2012 – BERICHTE zu Tagesveranstaltungen



08. 12. 2012 - Weihnachtsmarkt in Colmar - SEHENSWERT !

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Erstmals auf dem Weihnachtsmarkt in Colmar -

einen Eindruck geben Bilder -

21. 11. 2012 - Großbritannien mit „SCHMIERENTHEATER“ im Plenarsaal in Straßburg

Gymnasiasten aus Neckarbischofsheim erleben schwarze Stunde des Europaparlamentes

 

Fast schon ein Skandal wie sich Europaabgeordnete – vor allem aus Großbritannien – zum Haushaltsvorschlag der Europäischen Kommission äußerten. Das Nachlesen der Sitzungsprotokolle wird allen Interessierten ein Bild der EU zeigen, das keine Sternstunde war, vor allem eine Sitzung, die nicht nur von der Europaabgeordneten Gabriele Zimmer als „Schmierentheater“ empfunden wurde. Die eindeutig erhobene Erklärung britischer Parlamentarier, dass man nur hier sei, um für Großbritannien das Maximum herauszuholen, schmerzte sehr. Ansonsten wolle man dazu beitragen, diese EU aufzulösen. Es war gerade Frau Zimmer, die spontan, überzeugend und eindeutig Stellung bezog und die Briten zum Verlassen dieser Organisation aufforderte. Einfach schlimm, dazu noch Großbritanniens Union Jack stolz und demonstrativ vor sich auf ihren Sitzbänken. Wo waren die anderen Konservativen und Sozialdemokraten, die mehreren solcher kompromisslosen MdEPs aus Großbritannien hätten entgegentreten sollen?? Vielleicht gerade in einer Ausschuss-Sitzung, beim Gespräch mit einer Besuchergruppe oder .. oder…?

Egal, die Aussprache über den Haushaltsentwurf der EU war für die Schüler und Schülerinnen ein lebendiges Beispiel parlamentarischer Arbeit im Europaparlament.

Im anschließenden Gespräch mit dem Gastgeber, MdEP Peter Simon, erlebten sie einen temperamentvollen Europaabgeordneten, der überzeugend sein Engagement und seine Motivation für Europa unterstrich. Gut gelaunt ging er auf alle Fragen der Schüler ein. Neugierig wollte man natürlich wissen, was so ein Europaabgeordneter verdient (7345 €) und wie man Europaabgeordneter wird (viel Fleiß im Beruf, Sprachkenntnis in Englisch, Parteiarbeit, viel Engagement in Gremien für europäische Kommunal- und Regionalpolitik etc). Schnell war die Zeit zu Ende. Ein Spaziergang in die Straßburger Innenstadt mit einem Besuch beim französischen McDonald rundeten das Bild dieses Tages ab. Anschließend ging es wieder auf die lange Fahrt nach Neckarbischofsheim zurück.

 

V.i.S.d.P

Vorsitzender Hartmut Lorek



Mit Jugendoffizier und jungen Soldaten in Straßburg

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MdEP Daniel Caspary erklärt schwierige Fragen der Wirtschafts– und Währungsunion

 

Bezirksjugendoffizier Markus Lautenschläger organisiert regelmäßig Besuchstermine mit Lehrern und Lehramtsanwärtern aus seinem regionalen Zuständigkeitsbereich über uns beim Europäischen Parlament. Neben einigen Lehrern waren diesmal auch zahlreiche junge Soldaten aus Speyer (Spezialpioniere für schwierige Aufgaben im Auslandseinsatz) dabei, die von der Atmosphäre Straßburgs und der beeindruckenden Architektur des Parlamentsgebäudes sehr angetan waren.

Gudrun Wiesmann hatte sie im Bus auf die europäischen Institutionen in Straßburg vorbereitet und das aktuelle EU-Geschehen beschrieben, so dass alle ganz gut präpariert waren auf anstehende Themen – und Fragekomplexe. Wenn auch die Stippvisite im ziemlich leeren Plenarsaal ein wenig enttäuschend war, wurden sie anschließend in der Frage- u nd Diskussionsrunde mit MdEP Daniel Caspary wieder versöhnlicher gestimmt. Als EVP Sprecher im wichtigen Ausschuss für Wirtschaft und Währung bewies C. seine fachliche Kompetenz, aber auch sein Vermögen, komplexe wirtschaftliche und finanzpolitische Zusammenhänge und Sachverhalte in verständlicher Form zu präsentieren.

Der Rest des Nachmittags stand dann – nach einer kurzen Stadtführung – für eigene Exkursionen in Straßburg zur Verfügung, alle waren ausnahmslos mit unserem Angebot zufrieden.

 

Hartmut Lorek

V.i.S.d.P.



15. 11. 2012 - MITEINANDER, STATT ÜBEREINANDER REDEN- FÜR EIN EUROPA DER MENSCHEN

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Politische Initiative Karlsruher Griechen organisiert Podiumsdiskussion im Stephanssaal

 

Gerne kam ich der Bitte unseres Mitglieds Dimitros Margonis nach, bei der Gestaltung und Durchführung einer Podiumsdiskussion zum obigen Thema mitzuwirken. Das Ergebnis konnte sich dank der guten Informationsarbeit bei seinen griechischen Landsleuten und der Gastfreundschaft griechischstämmiger Geschäftsleute in Karlsruhe in jeder Hinsicht sehen lassen. Fast 200 Zuhörer im Stephanssaal, dabei viele Karlsruher Griechen, die zu einem großen Teil erstmals von der Existenz unseres Verbandes erfuhren und durchaus interessiert an einem zukünftigen Mitmachen waren. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Dokumentarfilm des österreichischen Regisseurs Fabian Eder „Griechenland blüht“, der das Ziel verfolgte, wieder Menschlichkeit in die Diskussion um die Krise im EU-Land Griechenland zu bekommen. Trotz berauschend schöner Bilder von den Schönheiten Griechenlands als Kulturlandschaft verschwieg Faber nicht die Problematiken des Landes, weder die Neigung, Steuerzahlungen zu umgehen, noch die Korruption, die im Lande fast alles möglich macht. In der anschließenden Diskussion plädierte der MdB Josip Juratovic aus Heilbronn für europäische Visionen hinsichtlich Griechenlands Zukunft. Auch andere Redner bemühten sich um mehr Verständnis für den griechischen Menschen und seine gewachsenen kulturellen Ideale von Gastfreundschaft, Familiensinn und Fleiß.

Die Kritik , dass manche lieb gewonnenen Traditionen in einer globalisierten und von Ökonomie bestimmten Welt nicht alle überlebensfähig sind und auch angepasst werden müssen, fanden bei den griechischen Zuhörern wenig Zustimmung. Trotzdem ein gutes Gespräch, eine notwendige Auseinandersetzung, die in dieser oder anderer Form von der Initiative weiter geführt werden wird.

 

V.i.S.d.P.

Hartmut Lorek, Vorsitzender



13. 11. 2012 - OB–KANDIDATEN IDEALE BESETZUNG FÜR STADTREGIERUNG

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Viele neue Ideen, große Eintracht bei Präsentation im Hotel EDEN

 

Warum eigentlich nicht. Statt eines Oberbürgermeisters eine Art Stadtregierung aus allen 5 Kandidaten mit festgelegten Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten (je nach politischer Präferenz). Im jährlichen (oder wie beim Vorsitz der Ratspräsidentschaft der EU im halbjährigen) Wechsel übernimmt einer der jetzigen Kandidaten dann als Oberbürgermeister das Stadtzepter. Die anderen OB Kandidaten unterstützen ihn als kompetente Experten im jeweiligen Zuständigkeitsbereich und leiten die Arbeit der Stadtverwaltung.

Bereits beim gemeinsamen Abendessen hatte sich eine derartige „Wohngemeinschaft“ im Rathaus als wünschenswerte Alternative abgezeichnet. Die Stadt Karlsruhe kann nur davon profitieren, wenn diese gute Verständigung und das Verständnis auch die weitere Zusammenarbeit zum Wohle der Stadt im Gemeinderat bestimmen werden.

Dass es dennoch Unterschiede in Konzeption und Schwerpunktbildung einer denkbaren Amtsführung als Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe gab, stellte sich im Rahmen der diversen Fragerunden von Moderatorin Maike Baumgarten und den Fragen des durchaus kritischen Publikums heraus.

Ohne positive Ergebnisse einem bestimmten Kandidaten zuzuordnen kann ich nur feststellen, dass Karlsruhe ein großes Potential für Oberbürgermeister hat, leider ist wohl in diesem Jahr gesichert keine Frau dabei, eine Tatsache, die ich hier nicht weiter vertiefen möchte. Fazit: Es ist schwer, nach dieser Podiumsdiskussion einen Sieger zu küren, alle haben sich wacker geschlagen und der Beifall des Publikums im übervollen Wintergarten im Hotel Eden war ihnen sicher.

Meines Erachtens eine sehr gute Idee, der Ausgestaltung der PAMINA –VHS mehr Gewicht geben und sie gezielt fördern zu wollen. Die Homepage der Stadt Karlsruhe sollte entsprechend der Bedeutung in der Region dreisprachig erstellt werden. Eine Beschilderung nach Frankreich – oder gezielter nach Lauterbourg oder Wissembourg – wurden innerhalb der Stadt vermisst. Eine erneute Bewerbung als Kulturhauptstadt wird wohl in den kommenden Jahren von keinem der Kandidaten ernsthaft in Betracht gezogen. Eine gute Nachricht, alle stimmten dafür, das Europafest und das Fest der Völkerverständigung regelmäßig in die städtische Förderung wieder einzubeziehen, auch an Ideen für grenzüberschreitende Kontakte mangelte es nicht. Der Vorschlag eines Vorstandsmitgliedes, die Wetterkarte in den BNN zukünftig auch grenzüberschreitend darzustellen, wird in der Kandidatenriege Unterstützer finden.

 

V.i.S.d.P.

Hartmut Lorek, Vorsitzender



24. 10. 2012 - Kroatien, ein neuer Partner in Europa

Europe Direct veranstaltete gemeinsam mit der Deutsch-Kroatischen Gemeinschaft Karlsruhe und der Europa Union Karlsruhe einen Informationsabend mit Diskussionsrunde. Die Regierungspräsidentin, Nicolette Kressl, begrüßte die zahlreichen Gäste im Meidinger-Saal des Regierungspräsidiums. Sie würdigte die Verleihung des Friedensnobelpreises an die Europäische Union als friedensstiftende Organisation. Weiter führte sie aus, dass Kroatien durch seine Geschichte schon immer zu Europa, zum Westen gehört hätte und jetzt wieder zurückkehre. Dies betonte auch der aus Stuttgart angereiste kroatische Generalkonsul, Ante Cicvarić. Es bestehe ein starker Konsens - trotz Krise - beim Referendum am 22. 06. 2012 für den Beitritt. So sichere Kroatien, das 2009 der NATO beitrat, den Südosten Europas. Im Rahmen der Donaustrategie sorge es für gut nachbarliche Beziehungen und trete für den Umweltschutz ein. Es besitze allein 7 Nationalparks und 10 Naturschutzgebiete. Der Generalkonsul hofft auf eine baldige Ratifizierung durch alle EU-Mitgliedsstaaten, damit Kroatien pünktlich zum 01. 07. 2013 nach vielen anstrengenden Jahren – Aufnahme der Beitrittsverhandlungen 2005 – endlich zur EU-Familie gehöre. Man werde alle Anstrengungen unternehmen, um den nächsten halbjährlichen Monitoring-Bericht zu erfüllen.

 

Anschließend sprach Thomas Hagleitner von der Generaldirektion Erweiterung der EU-Kommission. Er ging auf die Kopenhagen Beitrittskriterien mit der Abarbeitung ihrer 35 Kapitel ein. Für Kroatien legte man nach dem Beitritt von Bulgarien und Rumänien 2007 strengere Maßstäbe vor allem bei den Benchmarks an. Der Fokus liege auf Rechtstaatlichkeit, regionale Zusammenarbeit und gutnachbarschaftliche Beziehungen. Dies beinhalte vor allem den Kampf gegen Korruption und organisierte Kriminalität. Kroatien sei auf Kurs, aber noch nicht am Ziel. Es müsse die die institutionellen und rechtlichen Voraussetzungen geschaffen haben, um einerseits europäisches Recht auf allen Gebieten umzusetzen und andererseits Hilfen aus dem Strukturfond zu erhalten und wettbewerbsfähig zu sein. Auch die bilateralen Probleme bei Grenzfragen müssten gelöst sein.

 

Johannes Jung, der Leiter der Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der EU in Brüssel referierte über Kroatien als Partner Baden-Württembergs im Donauraum. Insbesondere die Donaustrategie, die Mitglieder und Nichtmitglieder der EU umfasse, sei ein Beispiel guter Zusammenarbeit zwischen den Staaten nach dem Vorbild der bewährten Ostseestrategie. Auch Baden-Württemberg lege Wert auf die erfolgreiche, grenzüberschreitende Zusammenarbeit nicht nur für die Oberrheinregion, sondern auch für den Donauraum. Projektlinien und ein Institut für gemischte Regierungskommissionen seien ein guter Hebel hierzu. Besonderes Augenmerk gelte der Verwaltung und der Umwelt. Auch kleinere und mittlere Unternehmen würden unterstützt, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Bereits vorhanden sei eine gut funktionierende Zusammenarbeit bei der beruflichen Bildung.

 

Im Anschluss an die Referate konnten die an der Veranstaltung teilnehmenden Bürger Fragen an die Referenten stellen. Für eine entspannende und begeisternde musikalische Umrahmung, - typisch kroatischer Art – sorgte der aus jungen Frauen bestehende Chor „Klapa Filiae Croatia“ aus Stuttgart. Der Abend klang mit einem Glas Wein und vielen anregenden Gesprächen bei einem Stehempfang aus.

 

V.i.S.d.P.

Gudrun Wiesmann

Kultur, das Bindeglied in Europa - Fahrt zum Städel-Museum in Frankfurt, Sitz der EZB

Am Samstag, 13. 10. 2012 begleitete die stv. Vorsitzende, Gudrun Wiesmann, 49 Personen nach Frankfurt. Nach einem Hundewetter-Freitag war der Wettergott gnädig. Es war zwar etwas kühl, aber mittags schien sogar die Sonne. Interessiert lauschten die Teilnehmer im Bus den Ausführungen von Fr. Wiesmann zum modernen Frankfurt, der Geschichte des Städel-Museums und der Stadtgeschichte. Auf dem Stadtrundgang bestaunten die Gäste die Sehenswürdigkeiten der Altstadt (alle nach dem Krieg wieder aufgebaut) und erfuhren mehr über das Leben in der mittelalterlichen Großstadt und die Entwicklung zur Bankenmetropole. Die Fotoapparate wurden insbesondere bei Ansicht der Skyline von „Mainhattan“ gezückt. Nach einem typischen Frankfurter Essen (Grüne Soße) in einem alteingesessenen bürgerlichen Lokal machten sich alle auf den Weg zum Städel-Museum. Der Weg führte am Mainufer entlang über den am Samstag stattfindenden Flohmarkt. Tapfer widerstanden die Teilnehmer den vielfältigen Angeboten der Flohmarkthändler. In drei Gruppen – mit Führerin, mit Audioguide oder individuell – konnten die Gäste den architektonisch einmalig gestalteten, neuen Gartentrakt mit seiner Sammlung der Klassischen Moderne, 1945-1990, anschauen. Anschließend hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich noch etwas im Städel umzuschauen oder die neue Ausstellung „Schwarze Romantik“ zu betrachten. Manche nutzten noch die letzten Sonnenstrahlen, um im Gartencafé des Liebighauses (Skulpturenmuseum) eine Tasse Kaffee zu trinken. Kurz nach 20.00 trafen alle wohlbehalten nach einem schönen und interessanten Tag wieder in Karlsruhe ein.



V.i.S.d.P.

Gudrun Wiesmann

29.09.2012 - Wanderung auf dem Europa-Rundwanderweg in Dobel

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Traditionell fanden sich am 29. Sept. 2012 viele Europafreunde für die 6 ½ km lange Wanderung ein. Der Wettergott meinte es gut und sandte strahlenden Sonnenschein. Am Kurhaus Dobel wurden die Gäste von Bürgermeister Wolfgang Krieg mit Sekt, Saft und deftigen Muffins empfangen. Ein Dudelsackspieler sorgte für die passende musikalische Aufmunterung.

 

Der Schirmherr der Wanderung Dr. Frank Mentrup, MdL, Politischer Staatssekretär im Kultusministerium, lobte insbesondere das hervorragende bürgerschaftliche Engagement der Europa Union Karlsruhe. Er rückte die Kultur als Bindeglied in Europa in den Vordergrund. Sollte er zum OB von Karlsruhe gewählt werden, so würde er insbesondere auch das europapolitische Moment der Stadt Karlsruhe stärken und ausbauen.

 

Um 10.00 Uhr verabschiedete er gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Europa-Union, Hartmut Lorek und Bürgermeister W. Krieg die gut gelaunten Wanderer. Wie stets konnten die Wandernden unterwegs die 27 in den jeweiligen Nationalfarben gestrichenen Bänke der 27 Mitgliedstaaten bewundern. Öfter wurde dann doch auf das Schild geschaut, um mehr über das entsprechende Land zu erfahren. Die Fotoapparate klickten häufig und mancher nutzte eine Bank auch für eine kurze Rast. Gegen 12.00 Uhr waren nach dem letzten, etwas schweißtreibenden Anstieg, alle Wanderer wieder zurück.

Alle ließen sich einen wohlschmeckenden, frischen Salatteller an herbstlich gedeckten Tischen im Kursaal schmecken. Als Hauptgang konnte jeder so viele Maultaschen – vom dortigen Metzger eigens hergestellt – essen, wie er fassen konnte. Herr Krieg spendierte noch jedem ein Eis als Abschlussschmankerl. Wohl gesättigt konnten die Wanderer, die am Quiz teilgenommen hatten, ihre Preise in Empfang nehmen. Am Nachmittag endete dann die Veranstaltung auf der „Sonneninsel“ Dobel, die wieder einmal ihrem Namen alle Ehre gemacht hatte. Selbstverständlich wollen alle „tapferen“ Wanderer im nächsten Jahr wieder mit von der Partie sein.

 

V.i.S.d.P.

Gudrun Wiesmann



Finissage 28. Sept. 2012 im Rahmen der 1. Kunstausstellung 2012

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Die Europa-Union Karlsruhe beendete mit der Finissage am 28. Sept. 2012 ihre „Veranstaltungs-Trilogie“ mit der Versteigerung eines gespendeten Acryl-Bildes für einen guten Zweck.

 

Die mit 35 – 40 Gästen zwar am wenigsten gut besuchte der drei Veranstaltungen wurde dennoch zu einem Erfolg geführt.

Der „gute Zweck des Abends“ stellte sich persönlich vor und wurde mit Begeisterung gefeiert: die internationale Jugendtanzgruppe des Internationalen Begegnungszentrums Karlsruhe. Sie zeigten uns professionell einstudiert in farbenprächtigen Kostümen einen orientalischen, einen arabischen Tanz und eine Gypsy-Choreografie.

 

Keine Frage mehr – jeder wusste jetzt, für welchen Zweck sein Geld bei der anschließenden amerikanischen Versteigerung gedacht war. Die Uhr lief, es wurde lebhaft gesteigert und – immer wieder Sekunden, Minuten lang durfte Jeder einmal „Besitzer des Bildes sein“. Der erste Klingelton stellte den Gewinner fest: Frau Karoline Gebert, selbst ausstellende Künstlerin, konnte sich über das Bild freuen.

 

Die Tanzgruppenleiterin, Frau Aslan, war überglücklich – noch nie hatte ihre Gruppe von irgendwoher Geld bekommen. Jetzt rückte endlich der Wunsch armenische Tänze einzustudieren, armenische Kostüme für die Kinder dafür zu nähen, in Sichtweite.

 

Der Vorsitzende der Europa-Union Herr Lorek zeigte sich zufrieden mit Planung und Ablauf der drei Veranstaltungen und lobte ausdrücklich die Zusammenarbeit mit der Galerie Reinert.

 

 

V.i.S.d.R.

Johanna Kirsch

 

Musikalisch-literarische Soiree in der Galerie Reinert - anlässlich unserer 1. Kunstausstellung, die noch bis Ende September geöffnet ist

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Unser musikalisch-literarischer Abend brachte uns ein "volles Haus"...

 

Wir hörten amüsante Kurzgeschichten von Lorene Ross, nahmen an einer ergreifend tiefsinnigen Gedichtereise durch Europa teil, auf die uns Katharina Dück mitnahm und hörten von einer spannenden Familiengeschichte der Bulgarin Danka Todorova.

Die reinsten Leckerbissen spendierten uns ANA & ANDA mit ihren musikalischen, zum Teil explizit für diese Veranstaltung komponierten Uraufführungen. Der Mythos Europa wurde von ihnen in ihrem "Europa-Lied" neu geschrieben.

Phantastisch - fanden dann auch die Besucher - Beifall für sie, der nicht enden wollte.

Während einer Pause gab es genug Möglichkeiten des Austausches untereinander bei Sekt und Snack. Erfreulich, dass auch einige der Künstler, deren Bilder dort bis 28. 09. 2012 präsentiert werden, Zeit gefunden hatten zu kommen.

 

V.i.S.d.R.

Johanna Kirsch

Europa-Forum Türkei - 13. 09. 2012 im Hotel Eden

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Thema des Europaforums Türkei der Europa-Union Karlsruhe-Stadt und Land e.V., welches am 13.09.2012 im Hotel Eden stattfand, waren die Beziehungen zwischen der Türkei und der EU.

 

In seinem Vortrag informierte der Generalkonsul Serhat Aksen über die multidimensionale Außenpolitik der Türkei und über ihre Stärken im Bereich der Wirtschaft. Er betonte die Vorteile einer EU-Vollmitgliedschaft der Türkei aus verschiedenen Perspektiven und forderte insbesondere faire Beitrittsverhandlungen und ein klares Bekenntnis der EU zu den Beitrittsperspektiven der Türkei. Dieses würde der Türkei helfen, die für die Erfüllung der Beitrittskriterien erforderlichen Reformen weiter voranzutreiben.

 

Auf den Vortrag des Generalkonsuls folgte eine rege Diskussionsrunde. Das informierte Publikum wollte vom Generalkonsul wissen, ob es stimmt, dass es Strömungen in der Türkei gibt, die einen EU-Beitritt auf Grund der wirtschaftlichen Probleme in Europa ablehnen, was für Lösungen sich der Generalkonsul als offizieller Vertreter der Türkei hinsichtlich der Zypern-Problematik vorstellen kann und ob die Landflucht in der Türkei Auswirkungen auf die Demokratisierungsprozesse hat. Aksen stellte sich souverän auch den kritischen Fragen aus dem Raum. Er betonte in der Diskussion, dass es nach seiner Auffassung entscheidend darauf ankommt, ob ein Land gewillt ist, bestehende Probleme zu erkennen und zu lösen. „Die Türkei ist bemüht alle Anforderungen für den EU-Beitritt zu erfüllen und hat dafür in den vergangenen Jahren viele wichtige Grundsteine gelegt“ so Generalkonsul Aksen. „Insbesondere in der Gesetzgebung hat sich vieles getan“, berichtet Aksen. Der Generalkonsul wies schließlich darauf hin, dass der Beitrittsprozess für die EU ein langer, steiniger und nicht immer fairer Weg ist. Das EUROPAFORUM TÜRKEI wurde durch türkische Folklore umrahmt. Zum Ende des Europaforums Türkei wurden türkischer Tee und Süßigkeiten gereicht. 

 

Autor: Maike Baumgarten

Pressereferentin Europa-Union Karlsruhe

 

Europäisches Parlament in Straßburg am 12. 09. 2012

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Den Entscheidungstag zur Rechtmäßigkeit des ESM nutzten 49 Teilnehmer zur Fahrt zum Europäischen Parlament in Straßburg. Herr Hartmut Lorek (Vorsitzender) leitete in altbewährter Weise die Fahrt. Frau Gudrun Wiesmann (stv. Vorsitzende) beleuchtete im Bus Aktuelles zur Krise und der anstehenden Entscheidung in Karlsruhe. Sie erklärte ebenso, wie die EU und das EP funktioniert. In gewohnter umfassender Art und Weise zeigte Herr Lorek den Besuchern bei einer Stadtrundfahrt die verschiedenen Stadtviertel mit ihren wichtigsten Gebäuden. Ein Stadtrundgang durch die historische Altstadt mit ausführlichen Erklärungen rundete den Besuch in Straßburg ab. Beim gemütlichen Mittagessen mit elsässischen Spezialitäten im Restaurant „Au Dauphin“ erfuhren alle dann, dass das BVG, wenn auch mit Auflagen, den ESM für verfassungskonform erklärt hatten. Nicht nur den Teilnehmern, auch den Abgeordneten im Europäischen Parlament war die Erleichterung

über diese Entscheidung anzumerken. Unser Besuch im EP galt der Abgeordneten, Frau Heide Rühle (Grüne), die bereits seit 1999 die Bürger im Parlament vertritt. Sie überzeugte unsere Gruppe davon, dass die EP-Abgeordneten heutzutage nicht nur in 95 % der Fälle mitentscheiden, sondern dass sie sich intensiv für die Interessen der Bürger einsetzen. Nach der Diskussion mit Frau Rühle besuchten wir die Plenarsitzung, die sich dem spannenden Thema der Schaffung einer Bankenunion widmete. Auch bei dieser Fahrt war es uns gelungen, Europa den Bürgern ein wenig näher zu bringen.

 

V.i.S.d.P.

Gudrun Wiesmann

 

Europäische Zentralbank in Frankfurt am Main am 04. 09. 2012

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Am 4. Sept 2012 fuhr eine größere Gruppe unter Leitung von Frau Gudrun Wiesmann

(stv. Vorsitzende) zur EZB in Frankfurt. Bereits im Bus gab es nicht nur Informationen zur Gründung der EZB und der Eurozone, ihrer weiteren Entwicklung und Funktionsweise. Selbstverständlich wurden die Teilnehmer auf den neuesten Stand der Problematik der Eurozone gebracht. Just an diesem Tag entschied der EZB-Rat, dass die Bank unbegrenzt Staatsanleihen von in Schwierigkeiten geratenen Mitgliedstaaten aufkauft. So sollen diese Länder in die Lage versetzt werden, sich auf dem freien Markt zu annehmbaren Zinsen Geld zu leihen. Selbstverständlich ist der Ankauf an strenge Regeln gebunden. Um das oberste Ziel der EZB, niedrige Inflationsrate, zu gewährleisten, kann die EZB jederzeit die Geldmenge wieder verkleinern. Dies alles und noch viel mehr erfuhren die Besucher am Nachmittag von einem Referenten der Pressestelle der EZB im Eurotower. Unsere Besucher stellten dem Vortragenden der EZB sehr viele kritische Fragen, sodass die Zeit wie im Fluge verging.

Am Vormittag hatte Frau Wiesmann den Teilnehmern bereits auf einem Stadtrundgang durch die Altstadt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten näher gebracht und sie mit der

Stadtgeschichte Frankfurts vertraut gemacht. Ein gutbürgerliches Frankfurter Essen in einem Traditionslokal in der Innenstadt weckte nach dem Rundgang wieder die Lebensgeister

Strahlender Sonnenschein und sommerliche Temperaturen machten diesen Tag zu einem besonderen Erlebnis.

 

V.i.S.d.P.

Gudrun Wiesmann

Entscheidungsprozesse in Europa – wo bleibt der Bürger?

Träumen von Europa...

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Unter diesem Titel fand am 5. Sept. 2012 im Meidinger-Saal des Regierungspräsidiums in Kooperation von Europe Direct und Europa Union Karlsruhe eine Podiumsdiskussion unter reger Beteiligung des Publikums statt. Referenten waren Frank Burgdörfer, Dipl.-Ökonom und Politikwissenschaftler mit eigenem Unternehmen, das beispielsweise Programme für verschiedene Unternehmen erstellt; der Jurist für Europarecht, Prof. Dr. Jur. Bergmann, Richter am Verwaltungsgerichtshof Mannheim, Dozent an der Universität Stuttgart und Vorstandsvorsitzender des Europa-Zentrums Baden-Württemberg. Als jüngstes Mitglied nahm Sebastian Kärner, studierter Mechatroniker, angestellt von der Siemens AG Karlsruhe als Softwareentwickler und seit kurzem Vorsitzender der Jungen Föderalisten Europas (JEF) des Kreisverbandes Karlsruhe teil. Moderator war Herr Zurawski, Journalist beim SWR.

 

In einer kurzen Einführungsrunde sahen die Teilnehmer den Vertrauensverlust in die EU beim Bürger (31 % stimmen derzeit für die EU) als großes Problem an. Wie die Bürger legten sie Wert auf mehr aktive Bürgerbeteiligung. Herr Burgdörfer legte dar, dass die augenscheinlichen Demokratiedefizite ein Ergebnis des Erfolgs seien. In, historisch gesehen, kürzester Zeit sei ein stabiles Europa geschaffen worden. Viele der Segnungen würden im Alltag bereits als zu selbstverständlich empfunden. Prof. Bergmann betonte, dass die Europäische Union ein Staatenbund sei, der durch Recht regiert werde. Pro Jahr gibt es ca. 2000 Rechtsetzungen. Einig war sich die Runde, dass durch den Vertrag von Lissabon größere Transparenz geschaffen wurde und das Europäische Parlament in fast allen Dingen Mitspracherecht habe. Erstmalig hätten die Bürger durch die Bürgerinitiative (1 Mill. Stimmen in 7 Mitgliedstaaten; Abstimmung per Internet) die Möglichkeit, am Entscheidungsprozess beteiligt zu sein.

 

Der JEF-Vorsitzende, Kärner, als junger Europäer, lobte die vielfältigen Möglichkeiten der Mobilität in Europa. Er schilderte aber auch die Schwierigkeiten, sich über die komplexen Vorgänge in Europa in einer für den Bürger verständlichen Sprache zu informieren. Eine bessere Informationspolitik auch seitens der Parlamentarier, eine weitere Stärkung des Europäischen Parlaments und der nationalen Parlamente und vor allem deutliche und häufige Aufklärung in den Medien wären vonnöten. Herr Zurawski beklagte, dass noch immer die Berichterstattung nach dem Motto „“Eine schlechte Nachricht ist eine gute Nachricht“ (siehe Krise) in den Medien abliefe. Beispielsweise wurden im SWR länderübergreifende Sendungen der Region Oberrhein (D, Schweiz, Frankreich) ganz gestrichen.

Eine bessere Bürgerinformation findet bereits dort statt, wo Parteien und Vereine wie die Europa Union den direkten Kontakt mit dem Bürger herstellen. Sie lassen die Bürger Europa vor Ort erleben und geben verständliche Informationen. So regen sie das Interesse an Europa an. Sebastian Kärner gab die gute Nachricht weiter, dass sich bereits mehrere Bürgerinitiativen gebildet haben.

 

Da das Publikum von Anfang an lebhaft mitdiskutierte, war es ein Gewinn bringender Abend. Bei guten Gesprächen und einem Gläschen Wein oder Saft und Blätterteigstückchen im Anschluss endete die Veranstaltung.

 

V.I.S.d.P.

Gudrun Wiesmann

VERNISSAGE ZUR 1. KUNSTAUSSTELLUNG am 31.08.2012 - Galerie Reinert, Hermann-Billing-Str. 9, Karlsruhe

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Ins Träumen geriet man bei der Vernissage anlässlich der 1. Kunstausstellung der Europa-Union Karlsruhe „EUROPA IN BEWEGUNG“ - Träume und Perspektiven in der Gallery REINERT am 31.08.2012 nicht nur, wenn man den zarten Klängen der Musiker Irina Kunzelmann (Violine) und Ariel Friedmann (Harfe) lauschte. Auch der Anblick der anmutigen Künstlerin Bea Laufersweiler, die mit ihrem Kunstwerk - einer malerisch gestalteten Tunika - durch die Räume schwebte, lud zum Träumen ein.

 

Doch insbesondere zog das „Gesamtkunstwerk“ Adriane Bruneta Reinert - die außergewöhnliche Inhaberin der Gallery REINERT und ausstellende Künstlerin - die Gäste mit ihrem einzigartigen Charme und Glamour in ihren Bann.

 

Die Vernissage bot jedoch nicht nur Raum zum Träumen, sondern regte auch zum Nachdenken an. Mit den kritischen Worten „Europa ist im Moment kein Anlass zur Freude. Sorgen und Krisenbewältigung stehen im Mittelpunkt, sehr zu unserem Bedauern. Wir hoffen, dass unsere Politiker Wege finden, die Zukunft Europas nachhaltig zu stabilisieren“, eröffnete Hartmut Lorek, Vorsitzender der Europa-Union Karlsruhe, die 1. Kunstausstellung der Europa-Union Karlsruhe.

 

Auch Werke wie das Gemälde „Grenzen“ der Künstlerin Renate Kiffmeier aus Roppenheim, „Europa hofft“ von Christa Scheuer aus Philippsburg und „Land in Sicht“ von Christa Otto, luden die Besucher der Vernissage ein, über die Perspektiven von Europa nachzudenken.

 

„Die 19 Künstler aus dem Bereich der Europa-Union und ihre Freunde werden noch bis zur Finissage am 28.09.12 ihr „Europa in Bewegung“ in der Gallery Reinert ausstellen“, erzählt Johanna Kirsch (Projektleiterin, ausstellende Künstlerin und Internetbeauftragte der Europa-Union Karlsruhe).

„Ein weiteres Highlight ist der Musikalisch-literarische Abend am 18.09.2012 um 19:30“, so der Vorsitzende Lorek. „Lorene Ross (Kurzgeschichten), Danka Todorowa (Roman) und Katharina Dück (Gedichte) werden den Abend literarisch gestalten. Umrahmt werden diese Lesungen durch die musikalischen Häppchen der bekannten Künstlerinnen ANA & ANDA aus Karlsruhe.

Die 1. Kunstausstellung der Europa-Union Karlsruhe wird mit einer Finissage am 28.09.2012 um 19:30 Uhr mit musikalischen Darbietungen von Kat (Gitarre) aus Bruchsal ausklingen“, erzählt Lorek und verrät, dass die Europa-Union Karlsruhe auf Grund der positiven Resonanz für die Zukunft weitere Veranstaltungen dieser Art plant.

 

Teilnehmende Künstler: 1. Bickel, Berthold (Malerei) I 2. Botsch, Susanne (Malerei) I 3. Dörr, Melitta (Malerei) I 4. Dück, Katharina (Malerei) I 5. Gebert, Karoline (Objekte aus Schrott) I 6. Hempelmann, Friederike (Malerei) I 7. Hoschzisch, Manfred (Malerei) I 8. Hoyer, Martin (Malerei) I 9. Jansen, Violetta (Malerei) I 10. Kiffmeier, Renate (Malerei, Skulptur) I 11. Kirsch, Johanna (Malerei) I 12. Nowak, Knut (Malerei) I 13. Otto, Christa (Malerei) I 14. Reinert, Bruneta Adriane (Malerei) I 15. Schell, Anne (Malerei) I 16. Schepmann, Renate (Malerei) I 17. Scheuer, Christa (Malerei) I 18. Wagner, Robert (Holz-Objekte) I 19. Laufersweiler, Bea (Malerei)

 

V.i.S.d.P.

Maike Baumgarten

25.07.2012 - ARTE Kultur, ein Bindeglied Europas

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Am 25. 07. 2012 besuchte die Europa Union Karlsruhe mit einer Gruppe von 52 Personen den Hauptsitz des deutsch/französischen Kultursenders ARTE. Der Wettergott gab sein Bestes, Sonnenschein und Wärme satt. So machte die Fahrt nach Straßburg richtig Laune.

 

Um 10.30 Uhr erreichten wir nach einer verkürzten Stadtrundfahrt das imposante, moderne Gebäude aus dem Jahre 2003 in unmittelbarer Nähe der europäischen Institutionen. Herr Henn, Redakteur und Vorsitzender der Europa-Union, Kreisverband Baden-Baden, brachte uns alles Wissenswerte über ARTE näher.

Die Idee eines gemeinsamen Kulturkanals hatten 1990 Präsident Mitterand und Kanzler Kohl. Mitterand hatte mit seiner Zentralregierung den leichteren Part, aber Kohl musste erst die Ministerpräsidenten überzeugen Zu beachten war, dass der Staat keinen Rundfunk- oder Fernsehsender betreiben darf.

Alle Mitarbeiter und Direktoren müssen zweisprachig sein. Die Posten werden für 2 Jahre paritätisch besetzt. Die deutsche Seite finanziert sich über die GEZ von ARD und ZDF, die französische über die Regierung. Als Qualitätssender erreicht ARTE ein Publikum von1,2 % in Frankreich und 0,8 – 1,2 % in Deutschland.

Der Schwerpunkt liegt auf Kultur, insbesondere auf der Basis des gegenseitigen Verstehens. Es wird weder Sport noch Werbung gesendet. 95 % des Programms kommen entsprechend von ARD/ZDF und aus Frankreich. In Paris und Baden-Baden ist die jeweilige Koordinierungsstelle. Nur das Nachrichtenstudio, aus dem täglich direkt gesendet wird, befindet sich in Straßburg.

 

ARTE ist auch in Skandinavien, dem Mittelmeerraum und Afrika zu empfangen. Es wird 24 stunden gesendet. Alle Sendungen sind auf allen Verbreitungswegen zweisprachig. Das Wochenprogramm ist klar gegliedert. Jeder Abend hat eine bestimmte Zuordnung wie Film Themenabend, Dokumentation etc.. Einen umfassenden Programmüberblick bietet das monatlich erscheinende ARTE Magazin.

 

Darüber hinaus ist ARTE auch im Internet vertreten. Viele der ARTE-Koproduktionen z.B. der Film „Das Leben der anderen“ wurde prämiert wie auch der Sender selbst für sein kreatives Schaffen mehrfach ausgezeichnet wurde.

Den Nachmittag konnten die Besucher individuell mit Museumsbesuchen oder einer Schifffahrt gestalten. Voller neuer Eindrücke und Informationen ging ein ereignisreicher Tag zu Ende. Sicherlich wurde bei vielen das Interesse an ARTE geweckt bzw. erweitert. Schauen auch Sie einmal bei ARTE hinein!

 

V.i.S.d.P.

Gudrun Wiesmann

 

22.06.2012 - Forum "Frankreich nach den Wahlen" mit Alain Howiller, ehem. Chefredakteur der franz. Zeitung "Dernières Nouvelles D'Alsace" (DNA) -

30. 06. 2012 - FEST DER VÖLKERVERSTÄNDIGUNG - Kreisverband stellt EUROPA in Karlsruhe vor

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Mehr als 50 Gruppen, die sich im weitesten Sinne mit Integration befassen, stellten beim diesjährigen Fest der Völkerverständigung auf dem Marktplatz aus. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Fenrich freuten sich alle Austeller bei subtropischen Temperaturen über den großen Zuspruch, den das Fest gefunden hatte.

 

Obwohl die Stadt auch dieses Fest auf die "Rote Liste" gesetzt hatte, war es Bürgermeister a.D. Norbert Vöhringer zu verdanken, dass das Fest in diesem Jahr trotz mancher Hemnisse und Mittelkürzungen ohne wesentliche Einschränkungen - wenn auch mit einem Mini-Etat - durchgeführt werden konnte. Dank der Unterstützung der Mitarbeiter des Internationalen Begegnungszentrums und vieler ehrenamtlicher Helfer sowie glänzend aufgelegter Moderatoren auf der Bühne kam ein großartiges Fest zustande, das seinen Hauptzweck, ein Forum zur interkulturellen Begegnung zu schaffen, im besten Sinne erfüllte. Wie die Zukunft des Festes 2013 bei Fortführung der Bauarbeiten im Innenstadtbereich aussehen kann, wird man sehen.

 

Für uns war das Fest ein Höhepunkt unserer diesjährigen Arbeit. Heftige Diskussionen mit Andersdenkenden und Euro-Skeptikern waren unvermeidbar. Intensive Kontakte zu unseren Freunden in den verschiedenen Vereinen und Gesellschaften, ein großer Bedarf an Informationsmaterial zu den europäischen Institutionen und zum Euro, viel versprechendes Interesse an unseren Veranstaltungen. Im Endergebnis auf jeden Fall auch 10 neue Mitglieder und viele prominente Besucher, darunter die OB Kandidaten Ingo Wellenreuther, Dr. Frank Mentrup und Jürgen Menzel, aber auch der Muezzin der AN-NUR Moschee, Mustapha Smouni.

 

Das eigentlich erst für 2013 anvisierte Ziel von 400 Mitgliedern scheint in greifbarer Nähe gerückt zu sein. Ein herzliches Dankeschön an unsere Standbesatzung, die bei nahezu 35 Grad Celsius im Schatten keinen leichten Job hatte.

 

Hartmut Lorek

Vorsitzender

EUROPA SOLL GESICHTER BEKOMMEN - Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt sorgt für besseres Verstehen

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"Europa muss ein Gesicht bekommen", so äußerte sich Martin Schulz, der Präsident des Europäischen Parlaments auf einer kurzfristig angesetzten Reise nach Athen, als er sich dort den bohrenden Fragen von Politikern und Journalisten in Athen stellte.

Auch MdEP Evelyne Gebhardt (SPD) sorgte trotz einiger Hindernisse der Parlaments-Verwaltung dafür, dass 46 Karlsruher, dabei Frau Dr. Spallek mit Schülern der Merkur-Akademie International und Horst Weiland mit seinem Freundeskreis aus Hohen- und Grünwettersbach, ein kompetentes, europäisches "Gesicht" zu sehen bekamen.

Als Fachfrau der "Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialisten & Demokraten" für den Binnenmarkt und Verbraucherschutz stellte sie sich kompetent den Fragen der Karlsruher. Seit 1994 als Europaabgeordnete im Parlament war sie auch den zahlreichen Fragen zum Fiskalpakt, zur Griechenlandproblematik und sonstigen aktuellen Fragestellungen gewachsen.

Gerade für die jungen Damen der Merkurakademie ein Musterbeispiel einer weiblichen Erfolgsstory ohne Quotenregelung. 

 

Spannend auch der Eindruck von der Arbeit des Europäischen Parlaments von der Besuchertribüne aus. Gerne hätten manche Teilnehmer den weiteren Verlauf der Diskussion zur Jugendarbeitslosigkeit in Europa verfolgt, doch mittlerweile drängte die fortgeschrittene Zeit. Ein Stück Europa, ein Gesicht von Europa hat sich bei allen Teilnehmern eingeprägt. Evelyne Gebhardt, die "Mutter" der Dienstleistungsrichtlinie Europas konnte ohne Einschränkungen überzeugen.

 

Hartmut Lorek

Vorsitzender

HERAUSFORDERUNGEN FÜR EUROPA

Kommissar Günther H.Öttinger spricht im ZKM

Kommissar Oetinnger mit Dr. Hofmann von der KAS und seinen Mitarbeiterinnen

Seit Februar 2010 ist Günther Oettinger EU  Kommissar für Energie. Gerade in seinem Aufgabenbereich sind wichtige Zukunftsfragen für Europas Energierversorgung zu lösen. Kein Wunder, dass er als Redner zu dieser Thematik in ganz Europa fgefragt ist. Als Gast der Konrad Adenauer Stiftung stellte er seine wichtigsten Zielsetzungen für die kommenden Jahre vor, die Etappen einer nachhaltigen Energiepolitik, die Elemente förderungswürdiger Strukturen in Europa. und seine Bemühungen umeinen ausgewogenen Mix von Energieträgern, wobei Unterschiede in den nationalen Konzeptionen seine Aufgabe besonders schwierig machen.Vor nahezu 2oo Gästen im ZKM aus dem Berech der Konrad-Adenauerstiftung  aber auch aus der Europa-Union gelang es ihm, eine überzeugende Zielvorstellung seines Hauses zu vermitteln.

 

Hartmut Lorek

Vorsitzender

Europa-Erlebnis-Sonntag in Straßburg –

Tag der offenen Tür im Europaparlament am 20. 05. 2012

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Fast ganz gefüllt war der Bus – der Vorsitzende der Europa-Union Kreisverband Karlsruhe e.V., Herr Lorek, hatte eingeladen, unbedingt diesen Sonntag zu nutzen und mit nach Straßburg zu fahren. Nach herzlicher Begrüßung und einem Lob an den Wettergott musste er allerdings einigermaßen offen lassen, was uns dort alles an Programm erwarten würde – er beklagte nachdrücklich einen mehr als schlechten Informationsaustausch zwischen Straßburg und Karlsruhe.

 

Auf der Fahrt dorthin begleiteten uns die wie immer gekonnt vorgetragenen Informationen zur Stadt Straßburg, ihren Institutionen und vor allem zum Europaparlament durch die stellvertretende Vorsitzende, Frau Wiesmann.

 

Einmal im Jahr öffnet das Europaparlament die Pforten für seine europäischen Besucher und zeigt Bereiche, die „jeden schon einmal interessiert hätten“ – selbst direkt im Plenarsaal konnte man Platz nehmen – entweder der Simultanübersetzung lauschen oder sogar selbst Fragen an anwesende Europa-Abgeordnete richten. Ein Angebot, das zahlreich genutzt wurde. Wer unseren Landesvorsitzenden, Herrn Rainer Wieland, endlich einmal kennenlernen wollte, hatte auch hier die Möglichkeit, seiner zwanglosen Rede beizuwohnen.

 

Überall vor dem Gebäude, in den Gängen des Gebäudes – auf fast allen Etagen – waren Stände der einzelnen im Parlament vertretenen Vereinigungen zu finden, und derer, die sich dem europäischen Gedanken verschrieben haben. 

Jeder hatte im Laufe des Rundgangs eine gefüllte Tragetasche mit Info-Materialien.

 

Selbstverständlich war auch unsere Karlsruher Vereinigung mit einem Stand zu finden – man konnte sich aber als Mitglied der Europa-Union im wahrsten Sinne des Wortes seine Freiheit für diesen Tag „erkaufen“ - wer als Mitglied oder Vorstandsmitglied dort Standdienst machte, war von den Fahrtkosten befreit.

 

Beim Warten auf Einlass im Innenhof kam man in den Genuss von swingender Jazzmusik, aber auch ausgezeichneter Rockmusik vor dem Gebäude, wenn man sich denn dort im Freien nach seinem Rundgang niedergelassen hatte.

 

Einige zogen es vor, lieber um die Mittagszeit den Bus zu nutzen und in die Altstadt zu fahren. Nicht weniger belebt und musikalisch ging es dort vor dem Münster zu, wo zwei junge Männer die Besucher mit ihrer jugendlichen Begeisterung des Musizierens regelrecht ansteckten.

 

Genießerisch konnte man im dort anliegenden Straßencafé – bei traumhaftem Wetter, das uns den ganzen Tag begleitete – solange verweilen, bis die Rückfahrtzeit rief.

 

Von Außen- und Innenarchitektur, Informationen und sonstigen Angeboten des Tages beeindruckte, zufriedene Busgäste richten ein herzliches DANKE an die Reiseleitung.

 

V.i.S.d.R.

Johanna Kirsch

Internetbeauftragte



15.05.2012 - FRANKREICH NACH DER PRÄSIDENTSCHAFTSWAHL - VOR DER WAHL ZUR NATIONALVERSAMMLUNG

Prof.Dr.Adolf Kimmel beim Vortrag - Klick zur Bildergalerie...

 

WAHL GEGEN SARKOZY -  HOLLANDE : JETZT HOHE ERWARTUNGEN SEINER ANHÄNGERSCHAFT

 

Ein Überraschungspräsident, noch vor Wochen ohne erkennbares Profil, so beschrieb Prof. Dr. Adolf Kimmel bei der Vortrags- und Diskussionsveranstaltung im Hotel Eden am Mittwoch, 15.Mai 2012,  den neuen französischen Staatspräsidenten Francois Hollande. Er siegte seiner Meinung nach, weil Sarkozy abgewählt wurde, ein Präsident mit umstrittener Persönlichkeit, dessen politische Bilanz als Staatspräsident letztlich negativ ausfiel.

 

Referent des spannenden Abends zum Ergebnis und Folgewirkungen der französischen Präsidentschaftswahlen  war Prof. Dr. Adolf Kimmel, ein ausgewiesener Kenner und Experte für die französische Politik, ein „Altmeister“ der Trierer Politikwissenschaft, in Karlsruhe kein Unbekannter, zumal er uns  bereits wiederholt als Referent für  das Thema Frankreich zur Verfügung stand.

Prof. Dr. Adolf Kimmel, studierte Geschichte in Würzburg, Berlin und Paris (Sorbonne und Institut d´Études Politiques, Prof. für Politikwissenschaften (Internationale Beziehungen) in Würzburg und ab April 1996 in Trier (Vergleichende Systemlehre). Seit 01. April 2004 im Ruhestand. Schwerpunkt seiner Forschungen und Veröffentlichungen waren die Französische Politik und Zeitgeschichte und die deutsch-französischen Beziehungen.

 

Im Vortrag legte er die verfassungsrechtlichen Kompetenzen des neuen französischen Staatschefs dar und analysierte seine tatsächliche einflussreiche Rolle in der Verfassungswirklichkeit des französischen Staates. Wie wichtig eine Mehrheit in der französischen Nationalversammlung ist, machte er an den dargestellten Beispielen aus der jüngeren französischen Zeitgeschichte deutlich.

Schließlich wagte er auch eine Prognose für den Ausgang der bevorstehenden Wahl zur Nationalversammlung, wo er ebenfalls erkennbare Vorteile für die Sozialisten von Hollande sieht. Somit ist von einer Präsidentschaft in den kommenden Jahren auszugehenden, die auf der Grundlage einer  starken innenpolitischen Basis zielstrebige europapolitische  Initiativen im Sinne seiner Wahlversprechungen erwarten lässt.

 

Hinsichtlich Europas Zukunft erwartet er keine Gefährdung erreichter Ziele europäischer Gemeinschaftspolitik. Für Deutschland  wird es jedoch darauf ankommen, die als Bedrohung empfundene „Austerity“ Politik, eine Finanzpolitik mit großen Sparzwängen und Auflagen verständlicher zu machen bzw. Härten zu mildern, vor allem, soweit Frankreich unmittelbar betroffen ist. Sicher weiß auch er, dass alle als Zielvorstellung formulierten neuen Wege ohne eine solide Finanzierung keine Zukunft haben, jedoch hat dies für ihn eher zweitrangige Bedeutung. Diktaten aus Berlin wird er widersprechen. Eine maßvolle Korrektur der rigiden Sparpolitik Deutschlands könnte ein richtiger Weg für die deutsche Bundeskanzlerin sein. Vielleicht kann der neue Premier Frankreichs neuer Premier, Jean- Marc Ayrault, ein früherer Deutschlehrer, ehemaliger Bürgermeister von Nantes, vor allem mit Blick auf die wichtigen Beziehungen zwischen Berlin und Paris die richtige Wahl sein.

 

Eine kompetente politische Analyse von Prof. Kimmel, interessante Aussagen jenseits des Zeitungswissens, eine lebhafte Diskussion, eine gut besuchte Veranstaltung war das kurze Fazit dieses Abends.  

 

Hartmut Lorek

Kreisvorsitzender

 

59. Europäischer Wettbewerb - EUROPA: MEINE - DEINE - UNSERE ZUKUNFT

Bürgermeister Lenz begrüßt 120 Preisträger

In Karlsruhe nahmen in diesem Jahr Schülerinnen und Schüler von insgesamt sieben Schulen teil. 120 Arbeiten, die teilweise auch in Team- bzw. Gruppenarbeit und unter Beteiligung von insgesamt 132 Schülerinnen und Schülern bearbeitet wurden, wurden von der Landesjury ausgezeichnet.

 

5 der insgesamt 20 länderübergreifend nominierten Arbeiten erhielten einen Bundespreis (Jeremi Zschocke, Eichelgartenschule; Katja Pilisi und Juliana Wetzel vom Fichte-Gymnasium; Fridolin Eggert und Nikita Gass von der Pestalozzi-Schule). Giovanni Tarantino von der Pestalozzi-Schule erhielt einen Preis des Bundesratspräsidenten. 23 Arbeiten wurden mit einem Landespreis ausgezeichnet. Die übrigen Arbeiten erhielten einen Ortspreis.

 

Im nahezu voll besetzten Bürgersaal überreichte Bürgermeister Lenz gemeinsam mit dem Kreisvorsitzenden der Europa Union Karlsruhe Stadt und Land, Hartmut Lorek, die Preise, Urkunden und Geldpreise. Perfekt vorbereitet von Martina Hahne, die zum Schul- und Sportamt gehört (wurde im Anschluss an die Veranstaltung neues EU-Mitglied), und unserem langjährigen Vorstandsmitglied Christoph Rapp, Kulturamt der Stadt Karlsruhe, konnten alle Präsente zügig mit einigen launigen Worten überreicht werden.

Selbstverständlich wurden auch die betreuenden Lehrer ausgezeichnet und erhielten von der Europa-Union alle die Einladung zu einer kostenlosten Mitfahrt zum Europäischen Parlament  oder zum Europarat in Straßburg. Eine hervorrragende Stimmung im Saal, leuchtende Schüleraugen und an der Europa-Union interessierte Lehrerinnen und Lehrer waren deutliche Indikatoren für eine weiterhin vielversprechende Zusammenarbeit zwischen Stadt, Schulen und Europa-Union.

 

Hartmut Lorek

Kreisvorsitzender

EUROPATAG 2012 - 9.Mai am Kaiserkarree (Ecke Kaiser-/Karl-Friedrich Straße)

Tolga Duman und Robert Gänger

 

Bei strahlendem Sonnenschein beste Bedingungen für unseren großen Informationsstand im am Europatag im Stadtzentrum. Während auf dem Marktplatz die Vorbereitungen für den Brigandenmarkt laufen, haben wir mit Robert Gänger und Tolga Duman keine Mühe zügig unseren Stand gegenüber - vor dem neuen Kaiserkarree - aufzubauen. Mit Kamil Klosek und Christian Otto erscheinen bald darauf zwei weitere Angehörige unserer Jugendorganisation, dem JEF Kreisverband Karlsruhe.

Heidelinde Hahn und Johanna Kirsch

Noch am Vormittag stoßen Heidelinde Hahn und Johanna Kirsch von den "Erwachsenen" dazu.

Somit keine Schwierigkeiten, um auch mit großem Besucherandrang fertig zu werden. Ziemlich professionell leitet Christian Otto die Publikumsbefragung mit der Flipchart. Eindeutig votieren die Karlsruher für die Fortführung der EU, allerdings wünschen viele Änderungen in Struktur und in der Europapolitik.

 

 

Hempelmann, Kirsch, Hahn, Simonet, Sivkin

Gegen Mittag kommt Verstärkung durch die Vorstandsmitglieder Uwe Hempelmann und Corinne Simonet.

Herzlichen Dank auch an die Mitarbeiterin von Europe Direct, Elke Hoffmann-Kellmereit, die unseren Informationsstand von Europe Direct aus mit Informationsmaterial versorgte.

Gute Stimmung verbreitete Cemile Sivkin, die vorübergehend Gast war. Mittlerweile hatte der Publikumsverkehr weiter zugenommen. Die attraktive Lage am Schittpunkt von Kaiserstraße und Karl-Friedrichstraße trug dazu maßgeblich bei. Die Nähe zum Stadtcafé machte die Versorgung mit Kaffee und kalten Getränken relativ leicht.

Vorsitzender mit Powerfrauen

Herzlichen Dank an alle Beteilgten, die auf diese Weise den ganzen Tag über für eine gute Information und Beratung der Passanten sorgten. Selbst unsere Schatzmeisterin Sylvia Käfer ließ es sich nicht nehmen, am späten Nachmittag zu uns zu stoßen.  Für den Vorsitzenden ein guter Anlass, sich über soviel Engagement und gute Mitarbeit zu freuen. Viele Karlsruher lernten erstmals unser vielseitiges Veranstaltungsangebot kennen. Eine gute Gelegenheit  die Europa-Union vorzustellen. Wir haben sie ausgiebig genutzt.  Ich denke es wird sich vor allem längerfristig auszahlen. Darüber hinaus hat es unseren Beteiligten offensichtlich auch viel Freude gemacht

 

Hartmut Lorek

Kreisvorsitzender

FINANZKAPITALISMUS IN DER KRISE - UNSERE CHANCE ?

Peter Brödner,Tomas Martin,Elke Schenk, René Repasi (von links)

Erstmals Gemeinschaftsveranstaltung mit ATAC am Europatag 9.Mai 2012 im JUBEZ am Kronenplatz

 

Europa sei krank, statt die Krankheit zu heilen, wird sie verschärft. Hohe Staatsschulden als Folge riesiger Rettungsschirme, Triumph gescheiterter Ideen, so einige der mit großer Eindringlichkeit vorgetragene Kernthesen von Dr. Peter Brödner, ehemaliger Forschungsdirektor im Wissenschaftszentrum NRW, Referent von ATAC an diesem Abend. Kaum zu bremsen vom engagierten Organisator und Moderator der Veranstaltung Dr.Tomas Martin, Karlsruher, ehemals Management von Forschungsprojekten des Bundes und der EU. Ebenso kritisch und leidenschaftlich setzte sich Elke Schenk, Europa-Refrentin und Mitglied im Recherchennetzwerk „GlobalCrisis-GlobalChange“ für ein anderes Europa ein, forderte eine Beendigung der „öffentlichen Desinformation zur Schuldenkrise“ und des „Absolutismus der öffentlichen Exekutiven“. Auch als einige dieses Europa als "Diktatur" mit erheblichen Demokratie- Defiziten bezeichneten ,ließ sie dies - wier aucxh ihr ATAC-Kollege leider unwidersprochen im Raum stehen

Es war Neuland für uns, sowohl die Kooperation mit ATAC (Abkürzung steht für “Association pour la Taxation des Transactions Financières aux Aides des Citoyens“ und bedeutet „Vereinigung zur Besteuerung von Finanztransaktionen im Interesse der BürgerInnen“) als auch der Veranstaltungsort im Jubez am Kronenplatz.

 

Überzeugt von der guten Vorbereitung von Herrn Martin, der sich seit vielen Jahren für die Karlsruher ATAC engagiert, hatten wir uns entschlossen, die Einladung als Mitveranstalter anzunehmen.  Dank der Bereitschaft unseres Vorstandsmitglieds René Repasi, sich der erwarteten, extrem kritischen Position zu stellen, hatten wir zugesagt. Klar und eindeutig verwies er auf erfolgreiche Umsetzung der Hauptaufgaben der Europäischen Union, der Gestaltung des Friedens in Europa und eines weltweit bewunderten erfolgreichen Wirtschaftssystems, dessen Geburtsfehler man jetzt zielstrebig beseitigen müsse. Unbeeindruckt von unqualifizierten Zwischenrufen und Störversuchen hinterließ er einen sicheren und überzeugenden Achtungserfolg in einem Europa sehr kritisch gegenüberstehenden Umfeld. Verglichen mit den lebhaften Diskussionen mit Karlsruher Bürgern am Europatag in der Fußgängerzone, hatte diese beinharte Diskussion mit zum Teil „staatsfernen“ Diskussionspartnern aus dem Publikum sicher eine andere Qualität.Trotzdem war unsere Präsenz auch deshalb notwendig, um die Gelegenheit zu nutzen, auf die unstrittigen Vorteile und Erfolge der EU (Frieden, gesicherte Grundfreiheiten  und Wohlstand in Europa) im kritischen Umfeld des Jubez deutlich hinzuweisen. Dies schien den ATAC-Referenten bei ihrer Konzentration auf den „Finanzkapitalismus in der Krise“ eher nebensächlich zu sein. Trotzdemhabe ich unseren Dank für die Einladung zum Mitwirken mit "europäischen Präsenten" übermittelt, eine im Europa-Look gestaltete Uhr, die allen Beteiligten deutlichen machen sollte, dass an der europäischen Zeitrechnung kein Weg mehr vorbeiführt.

Nochmals ein herzlicher Dankeschön  an René Repasi, der den Argumenten der ATAC Referenten teilweise mit großer Überzeugungskraft überzeugend und mit Nachdruck entgegentreten musste. .

 

Hartmut Lorek

Kreisvorsitzender



Hartmut Lorek u. Serhat Aksen, der türkische Generalkonsul

Deutschland, Türken in Deutschland,  Europa und die Türkei als selbstverständliches Mitglied dieser Gemeinschaft, diesen Schwerpunkten gilt die besondere Aufmerksamkeit von SERHAT AKSEN,  seit 4 Monaten neuer türkischer Generalkonsul in Karlsruhe.

Bei einem ausführlichem Gespräch mit ihm stellte ich fest, dass Generalkonsul Aksen diese Zusammenhänge sehr genau kennt und auf Gund seiner diplomatischen Laufbahn ausgezeichnete Kenntnisse der europäischen Sicherheits- und Außenpolitik hat.


So weiß er sehr genau, dass die Türkei als Mitglied des Europarates praktisch zu seinen Gründungsstaaten gehört (seit 1950). Wünschenswert wäre für ihn, dass die Menschen hier in Deutschland die gemeinsamen strategischen Interessen der Türkei und Deutschland im Grenzbereich von Europa und Asien, von Christentum und Islam besser erkennen würden. Sehr wichtig für ein besseres Verstehen.

Auch wird nicht immer erkannt, welch wichtigen wirtschaftlichen Beitrag mittlerweile türkische Unternehmen und Arbeitnehmer zum Bruttosozialprodukt der Bundesrepublik Deutschland leisten. Mehr als 75000 türkische Unternehmen mit 350 000 Mitarbeitern (dabei 70 000 Deutsche) sind in Deutschland tätig. 

Offensichtlich scheinen sich auch die Deutschen in der Türkei sehr wohl zu fühlen. Die Wachstumsraten deutscher Touristen an der tükischen Westküste sind beachtlich, weit vor allen anderen Besuchergruppen, mehr als 50 000 Deutsche haben sich bereits in der Türkei für immer niedergelassen. Zur weiteren Verbesserung dieser Siuation, vor allem in Baden- Württemberg, wolle er ganz gezielt beitragen.  Deutsch lernen und Respekt vor unseren Gesetzen wolle er vorrangig fördern, aber auch eine bessere Öffentlichkeitsarbeit, um die gemeinsamen interessen und die hierbei erzielten Erfolge zu verdeutlichen. Aus diesem Grunde wolle er auch die freundschaftliche Zusammenarbeit mit der Europa-Union nutzen. Gerne wolle er eigene Mitarbeiter und Landsleute auf unsere Veranstaltungen aufmerksam machen, besonders auf die Möglichkeit hinzuweisen, die europäischen Institutionen vor Ort in Straßburg oder Brüssel kennenzulernen. Auch freue er sich bereits jetzt auf unsere gemeinsame Veranstaltung am 13.September 2012, bei der er ebenfalls auf diese Aspekte hinweisen wolle. Natürlich sollen hierbei aber auch die Wünsche zur Städtepartnerschaft diskutiert werden. Auch soll Gelegenheit zu einem entspannten Zusammensein von türkischen und deutschen Bürgern sowie türkischen Köstlichkeiten im Hotel gegeben sein. Schon jetzt ein Tipp:  Sitzplatz für diese Veranstaltung reservieren.

 

Ein vielversprechender Auftakt unserer Kontakte mit dem neuen türkischen Generalkonsul SERHAT AKSEN. Herzlich willkommen in Karlsruhe und Europa.

 


Hartmut Lorek

Kreisvorsitzender



Gerichtshof für Menschenrechte

Wie setzt sich der Gerichtshof zusammen? Wie werden die Richter gewählt? Wie arbeiten die Richter? Wann sind sie zuständig?

 

Viele Fragen hatte Angelika Nussberger, "unsere" deutsche Richterin beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg, am 16.02.2012 den 50 Teilnehmern an der jährlichen Informationsfahrt zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu beantworten. Obwohl Sie erst kürzlich das Amt von Renate Jäger übernommen hatte, zeigte sich die ehemalige Professorin für Verfassungsrecht allen neugierigen Fragen gewachsen.

 

Mehr als 1 1/2 Stunden bezog sie umfassend und temperamentvoll Stellung. Mit Sorge erwähnt sie 160 000 anhängige Klagen und jährlich kommen weitere 40 000 neue hinzu. Lange Wartezeiten der Kläger, Unzufriedenheit mit der schier unlösbaren Situation, Diskussionen über effizientere Strukturen des Gerichtshofes und die Suche nach praktikablen Lösungen dieser Problematik sind dringend notwendig um die Erfolgsstory dieses in der Welt einzigartigen Gerichts fortführen zu können. Erfolgreich werden nahezu alle Entscheidungen Deutschland betreffend in deutsches Verfassungsrecht umgesetzt.

 

Beeindruckend auch die Architektur des vom britischen Architekten Richard Rogers 1995 fertig gestellten Gebäudes, das mit seiner Architektur die wichtige Transparenz des richterlichen Entscheidungsprozeses signalisiert.

 

Hartmut Lorek



25.01.2012 - Lehrer im Glück

Es begann mit Hindernissen. Die lang geplante Fahrt zum Europarat am 25. Januar drohte im Verkehrsstau zu enden. Mit einiger Verspätung traf das Lehrerkollegium der Bertha Benz Realschule aus Wiesloch am Treffpunkt bei der Europahalle in Karlsruhe ein. Gemeinsam mit dem regionalen Jugendoffizier der Bundeswehr, Hptm Lautenschläger, der den Kontakt zu dem Lehrerkollegium hergestellt hatte, begrüßte ich die Lehrer, die sehr gespannt auf den Europarat waren. Um es vorwegzunehmen: Sie wurden nicht enttäuscht.

Unsere Europareferentin Gudrun Wiesmann gab wie immer sehr routiniert einen Überblick über das aktuelle Geschehen bei der Europäischen Union und dem Europarat, mit Schwerpunkt natürlich auf die heutige Plenarsitzung der Parlamentarischen Versammlung.

Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit gab es am Place Broglie von mir nur einen "Schnellkurs" in deutsch-französicher Geschichte für die Mitfahrer, die ja auch noch eine Kleinigkeit zur Stärkung in der Mittagszeit benötigten. Beim Eintreffen am Palaís de l´Europe, dem Sitz des Europarates schien ein weiteres "Hindernis" zu warten. Der Zugang war durch eine relativ kurze aber beeindruckende Zeremonie vor dem Haupteingang gesperrt. Gemeinsam gedachten die finnische Staatspräsidentin Tarja Halonen, der PACE Präsident Jean Claude Mignon und der Generalsekretär des Europarates Thorbjorn Jagland der Befreiung des größten Konzentrationslagers im Nazi-Deutschland, Auschwitz-Birkenau im Jahr 1945.

 

Nach Begrüßung und Film überraschte uns dann im Hause die Tagesordnung mit einer zeitlich versetzen Diskussionsrunde , bei der sich die finnische Präsidentin Tarja Halonen den Parlamentariern aus 47 Nationen stellte. Durchaus kritische Fragen zum Engagement Finnlands bei Herstellung und Verbesserung der Menschenrechtssituation in Finnland, zu Finnlands europaweitem Engagement in dieser Frage aber auch zu Defiziten in den Lebensbedingungen in Finnland forderten die Präsidenten zu spontanen aber überzeugenden Antworten heraus.

Im Anschluß an dieses beeindruckende Erlebnis trat der britische Premier David Cameron auf, der sich in seiner 20-minütigen Redezeit engagiert für eine Verbesserung der Arbeitssituation des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte einsetzte. Mehr als 100 000 Klagen jährlich führen ohne Reformen zu einem Mißerfolg dieses in der ganzen Welt einzigartigen Gerichtshofes. In der anschließenden lebhaften Diskussion musste Cameron klar Position beziehen u.a. zu Europa, zur Kapitalertragssteuer, zum Euro.

Interessant seine Aussage, dass die Einführung einer  Kapitalertragssteuer in ganz Europa zum Verlust von mehr als 400 000 Arbeitsplätzen führen würde, das könne er "als guter Europäer" nicht begrüßen. Man sollte sich an der britischen Lösung der Besteuerung oroientieren. Das sei ausreichend. Darüber hinaus ließ er keinen Zweifel daran, dass er als Premierminister vor allem die Interessen von Großbritannien im Auge haben müsse.

Eine temperamentvolle und  beeindruckende Frage- und Antwortrunde. 

Unsere Lehrer - aber auch wir - hatten an diesem Tage wirklich Glück. Entsprechend motiviert und zufrieden konnten wir die Lehrer dann von Karlsruhe aus wieder nach Wiesloch verabschieden. Mit dem Lob und der Anerkennnung konnten wir sehr zufrieden sein. Die Kontakte sind hergestellt, die Einstellung zu Europa und zu unserem Kreisverband verbessert, was wollen wir mehr.

 

Hartmut Lorek

Kreisvorsitzender