herkömmlichen Form sein, sondern eine Talkrunde, in der auch die Anwesenden Fragen stellen können. In den bereits stattgefundenen Vorbereitungsgesprächen haben einige Personen ihre Zusage ausgesprochen wie z.B.: der Botschafter von Griechenland in Berlin, SE Theodoros Daskarolis, der Sprecher für Europapolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Manuel Sarrazin, der stellv. Präsident des europäischen Parlaments Alexander Graf Lambsdorff (FDP). Es werden auch hiesige Europapolitiker angesprochen.

Der Vorsitzende verabschiedete seine beiden Stellvertreterinnen Frau Gudrun Wiesmann und Frau Johanna Kirsch. Er dankte beiden Damen für ihr jahrelanges und fortwährendes Engagement bei der Arbeit im Vorstand und für Europa und überreichte beiden Damen Blumenbouquets. Frau Wiesmann bekundete in ihrer Dankesrede, dass sie sich während ihrer 10jährigen Zugehörigkeit zur EUD mit Freude und Tatkraft einbrachte und sprach die Hoffnung aus, dass es mit Europa in Zukunft weitergehen wird. Sie wird auch weiterhin die Fahrt zur EZB Frankfurt organisieren und durchführen. Frau Kirsch drückte aus, dass sie auf eine schöne Zeit zurückblicke und dass es für sie ein Bedürfnis war im Kreisverband engagiert mitzuarbeiten.

Der neue stellvertretende Vorsitzende Herr Sebastian Kärner sowie die 2. Kassenprüferin Frau Carmen Janner-Werner wurden jeweils mit einer Enthaltung gewählt.

Der Vorsitzende wies ebenfalls auf die Zerreißprobe, vor der Europa u.a. auch wegen der Flüchtlingskrise steht, hin. Er hebt nochmals die Vorteile, die uns die EU bringt, hervor, u.a. wir leben seit 70 Jahren in Frieden und Freiheit.

Die Kreisversammlung endete mit einem Bilderpotpourri der im Jahr 2015 durchgeführten Ein- und Mehrtagesfahrten.

 

Am Ende noch eine persönliche Anmerkung: Im September 1946 sagte Winston Churchill in seiner berühmten Züricher Rede ‚Therefore I say to you let Europe arise!‘ Wir sagen heute, 70 Jahre später, ‚Let Europe stay alive and let it be stronger than before!‘


Gaby Bartman, Vorstandsmitglied

 

14.01.2015 - Mitgliederversammlung mit Abschied und Neuwahl

Hartmut Lorek mit Nachfolger Heinz Golombeck

 

Wir haben ab sofort:

  • einen neuen Vorsitzenden
  • neue/alte Vorstandsmitglieder

 

 

Bitte informieren Sie sich über Profile und Tätigkeitsbereiche....

...hier!

"Kapitänswechsel an der Spitze des Kreisverbandes Karlsruhe

Zur Kreisversammlung am 14. 1. 2015 waren so viele Mitglieder wie noch nie ins IBZ gekommen, insgesamt 85 Stimmberechtigte plus Gäste. Es war ein besonderer Abend, denn galt es doch den langjährigen Vorsitzenden, Hartmut Lorek, zu verabschieden. Er scheidet aus familiären Gründen aus, will sich jetzt 71jährig mehr seinen Hobbys widmen. In einem kurzen Powerpoint-gestützten Geschäftsbericht ließ er noch einmal die Highlights der Veranstaltungen des vergangenen Jahres Revue passieren. Insgesamt wurden 39 Veranstaltungen im Jahr 2014 durchgeführt. Zwölf Mal fuhr die Europa Union Karlsruhe nach Straßburg bzw. Frankfurt zu den europäischen Institutionen und zusätzlich fand eine Elsassfahrt statt. Die Mehrtagesfahrt ging 2014 nach Istanbul und der vielleicht zukünftigen Partnerstadt Sakarya. Es gab einen Europäischen Abend, fünf Mal Infostände, das Europafest und den Europäischen Abend. Sowohl in Karlsruhe wie auch in Ettlingen erfreute sich der Europäische Schülerwettbewerb regen Zuspruchs.

Wie auch der Vorsitzende stellte sich die Schatzmeisterin, Silvia Käfer, die jahrelang hervorragende Arbeit geleistet hatte, nicht mehr zur Wahl. Herr Lorek verabschiedete sie mit Dankesworten und einem Geschenk.

Nunmehr erfolgte die Verabschiedung des Vorsitzenden. Die stv. Vorsitzende, Gudrun Wiesmann verglich den Rückzug von Hartmut Lorek mit der auf den Kopf gestellten Karikatur „Der Lotse verlässt das Schiff““. Im Gegensatz zu Bismarcks Entlassung würde aber Hr. Lorek das Schiff Karlsruhe mit seinen 436 Passagieren nicht im Stich lassen, sondern es weiter für ein Jahr in einer Barkasse begleiten. Deshalb wurde ihm im Namen des Vorstands eine Lotsenmütze im Kapitänsrang überreicht. Vorstand und Kreisverband zeigten sich mit einem Geschenk für die geleistete Arbeit erkenntlich. Auch Frau Dr. Beate Lorek wurde mit einem Geschenk und 2 Blumensträußen gewürdigt. Hatte sie doch stets die Mehrtagesfahrten mit vorbereitet, begleitet, Vorträge gehalten und jeweils am Ankunftsabend einen Stadtrundgang zur Orientierung angeboten.

Dann dankte Florian Ziegenbalg, Mitglied des Landesvorstandes der Europa Union aus Stuttgart für seine außerordentlichen Verdienste für die Europa Union. Dank und Gratulation übermittelte auch der Vorsitzende des Ortsverbandes Albgau, Bürgermeister Fedrow.

Anschließend wurde der designierte und einzige Kandidat für das Amt des Vorsitzenden des Kreisverbandes Karlsruhe, Herr Heinz Golombeck, MdB. a.D. und Gemeinderatsmitglied a. D. vorgestellt. Er wurde per Akklamation gewählt. Die „starke Frau“ hinter ihm, Doris Bercher, erhielt einen Blumenstrauß. Heinz Golombeck wird den Verein in gewohnter Weise fortführen. Er wird sich auf den bewährten Vorstand stützen können.

Bei der weiterhin durch Akklamation durchgeführten Wahl wurden die drei Stellvertreter bestimmt:

Gudrun Wiesmann, Uwe Hempelmann und Johanna Kirsch. Schatzmeisterin wurde Christl Ruppert. Als Beisitzer wurden Gerlinde, Lorch, Klaus Mößner, Gaby Bartman, Nevzat Günay, Prof. Mürb, Simone Brunner, Doris Bercher und Kurt Wiehler gewählt.. Auch die 8 Delegierten für die Landesversammlung und den Landesausschuss wurden bestimmt.

Hartmut Lorek wird für 1 Jahr die Fahrten nach Straßburg, Brüssel und Eisenach/Weimar durchführen und den Kreisverband auf Landes- und Bundesebene als Delegierter vertreten.

Der denkwürdige Abend klang mit einem wunderbaren und schmackhaften Flammkuchenessen und einem Gläschen Wein aus. Die Mitglieder genossen die vier Sorten Flammkuchen und führten so manch gutes Gespräch in gemütlicher und freundschaftlicher Atmosphäre.

 

Gudrun Wiesmann

Vorstandsmitglied

2014 kam die Mitgliederversammlung uns "spanisch" (vor)....

Ein klares ja! Denn der spanische Elternverein hatte in unserem Auftrag spanische Köstlichkeiten für den Ausklang der Versammlung gerichtet.


Ein reichhaltiges Tapas-Buffet und zwei Riesenpfannen mit Paella sollten die zahlreichen Mitglieder und Gäste stärken.

So war bestens für das leibliche Wohl und gute Gespräche gesorgt.

Zuvor jedoch .....???

 

Ein Grußwort von StS/MdL Dr. Gisela Splett, welche die lobenswerte Arbeit der Europa-Union Karlsruhe immer wieder in den Vordergrund stellt, leider aber wegen zu vielen politischen Verpflichtungen nur an wenigen ihrer Veranstaltungen teilnehmen kann. 


Es folgt ein Kurzvortrag ehem. MdB Heinz Golombeck (Designierrter Vorsitzender) über die „Bedeutung des Deutschen Bundestages im Rahmen des Europäischen Entscheidungsprozesses“

 

Danach folgt Jahresbericht des Kreisvorsitzenden in Statistiken und Bildern in Form einer Power-Point-Präsentation über die Ereignisse des Geschäftsjahres 2013.

Kassenprüfung, Entlastung des Vorstandes beenden die Versammlung.

 

Ausdrücklicher Dank im Namen der Mitglieder – ausgesprochen von Matthias Bentz - wird vom Vorsitzenden mit Freude entgegen genommen. 

 

Johanna Kirsch

Vorstandsmitglied

 


2013 - mit Neuwahlen

Neuwahlen bestätigen den Vorsitzenden, Hartmut Lorek, einstimmig in seinem Amt.

 

Alle weiteren Vorstandsmitglieder werden einstimmig wiedergewählt (Siehe "Vorstandsmitglieder").

 

Alle nehmen die Wahl an.

2012

„Karlsruher Konzept für Europa“
Vortrag der 1. Bürgermeisterin Margarete Mergen

 

Vorweg gesagt, Frau 1. Bürgermeisterin Mergen ist auch Mitglied bei unserem Kreisverband der Europa Union. Ihr Vortrag begann mit der Würdigung der Vereinsarbeit, die beim Jahresbericht des Vorsitzenden vorgestellt wurde.

Wirtschafts-Bürgermeisterin Mergen konzentrierte sich auf den Aspekt ihres Ressorts, in dem sie bereits 25 Jahre tätig ist.

Mergen wird in vielen Gesprächen damit konfrontiert, dass die Menschen Europa inzwischen eine gewisse Leidenschaftslosigkeit entgegen bringen. Da hat die Bürgermeisterin eine ganz andere, kämpferische Haltung für die gute Sache ‚Europa’.

Europa hat uns den Frieden gebracht – das ist nicht selbstverständlich, wenn man zum Beispiel auf Syrien schaut.

Europa bringt gerade der deutschen Wirtschaft durch Exporte, aber auch Importe Vorteile.

Wir bewegen uns in einem gemeinsamen Wirtschaftsraum.

Die Europäische Union bedeutet Wegfall von Grenzkontrollen.

Europa bietet mehr Sicherheit durch grenzüberschreitende Strafverfolgung.

Europa heißt Niederlassungsfreiheit.

Europa macht jedoch auch Probleme: Die grenzenlose Freiheit wird für Kriminalität genutzt. Die Finanz- und Eurokrise. Wenn immer mehr Länder aus den Randgebieten in der gemeinsame Europa drängen, dann kommt es zu Problemen. Vor allem, solange es keine gemeinsame Wirtschaftspolitik gibt.

Sie fragt die Firmen der Region, mit denen sie durch ihre Arbeit als Wirtschafts-Bürgermeisterin in Kontakt steht: „ Wo in Europa seid ihr erfolgreich tätig und in welchen Ländern gibt es Probleme?“ Da werden vor allem Länder negativ benannt, in denen die Korruption herrscht. Auch nationalistische Bewegungen werden mit Skepsis gesehen. Fazit von Mergen: „Europa ist noch immer eine zarte Pflanze!“

Es sind gemeinsam Hausaufgaben zu erledigen: Da ist die Wirtschafts- und Währungspolitik; da ist die Frage nach der Lebensarbeitszeit; die Steuerpflicht für jeden.

Griechenland musste mehrfach als Beispiel herhalten, wie die Bürgermeisterin selbst bedauernd erkannte, denn sie hegt große Sympathien für das Land. Aber mit Tourismus und Oliven lässt sich eine Wirtschaft nur schwer in Schwung bringen und halten. Mergen appellierte an uns hierzulande, die wir doch über beträchtliche Urlaubstage verfügen, fünf Tage jährlich für Weiterbildung zu investieren, damit man auch im Alter noch fit für die veränderten Ansprüche der Arbeitswelt ist.

Europa reglementiert auch, was sie für ihre Arbeit in der Kommune so manches Mal bedauert. Da geht so durchaus Regionales verloren – vielleicht unnötigerweise.

Und Karlsruhe in Europa? Diese Stadt ist beispielgebend, da sie in ihren Anfängen von Menschen mit vielfältigen Wurzeln besiedelt wurde. Und noch heute ist Karlsruhe eine Stadt der Vielfalt und eine offene Gesellschaft, deren Bevölkerung gemeinsam Ziele und Projekte umsetzt. Das ist auf Europa adaptierbar!

„Mehr gemeinsame Stärke stärken = Europa“ ist ein stimmiges Fazit zu den Ausführungen der 1. Bürgermeisterin Margarete Mergen.

 

Bericht von:
Ulrike-Ebba Gräfin von Sparr



2011