2014 - BERICHTE zu MEHRTAGESVERANSTALTUNGEN

11./12.10.2014 - Zwei Tage bei Karl dem Großen Aachen/Köln

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Karl der Große hat in den vergangenen 1200 Jahren für vieles herhalten müssen, Franzosen und Deutsche haben ihn gleichermaßen für sich vereinnahmt. Vater der Nation der Franzosen wie der Deutschen, christlicher Held, germanischer Recke, blutrünstiger Sachsenschlächter und am Ende Vorreiter eines vereinten Europas. All dies wurde uns von kompetenten Führern nahegebracht als wir ehrfurchtsvoll vor dem legendären Kaiserthron in der Pfalzkapelle des Aachener Doms standen.

Er starb am 28.Januar 814 in Aachen, weder als Deutscher noch als Franzose, er war Franke. Unvergesslich der Besuch von Dom und Domschatzkammer, den 53 Mitglieder unseres Kreisverbandes mit Angehörigen und Freunden im Rahmen unserer diesjährigen Herbsttour erlebten.

Auch ein ausgiebiger Rundgang in der Altstadt von Aachen mit ausführlicher Einweisung in die unterschiedlichen Sorten von Aachener Printen mit Verkostung gehörte dazu.

Verständlicherweise waren alle Teilnehmer der mehrstündigen Führungen froh, am frühen Abend zu unserem Hotel in Köln aufbrechen zu können.

Schon der erste Eindruck des McGallery Hotel Mondial - unmittelbar am Dom gelegen - begeisterte. Komfort und Ausstattung eines ****Hotels sorgten für schnelle Erholung. Frühstück mit Lachs und Sekt, dazu alle üblichen Köstlichkeiten von Spitzenhotels sorgten für einen guten Start in den Sonntag. Jetzt stand Köln Im Mittelpunkt, das römische Köln , die Karolinger, das Mittelalter, der Dombau, der Karneval, die Weltkriege, die Neuzeit .Erneut wurden alle Mitfahrer an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit geführt, doch das kompetente Engagement der sehr lebhaften StadtführerInnnen ließ Zeit und Erschöpfung schnell vergessen. Das gemeinsame Mittagessen im traditionellen Brauhaus „Früh am Dom“ weckte neue Lebensgeister und Energien. Zielstrebig verbrachte ein Teil unserer Gruppe den Nachmittag bei individueller Erkundung von Dom und den umliegenden Museen. Allerdings wurden auch die ausgezeichneten Cafés im Bereich der Domplatte ausgiebig aufgesucht.

Ziemlich erschöpft aber mit vielen wichtigen Eindrücken und Erinnerungen im Gepäck trafen wir gegen 22.00Uhr wieder in Karlsruhe ein.

 

Unterwegs konnte ich als „Bonbon“ eine ähnliche Fahrt für den Oktober 2015 nach Eisenach (Bach-Museum / Wartburg) und Weimar (Besuch bei unseren Klassikern Goethe und Schiller) ankündigen. Offensichtlich hatte ich damit den Geschmack unserer Gruppe getroffen denn die ersten Anmeldungen trafen bereits bei mir ein.

Fazit : Eine Wochenendfahrt mit einer sehr harmonischen Reisegruppe, die auch mir als Reiseleiter viel Freude bereitete.

 

Hartmut Lorek, Vorsitzender

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OB zeigt Interesse an Sakarya als türkischer Partnerstadt

 

Viel Zeit hatte Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup mitgebracht, um eine Delegation aus der Europa-Union und dem Freundeskreis Sakarya zu empfangen.Anlass war die Übergabe eine Geschenks, dass der Oberbürgermeister Zeki Tocoglu aus Sakarya  für seinen Karlsruher Kollegen an unsere Karlsruher Delegation übergeben hatte, die Sakarya im April besucht hatte. Vorstandsmitglied und Reiseleiterin Gudrun Wiemann händigte Mentrup die wertvolle Kalligraphie - unterstützt von den     Vorstandsmitgliedern Klaus Mößner und Nevzat Güney aus. Erfreulich für den anwesenden stellvertretenden Vorsitzenden des Freundeskreises Sakarya, Manfred Bilger, war die spürbare Weichenstellung für eine türkische Städtepartnerschaft mit der Stadt Sakarya und seinen 580 000 Einwohnern im Nordwesten der Türkei. Hierzu trug maßgeblich Gudrun Wiesmann bei, die nicht nur die großzügige Gastfreundschaft der Stadt sondern auch überzeugend das Bild einer modernen Europa zugewandten Stadt beschrieb, einer beeindruckenden Stadt, die als Großstadt gleichermaßen  Bildung und Kultur, Industrie und Umweltschutz fördert, aber unverkennbar auch großes Interesse an einer Partnerschaft mit Karlsruhe habe.Ihr Plädoyer für Sakarya qualifiziere sie - so alle Anwesenden zur Botschafterin dieser Stadt, die auch im Entscheidungsverfahren der Stadt als "Geheimwaffe" Verwendung finden sollte.Oberbürgermeister Mentrup plant, im November diesen Jahres bei einer Gemeinderatsklausur eine Entscheidung herbeizuführen. Er bedankte sich ausdrücklich bei der Delegation der Europa-Union für ihr besonderes Engagement im Rahmen der Reise nach Istanbul, bei der man sich extra Zeit für den Besuch in Sakarya genommen hatte.Schade, dass ich als Kreisvorsitzender diese Fahrt nicht erleben konnte, weil mich ein kurzfristiger Krankenhausaufenthalt in Karlsruhe festhielt.

 

Hartmut Lorek

Vorsitzender

05./06.07.2014 - Landesversammlung in Mannheim

Im prächtigen Rokoko-Rahmen des Mannheimer Schlosses fand die diesjährige Landesversammlung der Europa-Union Deutschland, Landesverband Baden-Württemberg, am 05./06.Juli 2014 statt. Trotz erkennbarer Lücken war die Landesversammlung - wenn auch mit etwa 30 Minuten Verspätung - unter der Leitung der Landesvorsitzenden Evelyne Gebhardt beschlussfähig.

Die Routineberichte von Landesvorsitzender, Geschäftsführerin und Schatzmeister bestätigten dem Verband eine gute, konsolidierte Lage und- welche Überraschung- die Kassenprüfer entdeckten eine Einsparung  von ca. 10 000 Euro, die  folgerichtig dem Vermögen zugeführt wird. Interessant, dass auch hier bereits ein noch höherer Betrag "gebunkert" war, der bei nachträglicher Betrachtung eigentlich die Klagen des Landesverbandes im zurückliegenden Jahr nicht rechtfertigte, als es um die Verteilung der Beitragsanteile zwischen Land und Kreisverband ging. Auf jeden Fall gute Aussichten für ein großes  Unterstützungspotential des Landesverbandes bei Projekten, die zentral von dort aus gesteuert und dann auch finanziert werden.

Bei den Wahlen wurden Delegierte für den Landesausschuss, den Bundesausschuss und 35 Delegierte für die nächste Bundesversammlung gewählt. Die Frage, ob nicht weniger Delegierte das Meinungsspektrum unseres Landesverbandes vertreten könnten, wurde nur halbherzig diskutiert. Ohnehin kann diese Entscheidung nur der Bundeskongress selber treffen. Auch kann dies erst nach Abstimmung mit den anderen Landesverbänden diskutiert werden. Hier scheint aber m.E. Handlungsbedarf zu sein. Versammlungen mit finanziell voll finanzierten Delegiertenentsendungen in der Größenordnung eines Ärztekongresse passen wegen des Kostenaufwandes nicht mehr in die heutige Zeit und zu unserer gemeinnützigen Zielsetzung. Aufgrund meiner persönlichen Kandidatur durfte ich mich über die Wahl zum Delegierten für alle Gremien einschl. der international engagierten "Union der europäischen Föderalisten" freuen.


Bei der inhaltlichen Arbeit stand ein Forderungskatalog der Jungen Europäer (JEF) im Mittelpunkt, der von den Delegierten unsers Landesverbandes lebhaft diskutiert wurde, obwohl er bereits durch die JEF verabschiedet war. Wir haben jedoch mit großer Genugtuung die Aktivität des Jugendverbandes begrüßt und dies mit einem entsprechenden Protokollvermerk unterstrichen. Das von der Antragskommission des Landesverbandes entworfene Leitlinienpapier gab ebenfalls zu einigen Diskussionen Anlass, wurde jedoch schließlich auch genehmigt. Die Texte werden wir - sobald sie vorliegen - auf unserer Homepage einstellen.

 

Ein einziger Sachantrag- nämlich der unseres Kreisverbandes, hatte eine stärkere Mitwirkung der  Kreisverbände bei der Aufgabenfestlegung des Landesverbandes zum Gegenstand, fand jedoch keine Gnade beim Landesvorstand und wird auch bei einigen Kreisverbänden eher als Misstrauen gegenüber dem Landesvorstand und als Beginn unerwünschter "basisdemokratischer " Entwicklungen
bezeichnet. Da die hitzige  Diskussion keine Aussicht auf Erfolg versprach, habe ich unseren Antrag zurückgezogen, nachdem die Landesvorsitzende Evelyne Gebhardt versicherte, alle zukünftigen Vorschläge und Beiträge der Kreisverbände ernsthaft zu prüfen und - wo möglich - auch zu realisieren.


Im Zusammenhang mit der dringenden Notwendigkeit einer europäischer Asyl - und Zuwanderungspolitik wurde der Vorschlag unseres kommissarischen Vorstandsmitglieds und Delegierten Rashan Dogan, sehr begrüßt, dass hierzu eine Arbeitsgemeinschaft auf Landesebene gebildet werden soll.
Unsere auch zahlenmäßig starke Delegation zeigte vorbildliche Präsenz, war jedoch in der ersten Sitzreihe durch starke Unruhe - vom Vorstandspodium ausgehend - mit fast pausenlosem „Hin- und Hergelaufe“ Mitwirkender besonders stark betroffen und in ihrer Aufmerksamkeit stark gestört.

 

Hartmut Lorek, Vorsitzender


08.04. - 12. 04. 2014 - Istanbul

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Ein kleines Reisetagebuch 

 

Programmübersicht (wie vor Ort durchgeführt)

 

Dienstag 08. April 2014

05.00 Uhr   Abfahrt Europahalle – Bustransfer zum Rhein-Main-Flughafen
                 Frankfurt

09.10 Uhr   Abflug mit Lufthansa-Flug LH1298

13.00 Uhr   Ankunft auf dem Istanbuler Flughafen Atatürk

14.30 Uhr   Fahrt zur Ablegestelle zur Schiffsrundfahrt:

                 Rundfahrt Goldenes Horn Marmarameer, Bosporus

18.30 Uhr   Ankunft im Hotel „Feronya“, Stadthotel nahe Taksim Platz

                 Koffer bereits auf den Zimmern

19.00 Uhr   Gemeinsames Abendessen, Türkische Spezialitäten

20.30 Uhr   Gemeinsamer Spaziergang mit Nevzat Guney zum Taksim Platz,

                 über die Istiklal Addesi in Richtung Galata Turm

 

Mittwoch 09. April 2014

08.00 Uhr   Frühstück im Hotel

09.00 Uhr   Busfahrt zur Blauen Moschee – Besichtigung

                 Weiterfahrt zum Topkapi Serail

15.00 Uhr   Fahrt zum Treffen mit Pfarrer P.Christian Rolke. in der röm. kath.

                 Gemeinde St. Paul in Nisantasi-Istanbul

                 Vortrag über die Situation der Christen in Istanbul mit
                 anschließender Diskussion

17.00 Uhr   Rückfahrt zum Hotel

                 Gelegenheit zum eigenständigen Stadtbummel

19.45 Uhr   Gemeinsames Abendessen im Hotel, Regionale Küche

 

Donnerstag 10. April 2014

07.30 Uhr   Frühstück im Hotel

08.30 Uhr  Abfahrt zur Chora-Kirche (Karye Museum) aus dem
                 11. Jahrhundert

                 Besichtigung der einzigartigen Mosaiken und Fresken

                 Schifffahrt zu den Prinzeninseln

                 Besuch der Hauptinsel Büyükada

13.00 Uhr   Gelegenheit zum Bummel zu Fuß oder Fahrt mit typischen

  Pferdekutschen

  Entdeckung des Ortes auf eigene Faust – zu sehen sind viele
  Sommervillen

17.35 Uhr   Rückfahrt mit dem Fährschiff nach Istanbul

19.10 Uhr   Eintreffen Schiffsanleger Kabatas

                 Busfahrt mit Unterbrechung an einem der Basare

19.30 Uhr   Ankunft im Hotel

21.00 Uhr   Gemeinsames Abendessen in einem landestypischen
                 Fischrestaurant

 

Freitag, 11. April 2014

06.15 Uhr   Frühstück im Hotel

07.00 Uhr   Abfahrt nach Sakarya, der zukünftigen Partnerstadt von Karlsruhe

10.00 Uhr   Empfang durch den Oberbürgermeister, Zeki Tocoglu

                 Besuch der modernen Kunstgalerie in einem ehemaligen
                 Getreidesilo

                 Ausstellung von Hikmet Barutcugil und Fotoausstellung Adapazari,

                 das heutige Sakarya, früher , ab der Jahrhundertwende           

                 Besuch der städtischen Kunstgalerie mit einer Ausstellung von

                 Cizginin Zerafeti, traditionelle Kalligraphie, modern in 18karätigem 
                 Gold interpretiert

                 Besuch der Feuerwehr, Vortrag über derzeitige Situation mit
                 anschließender Diskussion

                 Gang durch den City Park, vorbei an der Mühle aus dem 16. Jhdt

                 zur Cafeteria – Mittagessen

                 Besichtigung der Hydraulischen Elektrizitätszentrale

                 Besichtigung der neu in Betrieb genommenen Wasser-
                 aufbereitung-Anlage in Serdivan

                 Fahrt nach Yenikent

                 Gemeinsames Abendessen mit Vertretern der Stadt und des
                 Partnerschaftvereins Sakarya - Karlsruhe in der Cafeteria des
                 Yenikent Parks

21.00 Uhr   Heimfahrt

 

Samstag, 12. April 2014

07.30 Uhr   Frühstück im Hotel

08.30 Uhr   Fahrt zu Yerebatansaray (Unterirdische Zisterne)

                 Besichtigung Hagia Sofia

                 Weiterfahrt nach Pierre Loti, Aussichtspunkt, am Fuße Schrein des

                 Boten von Mohammed, Wallfahrtsort

15.00 Uhr   Abfahrt zum Flughafen

17.45 Uhr   Abflug von Istanbul mit Lufthansa-Flug LH 1301

19.50 Uhr   Ankunft in Frankfurt

20.30 Uhr   Bustransfer nach Karlsruhe

Etwa 22.00 Uhr Eintreffen in Karlsruhe

 

Impressionen

Istanbul ist, wenn auch Megacity mit bis zu 30 Mill. Einwohnern eine faszinierende Stadt. Ihr Charme hat uns vollständig in den Bann gezogen. Kommt doch die Tulpe nicht aus Holland, sondern ursprünglich aus der Türkei. Diesem Ursprung wurde Istanbul gerecht. Es war vollständig in ein buntes Frühlingsblumenmeer getaucht. Auf allen Plätzen, entlang den Alleen, Tulpen in allen Farben und formen leuchteten um die Wette. Noch etwas war auffällig, Istanbul ist eine saubere Stadt, auf die wir von unserer „Baustellenstadt“, von den verschmutzten Straßenbahntestellen und Bürgersteigen, nur ganz neidisch blicken konnten. Jeder betrachtet Istanbul mit den überwältigenden vergangener Epochen als die heimliche Hauptstadt der Türkei. Der Wechsel zwischen Moscheen, uralten Kirchen, Palästen, dem vielen Wasser mit den weißen Schiffen und Fähren und den atemberaubenden Brücken macht den Charme dieser Stadt als dem Bindeglied zwischen Okzident und Orient aus. Ich kann mir niemand vorstellen, der sich dem Eindruck dieser einzigartigen Metropole entziehen könnte. In den wenigen Tagen haben wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besucht, uns mit der Geschichte von Byzanz, Konstantinopel und schließlich Istanbul vertraut gemacht. Aber kennen wir jetzt Istanbul? Nur ein längerer oder mehrmaliger Aufenthalt mit viel Pflastertreten in den verschiedenen Stadtteilen, im Schlendern über Märkte und durch Basare könnte diese Lücken füllen. Ganze Stadtviertel wurden saniert und der Moderne angepasst. Nicht immer wurde dabei mit dem gebotenen Fingerspitzengefühl für geschichtsträchtige Bauwerke umgegangen. Und immer noch ist innertürkische Zuzug ungebrochen. Die Stadt dehnt sich mit ihren vielen Trabantenstädten wie eine Krake aus. Keiner weiß genau, wieviel Einwohner Istanbul eigentlich hat. Wie auch einst rom wurde Istanbul auf sieben Hügeln erbaut, was die Wirkung der der historischen Altstadt noch verstärkt. Wie facettenreich Istanbul ist, konnten wir deutlich auf unserer Fahrt zu den Prinzeninseln spüren. Nicht zu vergessen ist die Farbe Purpur des Judasbaums, der durch seine Farbtupfer das Häusermeer überall auflockerte. Ich denke, ich kann mit Fug und recht sagen, dass Istanbul zu jeder Zeit eine Reise wert ist, aber das Frühjahr besonders zu empfehlen ist.

Da es wunderbare Beschreibungen der Hauptsehenswürdigkeiten, die wir besuchten, in den Reiseführern gibt, will ich es mir sparen, sie näher zu beschreiben.

 

Gudrun Wiesmann

Vorstandsmitglied