Preisverleihung zum 63. Europäischen Wettbewerb
 

Kreative Vielfalt zum europäischen Rahmenthema „Gemeinsam in Frieden leben?“
 

Am 2. Mai 2016 war der Bürgersaal des Karlsruher Rathauses vollständig besetzt mit erwartungsfrohen Schülerinnen und Schülern, den betreuenden Lehrkräften und Eltern. Die Stadträtinnen, Karin Wiedemann (CDU) und Renate Rastätter (GRÜNE) sowie den Landtagsabgeordneten, Bettina Liesbach (GRÜNE) und Alexander Salomon (GRÜNE) ließen sich dieses Ereignis nicht entgehen. Dieses Jahr hatten sich bundesweit 78 000 Schülerinnen und Schüler beteiligt; in Karlsruhe waren es 8 Schulen mit 369 Teilnehmern. Aus der Vielzahl der Arbeiten wurden 49  - teilweise auch Gruppenarbeiten – von der Landesjury ausgewählt. Die Schülerinnen und Schüler von Klasse 1 bis zum Abitur waren aufgerufen, kreative Beiträge abzuliefern, die sich mit verschiedenen Aspekten zum Rahmenthema beschäftigten. Verschiedene Einzelthemen und Methoden standen, der jeweiligen Altersstufe entsprechend, zur Verfügung.

Die Auszeichnungen verbunden mit einer Urkunde und kleineren Sachpreisen wurden von Bürgermeister Lenz und Gudrun Wiesmann von der Europa Union Karlsruhe übergeben. Wie in jedem  Jahr war die Europa Union Mitorganisator. Besonders hervorzuheben wären neben den 15 Landespreisen die 4 Bundespreise. Eine Vierergruppe der Europäischen Schule hatte einen „Tolerance Rap“ per Video eingereicht und vom Otto- Hahn- Gymnasium hatte Ismael El-Hadj eine Rede (Essay) „Wir sind Europa“ verfasst.

Der Kreisverband Karlsruhe der Europa Union lud die betreuenden Lehrkräfte zur Teilnahme an einer seiner Fahrten zu den europäischen Institutionen in Straßburg oder Frankfurt ein.

 

EYP Eckernförde 31.03.-03.04.2016

Voller Landtag in Kiel – ganz ohne Berufspolitiker

 

Was Europa zusammenhält

  • Die regionale Auswahlsitzung des European Young Parliament (EYP) Eckernförde


160 Delegierte, zahlreiche „Organizer, Journalist, Chairs“; eine Schule, ein Landtag – das ist die regionale Auswahlsitzung des European Young Parliament (EYP) Eckernförde.

Es ist eine Art Planspiel – anhand einer Bewerbung mit einer selbstverfassten Resolution in englischer Sprache werden die Besten aus Deutschland zu einem der regionalen Auswahlverfahren eingeladen - 160 der Bewerber kamen nach Eckernförde. Weitere Delegierte nahmen an den regionalen Auswahlwettbewerben in Düren und Landshut teil. Ob als Einzeldelegierter oder als Delegation der ganzen Schule – alle erlebten in den vier Tagen in Eckernförde den gesamten Ablauf einer der „EYP-Sessions“.  

Freunde aus der ganzen Welt finden, und sich dabei mit den Kulturen anderer Länder vertraut machen, Meinungen austauschen, brainstormen, strukturieren, debattieren – und all das auf Englisch– das ist das Wichtigste des EYP – und bei all dem: ganz viel Spaß haben! 

Die Schüler verfassen in Komitees zu verschiedenen europapolitischen Themen Resolutionen, die danach an zwei Tagen in der General Assembly diskutiert und über die im Anschluss abgestimmt wird. Dabei durchlaufen die Teilnehmer alle wichtigen Schritte auf dem Weg zu einer verabschiedeten Resolution: Sie müssen zu Hause bereits vor der Anreise Recherchearbeit leisten, arbeiten am ersten Tag in Eckernförde in ihren einzelnen thematisch unterteilten Komitees die Resolution aus und müssen in der sich anschließenden General Assembly diese sowohl verteidigen, als auch die Schwachstellen anderer Resolutionen aufzeigen können.

 

Neben der anstrengenden politischen Arbeit wird als Abwechslung für ein buntes Rahmenprogramm gesorgt:

Die Open Stage, die durch die Teilnehmer mit Musik und Gedichten gefüllt werden kann, gekrönt vom schuleigenen Zirkus der freien Waldorfschule Eckernförde, der die regionale Sitzung in diesem Jahr ausrichtet. Eine Tour am nächsten Abend, während der sich die sehr schöne kleine Touristenstadt kennenlernen lässt, eine Eurovillage mit einem Buffet aus vielen verschiedenen nationalen Spezialitäten und eine Fairwellparty die am letzten Abend das gesamte Programm abrundet.

Damit auch alles so reibungslos abläuft, arbeiten auch hinter den Kulissen junge Erwachsene Tag und Nacht. Die „Organizer“ kümmern sich um die Nahrungsversorgung, managen den Zeitplan und organisieren die Örtlichkeiten und den Transport. Des Weiteren stehen sie bei auftauchenden Problemen und Fragen zur Verfügung. Daneben kümmern sich die für die einzelnen Komitees verantwortlichen „Chairs“ um alles Inhaltliche und betreuen die Teilnehmer bei ihrer Arbeit in den Komitees sowie auch in der General Assembly, und das Journalistenteam sorgt während der gesamten Sitzung dafür, dass die Veranstaltung auf keinen Fall in Vergessenheit geraten wird.

 

Am Ende der letzten Stunden der General Assembly heißt es für vier Einzeldelegierte und für die je sieben Mitglieder von drei Schuldelegationen: es geht weiter nach Lübeck, wo dieses Jahr im Juni die nationale Auswahlsitzung stattfinden wird.

Aber auch wenn die Jury einen nicht ausgewählt hat, gibt es zahlreiche Möglichkeiten dem EYP treu zu bleiben. Sessions, außerhalb des nationalen Auswahlprozesses gibt es sowohl in Deutschland, als auch im Ausland genug und als Chair, Organizer oder Journalist, kann man sich jederzeit beteiligen.



Lilith Diringer, JEF Europa-Union Karlsruhe

 

Lilith (rechts unten) hört aufmerksam zu