2013 – BERICHTE zu Tagesveranstaltungen



19. 11. 2013 - Europäischer Abend - Wiener Melange

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Sehr kurzweilig und etwas anders gestaltete sich unser diesjähriger Europäischer Abend im Hotel Eden. Die Atmosphäre des Wiener Kaffeehauses war perfekt getroffen. Zahlreiche Gäste verfolgten nicht nur die unterhaltsamen Darbietungen des Duos, Elisa Grießmeier und Hartmut Becker, sondern ließen sich die Wiener Spezialitäten wie Tafelspitz, Wiener Würstchen oder Kaiserschmarren munden. Neben den beiden Vollprofis mit Musik-, Theater- und Journalismus-Ausbildung kümmerte sich Herr Grießmeier um die Technik und stellte den typischen Kaffehaus-Ober dar.

Die Gäste erfuhren nebenbei die Geschichte des Kaffees, die 1000 Jahre zurückdatiert. Der Rückblick reichte vom Hochland von Kaffa in Abessinien über die Maronitenmönche, über Jemen, Ägypten, Persien, Arabien bis nach Europa. Die Venezianer brachten die kostbaren Bohnen mit. Am Markusplatz wurde 1647 das erste Kaffeehaus eröffnet. Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts eroberte das belebende Getränk die Hauptstädte Europas. In Deutschland war es allerdings zuerst Bremen.

Selbstverständlich war Kaffee nur etwas für Wohlhabende. Heute wird das braune Gold an zweiter Stelle nach dem Erdöl an der Börse gehandelt.

Das Wiener Kaffeehaus war seit jeher Treffpunkt für Künstler, Literaten, Intellektuelle und Individualisten. Es ist ein fester Bestandteil der österreichischen Volksseele und gilt als natürliches Heiligtum. Mit der großen Auswahl an Kaffeespezialitäten, Mehlspeisen und den vielen ausgelegten Zeitungen und Zeitschriften ist das Kaffeehaus eine der letzten Oasen der Sinnlichkeit und Inbegriff der Gemütlichkeit. „Ich gehe ins Kaffeehaus, wenn ich allein sein will und Gesellschaft brauche!“ lautet des Motto der Wiener. In einem bunten Reigen stellten unsere beiden Künstler die heute noch bekannten Kaffeehäuser wie „Café Central“, „Café Imperial“ und „Café Griensteidl“ vor Sie verzauberten das Publikum durch ihre Darstellung der Literaten und Künstler verschiedener Epochen in ihrem jeweiligen Lieblingscafé. Es waren Peter Altenberg (1869-1919); Karl Kraus (1862-1931), Hugo von Hoffmannsthal (1871-1929), Arthur Schnitzler (1862-1931) und Richard Strauss (1864-1949). So wurde ganz nebenbei auch die Geschichte der Donaumonarchie und Österreichs lebendig.

Zum krönenden Abschluss wurde noch, selbstverständlich, Kaffee und ein Stück Linzer Torte gereicht. Gesättigt mit geistigen und leiblichen Genüssen traten die Zuschauer ihren Heimweg an.

Ein wunderbarer Europäischer Abend!

 

Gudrun Wiesmann

Vorstandsmitglied

08.10.2013 - Europa-Forum im Hotel Eden

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Zypern – Keine Lösung für die Insel

 

Das Europaforum beschäftigte sich diesmal mit der Problematik der geteilten Insel Zypern. Pünktlich um 18.30 Uhr eröffnete der Vorsitzende der Europa Union Karlsruhe, Hartmut Lorek, die gut besuchte Veranstaltung im Gartensaal. Das Vorstandsmitglied, Nevzat Güney, - auch Veranstalter der Zypernreise für die Europa Union Karlsruhe (Reisebüro Via Cultus) im November 2013- zeigte einen 11minütigen Film zur Entwicklung der Zypernproblematik „Geteiltes Land-Geteilte Insel“. Das Verhältnis der beiden Volksgruppen umfasst 80 % Griechen und 20 % Türken. 1983 wurde Nordzypern unabhängig, wird jedoch nur von der Türkei als Staat anerkannt.

Als ausgezeichneter Kenner des multidimensionalen Konfliktes in und um die Insel erwies sich der Referent, Dr. Engin Karatas. Er führte aus, dass vor allem die geostrategische Lage Zyperns dieser Insel seit 2000 v. Chr. stets Fremdherrschaften einbrachte. Erst waren es die Griechen, dann hatte 300 Jahre das Osmanische Reich das Sagen bis es von 1878 an vom Britischen Empire besetzt wurde. Erst ab 1954 bis 1960 wurde die Unabhängigkeit von den Briten erkämpft. Allerdings hat die Royal Air Force noch zwei Stützpunkte als eigenes Territorium und stellt mit 4% die dritte Bevölkerungsgruppe. Heute könnte man Zypern als den größten, unsinkbaren Flugzeugträger der Welt bezeichnen, an dem auch die Weltmacht USA Interesse hat. Dr Karatas schilderte spannend, neutral und detailliert den Weg Zyperns in die Teilung (1974). Der Weg Zyperns zur Wiedervereinigung als föderaler Bundesstaat (UN-Präsident: Kofi Anan-Plan) wurde durch die nationalistischen Führer in den jeweiligen Mutterländern und in Zypern hintertrieben. Die Teilung wurde durch die Verhandlungen zum Beitritt zur EU in den 90er Jahren durch die Haltung Griechenlands zementiert. Durch die Athener Veto-Politik – Blockade der Osterweiterung – rang Griechenland der Kommission den Beitritt der griech. Republik Zypern Stück für Stück ab. Der türkische Teil stimmte in einer Volksbefragung zu 65 % für eine Wiedervereinigung und EU-Beitritt, wohingegen sich die griechische Bevölkerung, nationalistisch aufgehetzt, zu 75 % gegen eine Vereinigung aussprach. So kam es zur Machtasymmetrie. Rein rechtlich ist die komplette Insel beigetreten, die widerrechtlich von einem NATO-Mitgliedsstaat und Beitrittskandidaten zur EU im Nordteil besetzt wird. Eine Lösung könnte nur in einem von allen Seiten getragenen Kompromiss liegen. Hierzu wären Vertrauen und ehrlicher Lösungswille für zwei föderale Teilstaaten notwendig.

Dies ist derzeit nicht absehbar und so lange wird die Türkei sicherlich kein EU-Mitgliedsland.

Anschließend an seinen Vortrag beantwortete der Referent noch Fragen vor allem zur Wirtschaft der Republik Zypern, die als Eurozonen-Mitgliedstaat unter den Rettungsschirm schlüpfen musste. Haupteinnahmequellen sind Off-Shore-Geschäfte mit großen Schwierigkeiten auf dem Bankensektor.

Zum Schluss wurde von Herrn Lorek und Herrn Güney das detaillierte Reiseprogramm mit nützlichen Hinweisen besprochen.

Ein langer, informativer und politisch interessanter Abend sorgte für viele neue Einsichten. Bei den Reiseteilnehmern war die Vorfreude auf diese besondere Reise mit Empfang beim Präsidenten von Nordzypern deutlich zu spüren.

 

Gudrun Wiesmann

Vorstandsmitglied

24.09.2013 - Serbien auf dem Weg nach Europa

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Am 24. Sept. 2013 konnte die Europa Union Karlsruhe ihren Mitgliedern und Interessierten ein Highlight bieten. Im fast überfüllten Gartensaal des Hotels Eden sprach zuerst der Generalkonsul der Republik Serbien, Herr Bosidar Vucurovic, ein Grußwort. Er hob hervor, dass Serbien mit seinem Erbe und seinem Wertekanon fest in Europa verankert sei und seinen Beitrag zur Stabilität in der Region leiste. Der Generalkonsul betonte, dass der Weg in die Europäische Union für sein Volk eine große Herausforderung darstelle, gepflastert mit Schweiß und Tränen, aber erstmals ohne Blut.

Der Konsul, Herr Miodrag Misic, beschrieb den Weg Serbiens in die EU. Mit der Aufnahme in den Europarat (2003) und in das „Partnership for Peace Programm“ der NATO (2006) wurden wichtige außenpolitische Ziele erreicht. Am 22. Dez. 2009 stellte Serbien einen offiziellen Beitrittsantrag zur EU; am 1 März 2012 wurde Serbien der Status eines Beitrittskandidaten verliehen. Seit April 2013 sind erste Etappen der Normalisierung im Verhalten zum Kosovo genommen worden. Konsul Misic nannte als wichtigste Faktoren für einen Beitritt wirtschaftliche Stabilität, Wachstum und Entwicklung sowie die Annahme der Grundwerte der EU. Eine seit 2012 neu gewählte Regierung solle die 7,1 Mill. Serben auf gutem Weg in die EU führen. Im Zuge der Justiz- und Wirtschaftsreformen seien bereits 420 Gesetze harmonisiert worden. Neben dem Kampf gegen Korruption sei die Lösung der Kosovo-Frage unter Leitung der Hohen Kommissarin für Außenpolitik, Catherine Ashton, in Kapitel 35 von größter Wichtigkeit.

Der Konsul für Wirtschaft und Handelsangelegenheiten, Herr Jure Galic, führte aus, dass die EU größter Handelspartner von Serbien sei. Die EU und Serbien bilden eine Freihandelszone. Vor allem Deutschland und Italien spielten die wichtigste Rolle. Auch zu Russland gebe es rege Handelsbeziehungen, bzw. eine Freihandelszone. Leider übersteige der Import noch den Export, was zu einer negativen Handelsbilanz führe. Mittelständische Unternehmen müssten aufgebaut und weitere Investitionen angeregt werden. Bedauerlicherweise betrage die Arbeitslosenquote noch 24,1 % und die von Jugendlichen 51 %. Das wichtigste Unternehmen sei das Fiat-Werk, aber auch Bosch habe in Serbien investiert. Im Rahmen der Donaustrategie gebe es eine enge Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wasser- und Abwasserwirtschaft.

Zum Abschluss berichtete der Oberstudiendirektor der kaufmännischen Walter-Eucken-Berufsschule, Herr Manfred Czychi, von seiner Rolle als Koordinator zur Förderung der beruflichen Bildung (Duales System) in Serbien. Seit 2005 gebe es vielfache Partnerschaften, gegenseitige Besuche und Praktika von Schülern und Lehrern. Herr Czychi konnte Netzwerke und sog. Lernbüros aufbauen helfen.

Einen besonderen Genuss stellte das Rahmenprogramm dar. Eine Kinder-Folkloregruppe tanzte und sang sich in die Herzen der Zuschauer. Zum Abschluss führte eine Tanzformation von serbischen Jugendlichen eine perfekte Darbietung vor. Beide Gruppen kamen vom serbischen Kulturzentrum Rastatt. Danach wurden noch kleine serbische Spezialitäten gereicht.

Für das Publikum brachte dieser Abend einen hohen Informationsgewinn.

Serbien als Beitrittskandidat hat sich bestens präsentiert.

 

Gudrun Wiesmann

Vorstandsmitglied

24. 08. 2013 – Traditionelle Elsassfahrt

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Ein freundlicher Busfahrer, ein Bus voller sympathischer Menschen – dazu ein Reiseleiter, der seines gleichen sucht… was also sollte diesen Tag trüben?

 

Meine Gästebegrüßung und ein kurzer Abriss dessen, was uns alle an diesem Tag mit Obernai, dem Mont St. Odile und einer Weinbergbegehung erwartete sollte genügen, ehe ich zu einer kurzen Vorstellung unseres Reiseleiters Dr. Woltersdorff überging, der in Kehl zusteigen sollte. Denn - er sollte es ja sein, der uns durch diese Welt der heiligen Odilie, des Mont St. Odile usw. führen wollte.

 

Eine kleine Reise in die Vergangenheit begann bereits bei einem kurzen Busstop in Krautergersheim. Goethe - ein Schwerenöter in Sachen Liebe - von hier stammte seine zweite große Liebe - Lilli Schönemann. Wenn auch nach einem halben Jahr bereits wieder entlobt, hielt er Verbindung zu ihr. Hier vermutet man das Exemplar seiner in Straßburg verfassten Doktorarbeit, die sonst nirgends auffindbar ist. Es schloss sich eine ausführliche Ortsbegehung in Obernai an, wo die heilige Odilie einst geboren wurde. Mit dieser geschichtlich-religiösen Einführung begaben wir uns ins „La Dime“, um das Mittagessen einzunehmen. Auf dem Weg dorthin überraschte uns Petrus mit lang anhaltemden Gewitterguss, mit welchem er uns auch leider noch auf dem Rückweg zum Bus begleitete.

Meine Rückfrage ergab (bis auf einen Gast), dass alle voll zufrieden mit  Verköstigung, einer zügigen Bedienung und Abrechnung im La Dime waren. Einzig der Regen versuchte unsere Stimmung ein wenig zu dämpfen.

Mein Aufruf im Bus, sich während der Fahrt zum Mont St. Odile intensiven „Stoßgebeten“ gen Himmel zu widmen zeigte denn auch tatsächlich Wirkung – bei Ankunft hatte Petrus den Regen eingestellt.

 

Ganz wunderbar passte nun die nebelumhangene Umgebung zu Dr. Woltersdoff‘s Schilderungen über Ursprung dieses Hochplateaus, die sagenumwobenen Heidenmauern, die noch heute von Gespenstern, Elfen und unerlösten Gestalten umgeben sein soll bis hin zum Leiden und Sterben der heiligen Odilie, die trotz ihrer durch einen quälenden Lebensverlauf hervorgerufene  Erblindung wieder sehend werden durfte, ein Frauenkloster errichtete und ihr dadurch viel Achtung und Ehre zuteil wurde. Die eigens ihr gewidmeten Tränenkapelle ist heute noch Wallfahrtsort für viele Menschen mit Augenleiden, die sich vom Wasser der dortigen Tränenschale (Odilies Tränen) Besserung versprechen.

 

Der Mont St. Odile – mit seiner kleinen Kirche, ein wunderschöner Ort zum Verweilen. Seine Ruhe verleitet zu innerer Einkehr, in seiner Höhe von 763 m und mit einer Weitsicht in die Umgebung (wenn nicht gerade Regen niederging) vermittelt er den Besuchern zwangsläufige Entspannung. Uralte Baumbestände tun ein übriges – der ausgehöhlte Stamm einer uralten Linde ist immer noch Ort für „die Erscheinung einer dieser unerlösten Geister“. Dass ausgerechnet WIR das an diesem Tag erleben durften… – siehe Bildergalerie !

 

„Trotzdem“ gibt es heute dort oben ein Hotel, viele Seminarräume, die für Veranstaltungen genutzt und gemietet werden können. An unserem Besuchstag jedoch wurden Kirche und Räumlichkeiten für eine Hochzeit „zweckentfremdet“. Ein auch dafür außergewöhnliches Ambiente.

 

Irgendwie „schwer“ – finde ich – konnte man sich von diesem Ort lösen. Ein wenig mehr davon hätte mir persönlich gut getan.

Aber unsere geplante Weinprobe mit vorheriger Begehung eines auf biologischer Basis angelegten Weinberges, wartete. 5 Weine und Gugelhupf wurden verköstigt und zu einer Begegnung der besonderen Art.

 

Mit besonderem Dank und viel Applaus verabschiedeten unsere Gäste Dr. Woltersdorff an seinem Ausstiegsort Kehl, Er betonte ausdrücklich, wie sehr er sich über ein Wiedersehen freuen würde.

Er war bereits am Morgen in Kehl voll als Reiseleiter eingestiegen - überall wo es sich anbot, teilte er Sehens- und Hörenswertes mit, beschränkte sich nicht "nur" auf die "gebuchten" Themen. 

Herzliche, positive Rückmeldungen machten auch mir am Ende diesen Tag zum besonderen Vergnügen.

Unser Vorsitzender, Herr Lorek, wird anhand der Bildergalerie vielleicht doch bedauern, seinen Urlaubstermin nicht verlegt zu haben….

 

Johanna Kirsch

Vorstandsmitglied

 

02.08.2013 - 70 Jahre und ein bisschen weise?

Mag sein - er ist ein bisschen weiser geworden - ja, sicher im Laufe der Jahre...

Unverändert aber tritt er kraftvoll für die Sache der Europa-Union ein.

 

Heute feierte er seinen 70. Geburtstag und wollte uns - die wir es kaum glauben wollten - mehrere "Alter-Prüfungsmethoden" - (gefunden in Wikipedia) - an die Hand geben.

 

Uns zu aufwendig in ihrer Durchführung bleiben wir lieber bei "unserem, in jeder Beziehung jung gebliebenen Vorsitzenden" - ich glaube, damit kann er sich ganz gut identifizieren.

 

Er feierte im kleineren Kreis in der Badnerlandhalle in Neureut mit Blues-Band, gutem Essen und Trinken.

 

Wir alle wünschen ihm alles Gute, viel Gesundheit, Glück, Zufriedenheit und die Erfüllung des ein oder anderen Traumes. Möge er einfach so bleiben wie er ist.

 

Johanna Kirsch

Vorstandsmitglied

04. Juli 2013 - 65 Jahre Europa-Union Karlsruhe - ein FEST...!

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Prominenz, geladene Gäste, Vorstandschaft, Presse - alle waren gekommen und füllten  den Gartensaal des Karlsruher Schlosses und folgten gespannt der Ansprache des Vorsitzenden, Hartmut Lorek.

Kurz gehalten, dennoch inhaltsreich und voller Lob für die unermüdliche Arbeit des Vorsitzenden die Ansprachen von Eveline Gebhardt (MdE und künftige Landesvorsitzende der Europa-Union Baden-Württemberg) und Oberbürgermeister Dr. Mentrup.

Eine hervorragende Festansprache der deutschen Richterin am Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg, Frau Nussberger, folgte.

Alle verbanden ihre Ansprachen mit dem herzlichen Wunsch nach Fortsetzung der messbar erfolgreichen Arbeit der Europa-Union Karlsruhe Stadt und Land e.V. und wünschten dem Vorsitzenden dafür weiterhin eine glückliche Hand.

 

Ganz wunderbar die musikalischen "Unterbrechungen" durch das Quartett Irina Kunzelmann - am Ende Teile mit im Walzertakt komponierter Europa-Hymne.

 

Der anschließende Stehempfang - zum Teil auch auf der Terrasse - wurde bei Getränken und Häppchen zum lockeren Gesprächskreis für alle.

 

Wer dabei war, weiß wovon ich rede - beschreiben kann man diese wunderbare Atmosphäre und Stimmung an einem lauen Sommerabend kaum - wer nicht dabei war, hat etwas Unwiederholbares versäumt!

 

Johanna Kirsch

Vorstandsmitglied

29. 06. 2013 - Fest der Völkerverständigung auf dem Stephansplatz

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Zum diesjährigen Fest der Völkerversändigung einige Eindrücke aus der Sicht des Kreisvorsitzenden.
In diesem Jahr nahmen wir am  29. Fest der Völkerverständigung  aus guter Tradition teil, zumal dieses Fest immer eine gute Gelegenheit für unsere Selbsttdarstellung und Informationsarbeit ist  Gleichzeitig können bestehende Kontakte gepflegt und neue geschaffen werden, so auch in diesem Jahr.

 

Das Deutsche Rote Kreuz und die Alevitische Gemeinde streben neue Partnerschaften mit uns an, die wir im Herbst konkret aufnehmen werden. Wegen der Bauarbeiten
auf dem Marktplatz fand das Fest  erstmals auf dem Stephansplatz. statt, ebenfalls ein zentral gelegener Platz mit einer besonders angenehmen Atmosphäre durch die abgeschlossene Lage. Etwas eng, dadurch aber gemütlich,  genügend Platz für die 60 Vereine, die in diesem Jahr teilnahmen.


Ein durchgehend attraktives Bühnenprogramm sorgte für gute Unterhaltung, alle Sinne wurden durch die farbenprächtigen und schwungvollen Gesangs- und Tanzvorführungen angesprochen. Toll, was die Vereine ehrenamtlich aus ihrer kulturellen Vereinsarbeit präsentierten.  Zusätzlich boten Sie Speisen und Getränke an , die für ihr jeweiliges Heimatland typisch waren, zum Probieren und Genießen. In kürzester Zeit war der Stephansplatz voll von vielfältigen Gerüchen, dampfenden Töpfen und der Musik mit unterschiedlichsten Rhythmen aus aller Welt.: Südamerika, Afrika, Südostasien, Japan,  China, auch aus europäischer Nachbarschaft, vor allem aus Osteuropa.


Der Tagesablauf war für uns eine Herausforderung. Einladen um 07.45 Uhr
bei der Geschäftsstelle. Erneut dabei Nevzat Güney, Vorstandsmitglied
und Chef  unseres Reisebüros Via Cultus: Er  hatte genügend Transportkapazität im großen BMW mitgebracht , um zusammen mit meinem Pkw unsere umfangreiche Zelt -
und Präsentationsausstattung in die Stadt zu transportieren.  Hier warteten Aurelian Grecciano, Corinne Simonet und Tolga Duman auf die Aufbauarbeit. Bereits um 09.00 Uhr war alles aufgebaut und eingerichtet dank unserer tatkräftigen Helfer. Kurz danach kam Norbert Kuntz zur Unterstützung und Lars Dramanli brachte alle Erfahrungen seiner politischen Arbeit in unsere Kontaktaufnahme mit der Bevölkerung ein. Ab frühem Nachmittag wurde unser Team von Johanna Kirsch und Sylvia Käfer unterstützt, beide Routiniers am Infostand. Viele Gäste waren am Stand, prominent und weniger prominent - Mitglieder des Bundestages wie MdB Golombeck, Kandidaten wie Parsa Marvi, aber auch viele Mitglieder und Interessenten kamen zu Besuch und spendeten Trost bei der überwiegend feuchten und kühlen Witterung.

Trotz vieler Mühen unserer Standbesatzung letztlich ein guter Erfolg.
Wir haben viele Kontakte gehabt, unser Wissen von und über Europa
weitergegeben, dabei viele nützliche Kontakte wiederbelebt und neue
geschaffen.


Hartmut Lorek

Vorsitzender

26. 06. 2013 - Wie schafft es Europa aus der Krise? Wohin soll sich die EU entwickeln? EU-Bürgerrechte: Wo besteht Handlungsbedarf?

 

Das waren die Hauptthemen, mit denen sich das Podium

(dabei unsere Mitglieder Sebastian Kärner und Corinne Simonet)

an das leider nicht sehr  zahlreiche Publikum wandte.

 

Erfreulich aber, vor allem das Publikum hatte das Wort. Die Antworten der Experten, vor allem Dr. Arp von der Deutschen Vertretung bei der EU-Kommission und MdEP Daniel
Casapary, aber auch von Dr. Gerd Hager, Verbandsdirektor für INFOBEST PAMINA, kamen kurz und überzeugend. Alles charmant moderiert von Rosa Omenaca Prado.

 

Hartmut Lorek, Vorsitzender

Rosa Omenaca Prado

05. 06. 2013 - Viele Preise für Schülerinnen, Schüler und Lehrer im Bürgersaal des Rathauses

Bürgermeister Mertz, Hartmut Lorek - Klick aufs Bild....

Ein voll besetzter Bürgersaal war die richtige Kulisse für kleine und große "Europäer", die mit Theaterstück und vielen Bildern "ihrem Europa" Ausdruck verliehen hatten. Sie alle freuten sich über von den Mitarbeitern des Kulturamts vorbereitete Gechenke und Auszeichnungen für ihre Arbeit, die einzeln mit Glückwunsch durch Bürgermeister Lenz und Hartmut Lorek von der Europa-Union überreicht wurden.  Anwesende Schulleiter blickten mit Stolz auf ihre Lehrer und Schüler - so auch Herr Hoyem von der Europäischen Schule in Karlsruhe. Er - selbst Däne - merkte augenzwinkernd an, dass wir den Zulauf des Publikums im Bürgersaal nur den Dänen zu verdanken hätten, die am selben Tag ihren Nationalfeiertag mit ihren Kindern zusammen feiern wollten. Stolze Eltern waren pausenlos damit beschäftigt, Aufnahmen von ihren "Lieblingen" zu machen.

 

Johanna Kirsch

Vorstandsmitglied

11. 05. 2013 Europafest - diesmal auf dem Gelände der Europäischen Schule, Karlsruhe

Klick zu Bildern, die für sich selbst sprechen....

 

Wenn auch bei wechselhafter Witterung waren dem Fest, das wir diesmal - wie angekündigt - mit der Europäischen Schule zusammen feierten, viele regenfreiee, sogar sonnige Stunden beschert.

 

Das Interesse der Besucher war groß - auch an unserem Stand. Diesmal eher zwangsläufig  durch ein etwas jüngeres Publikum besucht. Immer wieder war zu hören, dass man uns mit unseren Aktivitäten in Karlsruhe nicht kennt. Dazu sollten uns im Vorstand geeignete Gegenmaßnahmen einfallen!!

 

Nach Vorstellung vieler prominenter Besucher, startete das Bühnenprogramm. Kinder, Jugendliche und Erwachsene boten einen bunten Reigen auf der Bühne mit Vortrag, Tanz und Gesang. - professionell moderiert von unserem Vorsitzenden, Herrn Hartmut Lorek.

Ein begeistert klatschendes Publikum honorierte diese Leistungen entsprechend.

 

Der Einsatz einer bundesweit eingesetzten "Bodenzeitung" an unserem Stand, auf welcher man über verschiedene Themen zu Europa mit JA oder NEIN abstimmen konnte, fand regen Zuspruch und gab Anlass zu mancherlei Diskussionen. Das Ergebnis der Abstimmungen wird an dieser Stelle noch bekannt gegeben.

 

36 Besucher, die sich an unserem Europa-Quiz beteiligt hatten, waren gespannt auf die Verlosung um 17.00 Uhr. Es wurden 5 Reisen nach Straßburg verlost.

Da keiner der Gewinner mehr persönlich anwesend war, wird es eine Benachrichtigung per Email oder Post geben.

 

Der Leiter der Europäischen Schule, Herr Hoyem, stellte auf Grund des gelungenen Festes unserem Vorsitzenden Zusammenarbeit für 2014 in Aussicht.

 

Johanna Kirsch

Vorstandsmitglied

10.05.2013 - Die Eurokrise einmal ganz anders betrachtet – Eine ganz besondere „Geschichtsstunde“

Dr. Frommer Klick zu weiteren Bildern..

Am 10. Mai 2013 konnten zahlreiche Zuhörer am immensen Geschichtswissen unseres langjährigen Mitgliedes, Herrn Dr. Hansjörg Frommer, teilhaben. Er hielt einen Vortrag zum Thema „An der Schwelle zu Europa: Romanische und germanische Wurzeln eines Kontinents“ Die Veranstaltung fand im Bernay-Saal der Volkshochschule statt.

Weit spannte er den Bogen von der derzeitigen Krise der Eurozone, die sich als Nord-Süd-Problem darstellt, bis zu ihren Wurzeln. Auf der einen Seite die lateinisch-romanisch geprägten Länder wie Frankreich, Portugal, Spanien und Griechenland und den Nordländern unter Führung Deutschlands.

Herr Dr. Frommer skizzierte den Untergang des Weströmischen Reiches. Der zeigte auf, dass die europäischen Staaten, ob Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation, ob Frankreich, England oder die Niederlande, germanisch-lateinische Mischstaaten waren. Sowohl das germanische wie auch das römische Rechtssystem existierten nebeneinander wie auch das Kulturelle. Nicht nur das Rechtssystem, sondern auch die Entwicklung zur Demokratie wie die Geschichte des Mittelalters und das Ancien Régime sind Teil der römisch-germanischen Symbiose.

Zum Schluss betonte Herr Dr. Frommer, dass bei der Eurokrise die Vorstellung über Geldpolitik nichts mit dem germanisch-romanischen Komplex zu tun haben. Dieser war kein Gegensatz, sondern eine Symbiose. Er sagte, „volkstumsmäßig wie kulturell sind Alle europäische Bastarde“. Allerdings räumte er ein, dass die „südliche“ Geldpolitik mehr mit dem römischen Rechtsgefühl zu tun hat, dass alles vom Staat und der Politik manipuliert werden kann und darf. So wäre eine europäische Einigung und Bewusstwerdung dieser Grundwertfrage dringend erforderlich.

 

Gudrun Wiesmann

Vorstandsmitglied

21.03.2013 - Fahrt zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte

 

Ein sehr interessiertes Publikum begleitete uns zum Europäischen Gerichtshof für Menscherechte. Schauen Sie mal rein mit Klick aufs Bild!

13.03.2013 - Schwarzwaldverein zu Gast bei uns - in Straßburg - im Europaparlament

 

 

 

Von einem disziplinierter Verein mit dem wir viel Freude hatten - kann man hier ein paar Eindrücke gewinnen mit Klick auf das Bild!

12.03.2013 - Mit Lehrbeauftragtem der Bundeswehr und Abiturklasse im Europaparlament

 

 

Schülergruppe zu Gast im Europaparlament -

Zu sehen mit Klick aufs Bild!

05. Feb. 2013 - Europaforum im Hotel Eden

Literarisches Straßburg – ein Spaziergang im Sitzen...

Dieser Titel versprach, sich der Europastadt Straßburg einmal ganz anders zu nähern. Eine sehr große Zahl unserer Mitglieder und Europafreunde erschienen ganz neugierig geworden.

Referent war Dr. Stefan Woltersdorff, Literaturwissenschaftler und Leiter der Pamina Volkshochschule, ein ausgewiesener Experte für die Geschichte und Literatur des Grenzlandes Elsass und Lothringen.

 

Er fesselte seine Zuhörerschaft ohne „Bilderflut“, nur mittels der Qualität seines Vortrages und der Kraft des Wortes. Zu Beginn zitierte Woltersdorff den Autor René Schickele, der von den französischen Vogesen bis einschließlich des deutschen Schwarzwaldes die Region mit einem Buch verglich, dessen Buchfalz durch den Rhein gebildet wird. Er wollte damit dem Grenzfluss Rhein den trennenden Charakter nehmen.

Der Referent spannte den Bogen vom römischen Argentoratum, dem späteren Straßburg, über den Beginn des Aufstiegs der Literatur in Latein, Französisch, Altfränkisch und später Hochdeutsch. Bis zum 30-jährigen Krieg übte die freie Reichsstadt Straßburg eine hohe Strahlkraft aus und zog viele Dichter und Denker an. Von der Kulturkatastrophe des 30-jährigen Krieges – 2/3 der Bevölkerung kamen zu Tode – erholten sich Stadt und Region nicht mehr. Allerdings ist diese eigenwillige Literaturregion aus der deutschen wie französischen Geistesgeschichte nicht wegzudenken.

 

Gewürzt mit literarischen Anekdoten stellte Woltersdorff die wichtigsten Dichter und Denker, die von der elsässischen Metropole angezogen wurden, vor. Vom Humanismus über die Aufklärung und Romantik bis zum Aufbruch in die Moderne um 1900, von der Exilliteratur der 30er Jahre bis hin zur Nachkriegszeit reichte die Palette.

Woltersdorff sagte, dass die Arbeiten dieser Dichter und Denker (Bsp. Montaigne, Voltaire, Goethe, Fontane, Sartre, Döblin usw.) mit ihren Arbeiten auf Latein, Französisch, Hochdeutsch, Englisch oder einer der vielen Migrantensprachen seit Jahrhunderten an einem gemeinsamen Raum jenseits aller Grenzen gebaut haben. Heute würde man es eine literarische Metropolregion nennen, vielstimmig und europäisch.

Der Abend im gemütlichen Ambiente des Hotel Eden zeigte wieder einmal deutlich, dass Kultur das Bindeglied zwischen den Völkern ist und nationale Grenzen überwindet.

 

Gudrun Wiesmann

Vorstandsmitglied



2013 - Erstes neues Mitglied