2012 - BERICHTE zu Mehrtagesfahrten



2012 - WIEN - wie es singt und lacht… war eine Reise wert...

Schloss Schönbrunn - bei Kaiserwetter -Klick zur Bildergalerie...

In der Zeit vom 18. – 22. 04. 2012 bei einer wieder einmal durch und durch hervorragend geplanten und organisierten Reise konnten 54 Gäste der Europa-Union Karlsruhe ein WIEN bei schönstem Wetter erleben.

Bei Regen startete die Fahrt, Frau Lorek wies uns sehr umfassend auf all das hin, was Wien an „Kultur, Kunst und Köstlichkeiten“ so alles zu bieten hat – und es kamen in Anbetracht des reichen Angebots Zweifel auf, ob sich wenigstens einiges davon - auch würde bei solchem Wetter umsetzen lassen können.

 

Es öffneten sich auf der langen Fahrt doch schließlich die dunklen Wolken und in Österreich am Mondsee hatten wir zur Mittagszeit bereits „Urlaubswetter“. Dies sollte über 5 Tage so bleiben und so wurde das von Herrn Lorek abwechslungsreich zusammengestellte Programm denn auch zum Vergnügen.

 

Nach Ankunft am Abend spazierten meine Freunde Susanne Praunegger und Rudi Bocanek (beide aus Wien) mit uns durch die Wiener Innenstadt, führten uns in das Caféhaus Wortner, das eigentlich eher von Wienern selbst besucht wird – kein Touristencafé ist.

 

Bei einer Führung am nächsten Tag durch UNO-City zu erfahren, welche - oft komplizierten - Zusammenhänge diese Institution reibungslos funktionieren lassen, hatte sicher nicht nur für mich außerordentlich viel Informatives.

Für die anschließende Stadtrundfahrt und Stadtführung hatten wir hervorragend geschulte Führerinnen, die durch keine Frage in Verlegenheit zu bringen waren.

 

Der Tag endete mit gemütlichem Beisammensein im „12 Apostel-Keller“, dessen Besitzer uns erst beim Heimgang darüber aufklärte, dass das Gebäude (14. Jahrhundert) einen weiteren Keller beherberge, der sogar aus dem 11. Jahrhundert stamme. Beim nächsten Wienbesuch werden wir uns diesen Keller sicher zeigen lassen.

 

Die Alte Hofburg wurde uns am nächsten Tag durch unsere Führerinnen des Vortags nahegebracht. Jetzt wissen wir alles über die österreichische Monarchie, über Maria Theresia, Franz Josef und vor allem über „Sissy“.

Der freie Nachmittag danach tat uns Allen gut, denn am Abend erwarteten uns schon wieder Susanne und Rudi zum Heurigen-Besuch bei Familie Reinprecht in Grinzing. Ein für Alle schöner Abend bei gutem Essen und Heurigem – wie ich glaube.

 

Schloss Schönbrunn durchwanderten wir am Samstagvormittag mit Audio-Guide und genossen danach die Atmosphäre im angegliederten Café.

Den Nachmittag und Abend verbrachte jeder nach eigenem Gusto und war sich schon wieder der sonntäglichen Rückfahrt bewusst.

 

Die Tage waren so schnell vergangen – ein wenig Wehmut lag beim Sonntagsfrühstück in der Luft. Viele neue, herzliche Kontakte habe ich schließen können - gerade hatte man sich kennen gelernt - musste man sich schon wieder verabschieden... irgendwie schade....

 

Im Namen Aller aber kann ich wohl resümieren:

Ein großes Lob an unsere Reiseleitung – nur durch sie war Wien eine Reise wert!

 

V.i.S.d.R.

Johanna Kirsch

Internetbeauftragte

 



2012 - 5 Tage Brüssel

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Pünktlich um sieben Uhr morgens am Mittwoch startete die diesjährige Jahresfahrt des Kreisverbandes Karlsruhe Stadt und Land e.V.  nach Brüssel.
 
Bereits auf der Hinfahrt informierte Kreisvorsitzender und Reiseleiter Hartmut Lorek die Mitreisenden über die wechselvolle Geschichte und die gegenwärtigen Probleme Belgiens.
 
Anders als in der Schweiz sind hier die drei Sprachen- Französisch, Flämisch und Deutsch- eher der Ausdruck von schwelenden Konflikten als von einer geeinten Vielfalt. Von Cäsar wurden die Belgier bereits als tapferes Volk bezeichnet, so bleibt nur zu hoffen, dass sie sich endlich wieder unter einer Regierung zusammenfinden.
 
Danach verstand es Dr. Beate Lorek mit den Beschreibungen der Spezialitäten uns den Mund wässrig zu machen. Unter anderem hörten wir, dass die Erfindung der Praline ein Verdienst der Belgier ist. Wie so vieles ist sie dem Zufall und einem Herrn Neuhaus, dem Betreiber eines pharmazeutischen Süßwarenhandels, zu verdanken ist. Dieses Geschäft existiert bis heute.
 
Erste Orientierung in der zweisprachigen Millionenstadt gab uns der von Frau Lorek gestaltete Abendspaziergang. Vom Manneken Pis  über den Grand Place/Grote Markt zum Théatre de La Monnaie - Ausgangspunkt der Revolution 1830 - und zum Platz der Märtyrer.
 
Eine Stadtrundfahrt  mit Jos Keunen, unserem belgischen „Guide“ führte - gewürzt mit Hinweisen auf den schwierigen belgischen Charakter - vom Marollenviertel aus an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei bis zum Atomium.
 
Auch die Politik kam nicht zu kurz: So hatten wir eine Diskussion mit dem Europa-Abgeordneten Daniel Caspary im Gebäude des Europäischen Parlaments. Danach im Plenarsaal konnten wir die Redebeiträge von EU-Ratspräsident Orban, dem EU-Kommissionschef Barroso und Van Rompuy zum Beitritt weiterer Balkanländer  mitverfolgen.
 
Sehr interessant war auch unser Besuch beim Ministerrat der Europäischen Union. Die Entscheidungen, die in diesem Gremium getroffen werden, werden langfristig und sorgfältig vorbereitet und nach einem ausgeklügelten System abgestimmt. Da das Initiativrecht zur „Gesetzesvorlage“ nur die Kommission hat, ist der Fachmann/frau bei allen Sitzungen anwesend. Schade ist, dass diese Arbeit auf diesen Ebenen kaum in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.
 
Erholsam war der abendliche Besuch in den Königlichen Gärten von Schloss Laeken. Das Besondere waren nicht wenig bekannte Pflanzen aus aller Herren Länder, sondern die Vielfalt an Farben und Wuchsformen der Geranien und Fuchsien.
 
Am Samstag stand das mittelalterliche Städtchen Leuven, berühmt wegen seines gotischen Rathauses und seiner spätgotischen St. Pieterskerk, auf dem Programm.  In dieser beschaulichen Atmosphäre der katholischen uralten Universität wurde der Sprachenkonflikt so gelöst, dass die Professoren ihre Vorlesungen auf Englisch halten.
 
Danach ging es weiter nach Waterloo. In diesem wenig spektakulären Ort wurde 1815 die europäische Geschichte entschieden. Eine detaillierte Schlachtenbeschreibung im Wellington-Museum und mit Geräuschen untermalt im Panorama beim Löwenberg ließ etwas von dem Schrecken dieser Schlacht zwischen den Heeren Wellingtons/Blüchers und Napoleons erahnen. Nicht einmal Wellington, der Sieger, konnte sich freuen, weil in dieser Schlacht viele seiner Freunde starben.
Um ein wenig die Persönlichkeit Napoleons zu erfassen, besuchten wir auch sein letztes Quartier in einem nahegelegenen Bauernhaus.
 
Eine Frage war an unserem letzten Tag nicht erlaubt. „Warum macht Magritte das so und nicht anders“. Das „enfant terrible“ der belgischen Kunstszene, der Surrealist Magritte wurde für sein Werk mit eigenen Ausstellungsräumen im Bereich der königlichen Museen geehrt.  
Auf jeden Fall war diese Führung durch die Magritte-Ausstellung ein gelungener Abschluss.

Brüssel war auf jeden Fall diese Reise wert, in der Kombination von Kultur und Politik hat jeder Reiseteilnehmer für sich irgendwas mitnehmen können.
 
Anna Maria Welsch (V.i.S.d.P.)


Gemeinsamer BUNDESAUSSCHUSS EUROPA-UNION DEUTSCHLAND und JEF tagen in BERLIN am 24.März 2012

Geplante Verfahren und Schritte zum neuen Grundsatzprogramm der Europa-Union Deutschland, organisatorische Festlegungen für den nächsten Bundeskongress in Düsseldorf sowie die Einführung eines neuen Mitgliederverwaltungssystems für den Gesamtverband standen im Mittelpunkt der Plenarsitzung des Bundesausschusses in Berlin.

Natürlich gehörte auch der Arbeitsplan von Präsident Rainer Wieland, seinem Präsidium, seinem Generalsekretär und der Bundesgeschäftsstelle zu den Elementen der insgesamt sehr zügig abgewickelten Sitzung. Wichtig, dass der Entwurf des neuen Grundsatzprogramms, wie beim Bundeskongress im letzten Jahr in Berlin beschlossen, die Grundlage für alle zukünfigen Änderungsanträge sein wird. Es wurde einstimmig beschlossen, Anträge hierzu bis zum 03.August 2012 (im Generalsekretariat eingehend) zu akzeptieren. Für ausgiebige Diskussionsrunden wird auf 2 Regionalkonferenzen am 16. Juni 2012 in Koblenz und Hannover Gelegenheit gegeben. Hierzu müssen Änträge bis zum 04. Juni 2012 bei der Bundesgeschäftstelle vorliegen. Antragsberechtigt sind alle Organe des Bundesverbandes und seiner nachgeordneten Organsísationsbereiche. Alle Mitglieder des Kreisverbandes Karlsruhe Stadt und Land sind herzlich eingeladen, mir Ihre Änderungswünsche und -vorschläge so zu übermitteln, dass sie termingerecht vorgelegt werden können. Änderungsanträge zum Programmentwurf sind schriftlich zu stellen mit Bezug auf das mit Zeilennummern versehene Dokument, das uns vorliegt und abrufbar ist unter

http://www.europa-union.de/ueber-uns/grundsatzprogrammdebatte

 

Wenn ich mir auch mit meinen Wünschen zu größerer Transparenz bei Entscheidungen des Präsidiums nur begrenzt Gehör verschaffen konnte, muss ich feststellen, dass - im Gegensatz zu vorhergehenden Sitzungen des Bundesausschuses - diesmal ausreichend Zeit für die teils lebhaften Diskussionen zur Verfügung stand.  

 

Hartmut Lorek

Kreisvorsitzender



Ungarn muss Teil der Europäischen Wertegemeinschaft bleiben.

Demontage der Demokratie in Ungarn- eine europäische Herausforderung.

Europa hat nicht nur ein Problem mit dem Euro, es muss auch lernen, wie es damit umgeht, wenn innerhalb der EU die Grundlagen der europäischen Werte von Demokratie und Freiheit verletzt werden. Seit in Ugarn Viktor Orbans "Fidessz" im April 2010 nach der Selbstdemontage der Sozialisten die Parlamentswahl mit einer Zweidrittelmehrheit gewann und die Regierungsgeschäfte übernahm, ist ein beispielloser Umbau von Staat und Gesellschaft im Gange. Orban spricht selbst von einer "Revolution an den Wahlurnen" , eine "Wiedergenurt der ungarischen Nation " steht auf dem Programm. Das Haushaltsrecht des Parlamentes wurde eingeschränkt, de öffentlich-rechtlichen Medien wurden gleichgeschaltet, private Medien unter Kuratel einer Medienbehörde gestellt, die unliebsame Strafen verhängen kann. Angst und Selbstzenzur bestimmen die Atmosphäre unter den Journalisten. Unzuläsige Einflussnahme auf die Justiz, die Unabhängigkeit der Zentralbank beschnitten, Streikrecht eingeschränkt, die Liste lder Verstöße ließe sich beliebig fortsetzen.

 

Anlass genug für die Europa-Union, um (meiner Kenntnis nach) erstmals in seiner jüngeren Geschichte in dieser Form mit den Delegierten der Landesverbände als Bundesausschuss gegen diese Verletzung elementarer Demokratieelemente des europäischen Wertesystems zu demonstrieren. Vom Tagungsort in der Landesvertretung Rheinland Pfalz in Berlin-Mitte aus ging es durch das Brandenburger Tor bis zur Botschaft Ungarns auf der Straße "Unter den Linden". Begleitet von einem starken Polizeiaufgebot zu Fuß, mit Motorrädern und Fahrzeugen, unterstützt von einer laustarken Trommlergruppe erregte unsere Demonstration  im großen Besucherverkehr am Samstag beachtliches Aufsehen. Vor der Botschaft gab unser Präsident Rainer Wieland eine vorbereitete Erklärung ab, mit der er die Demokratiedefizite Ungarns beim Namen nannte. Auch hier große Aufmerksamkeit, zumal die Straße Unter den Linden halbseitig für den Verkehr gesperrt werden musste. Gerade die JEF unterstrich  mit professionell gefertigten Transparenten, Schildern und Flyern, schnell eingeübten Parolen wie "1,2,3 und 4. Ungarn wir sind hier"oder "Europe and Democracy, stay mit us in Hungary" und andere. Natürlich war die Botschaft hermetisch abgeriegelt,  ein Vertreter des Botschafters ließ sich trotz Ankündigung nicht zur Entgegennahme unserer Erklärung sehen. Für viele langjährige Repräsentanten der Europa-Union eine ganz neue Erfahrung, zum Teil erinnernd an Engagements für Europa in den 50er Jahren, für die aktive JEF eine Demonstration ihrer vielseitigen Kompetenzen für alle Wege moderner politischer Meinungsäußerung. Ich gestehe offen, für uns ( Frau Wiesmann, meine Stellvertreterin und mich, eine ganz neue Erfahrung und Ausdrucksform unseres Engagements für Europa.

 

Hartmut Lorek

Kreisvorsitzender



Aufruf des Generalsekretärs der Europa-Union Deutschland, Christian Moos, Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder der Europa-Union,

seit bald zwei Jahren verändert die ungarische Regierung ihr Land in einer Weise, die zu großer Sorge Anlass gibt. Gestützt auf ihre Zweidrittelmehrheit im Parlament arbeitet sie im Eiltempo Gesetze aus, die gegen die Grundlagen von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit verstoßen. Wir sehen Europas Werte in Gefahr. Deshalb wollen wir  dem Botschafter Ungarns am 24. März ein gemeinsames "Memorandum der Europa-Union Deutschland", der "Jungen Europäischen Föderalisten" und von "Mehr Demokratie" überreichen. Wir appellieren an Ungarn, Mitglied der europäischen Wertegemeinschaft zu bleiben. Unsere Demonstration richtet sich nicht gegen Ungarn. Vielmehr demonstrieren wir für ein
demokratisches und europäisches Ungarn.

DIE DEMONSTRATION BEGINNT AM 24. MäRZ UM 11.00 UHR

IN BERLIN, IN DEN MINISTERGäRTEN 6

UND FüHRT ZUR BOTSCHAFT UNGARNS, UNTER DEN LINDEN 76.

Wir appellieren an die ungarische Regierung, der Versuchung zu widerstehen, mit ihrer Zweidrittelmehrheit im Parlament eine Umgestaltung des Landes vorzunehmen, die der dauerhaften Machtsicherung einer Partei dient. Denn Demokratie ist Herrschaft auf
Zeit.

Wir erwarten, dass die Regierung in Budapest sich nicht nur in Reden zu den europäischen Werten bekennt, sondern sie auch zur Maxime ihres Handels macht.

Wir fordern von der ungarischen Regierung die volle Anerkennung, die effektive Beachtung und den wirksamen Schutz

    ·        von Minderheitenrechten,
    ·        von oppositionellen Kontrollrechten,
    ·        der Unabhängigkeit der Justiz,
    ·        der Glaubens- und Meinungsfreiheit,
    ·        der Pressefreiheit,
    ·        der Versammlungsfreiheit,
    ·        der Koalitionsfreiheit und
    ·        des rechtsstaatlichen Grundsatzes nulla poena sine lege,
              keine Strafe ohne Gesetz bzw. des Rückwirkungsverbots im Strafrecht.

Ungarn muss Teil der europäischen Wertegemeinschaft bleiben!

Unterstützen Sie den Aufruf und demonstrieren Sie mit uns am 24. März in Berlin für Rechtstaatlichkeit und Demokratie in Europa.

Mit europäischen Grüßen

Christian Moos
Generalsekretär

    Europa-Union Deutschland
    Sophienstr. 28/29
    D - 10178 Berlin
    Tel. +49 - (0)30 - 3036201-32
    Fax +49 - (0)30 - 3036201-39
    christian.moos@europa-union.de [1]

 

Unser Vorsitzender, Hartmut Lorek und seine Stellvertreterin Gudrun Wiesmann sind zu dieser Zeit zur Bundesausschuss-Sitzung in Berlin und werden an der Demonstration teilnehmen.
 

Neujahrsempfang in der Landeshauptstadt am 28. 01. 2012

EU-Kommissar Günther H. Oettinger

So illuster wie der festliche Rahmen im Neuen Schloss in Stuttgart waren auch die Einladenden zum Neujahrsempfang: Peter Friedrich von der Landesregierung, als Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten; Rainer Wieland, Vizepräsident des Europäischen Parlamentes, Präsident und Landesvorsitzender der Europa-Union Deutschland und Prof. Dr. Christian O. Steger als Präsident des Landeskomitees der Europäischen Bewegung. Der Kreisverband Karlsruhe unter Leitung des Vorsitzenden Hartmut Lorek reiste mit einer Delegation von sieben Teilnehmer/innen zum Empfang nach Stuttgart.
Minister Friedrich begrüßte als Gastgeber im Namen der Landesregierung. Seine Rede beleuchtete entsprechend die Perspektive Baden-Württembergs in Bezug auf Europa und die Sicherung des Euros.
Der Landesvorsitzende der Europa Union Rainer Wieland hob in seinen Grußworten die gute Zusammenarbeit der neuen Landesregierung mit der Europa Union hervor. Seine Perspektive lag auf der Entwicklung des Vereins: Seit zwei Jahren werden die Veranstaltungen der Europa Union immer besser besucht und die Mitgliederzahl steigt stetig. Es wird eine Plattform geschaffen für überparteiliche Vorträge und Informationen. Dies wirkt bei auch bei Gesprächen mit den Menschen über eine politische Zugehörigkeit hinaus für ein Verständnis der Europäischen Union. Es geht nicht immer nur um Parteipolitik, stellte Wieland heraus. Die Frage, wo die neue Vision Europa sei, könne er einfach beantworten, weil es sie nicht gibt, da wir die alten Visionen abarbeiten müssen.
Eu-Kommissar für Energie und Ministerpräsident a.D. Günther H. Oettinger hielt den Festvortrag: „Wirtschaft – Währung – Energie: Herausforderung für Europa und Deutschland“. Sein Exkurs zunächst in die Geschichte verdeutlichte, dass wir unsere Zukunft nur aus einem vereinten Europa schöpfen werden. Nicht mehr die Grenzen zwischen den Staaten sind von Bedeutung, sondern die Regionen. Es liegt im wirtschaftlichen Interesse Baden-Württembergs sich in Europa einzubringen und er hob die drei Wirtschaftsstandorte im Land hervor: Stuttgart, Mannheim und Karlsruhe. Aus Sicht der Weltbevölkerung ist der Anteil Deutschlands marginal. Nur wenn wir uns gemeinsam als Europa präsentieren, werden wir in der Welt wahrgenommen. Es nützt uns auf unserem Kontinent keine Vielstimmigkeit – eine Stimme ist von Bedeutung. Als Beispiel führte EU-Kommissar Oettinger die solidarischen Aufbaumöglichkeiten Europas zum Thema Energie in den Magrebstaaten an: 60 % der Menschen in Afrika haben keine Möglichkeit an Strom zu kommen. Das ist eine Zukunftsaufgabe für Europa. Mit Europäischen Ideen in Pan-Europäischen Dimensionen agieren, forderte Oettinger.

Für den Bericht verantwortlich:
Ulrike-Ebba Gräfin von Sparr


Vortrag im Rahmen der ZAK – Jean Monnet Keynote Lecture zur Lage Europas

Prof. Dr. Klaus Hänsch

 

Fortgesetzt wurde die Kooperation mit der Universität Karlsruhe am 8. Dezember 2011 mit dem Vortrag von Prof. Dr. Klaus Hänsch im Rahmen der ZAK – Jean Monnet Keynote Lecture zur Lage Europas. Ein vielversprechender Auftakt, wenn auch das Eintreffen unserer eigenen Teilnehmer anfänglich (durch Parkplatzsuche und Fragen nach dem Hörsaal) noch von einer gewissen Schwellenangst bestimmt war. Nach kürzester Zeit fühlten sie sich aber im beeindruckenden NTI Hörsaal sehr wohl
 
Häntsch war Europaabgeordneter seit der ersten Wahl des Europäischen Parlaments (1979).Seine Arbeitsfelder waren die Außen- und Sicherheitspolitik und die institutionelle Weiterentwicklung der Europäischen Gemeinschaft.
 
Im Juli 1994 wurde Klaus Hänsch zum Präsidenten des Europäischen Parlaments gewählt. Als er – wie üblich – nach zweieinhalb Jahren (Anfang 1997) das Amt wieder abgab, hatte er eine glänzende Bilanz vorzuweisen. Erwähnenswert auch seine Berufung (2002) in das „Präsidium des „Konvents zur Zukunft Europas“ . Am Text des Entwurfs der Verfassung der Europäischen Union hat er als einziger Deutscher mitgearbeitet. Sein Petitum beim Vortrag an die Europapolitiker und Regierungen: „Wenn es keine Lösung für die Finanz-probleme mit 27 Staaten gibt, sollte man den Mut haben, eine Lösung mit den 17 Ländern der Eurozone anzustreben“. Fast 100 Zuhörer waren fasziniert von den wagemutigen Thesen eines großen Europäers.
 
V.i.S.d.P.
Hartmut Lorek

Europäischer Abend „Orpheus Britannicus“ – Musik aus drei Jahrhunderten… wahrlich ein ganz besonderer Genuss.

 

Von der Europa-Union, zusammen mit dem Deutsch-Englischen Freundeskreis und der ARGE der Kulturvereine, wurde am 04. 11. 2011 eingeladen zu drei Jahrhunderten englischer Musikgeschichte.
 
Henry Purcell, als bester englischer Komponist seiner Zeit, bekam den Ehrentitel „Orpheus britannicus“: Er war es auch, der England 1689 die Uraufführung seiner Oper „Dido and Aeneas“ bescherte und seither als "Erfinder der englischen Oper" gilt.
 
Von ihm, William Byrd, John Dowland, John Bennet, Francis Pilkington, John Farmer und nicht zuletzt von Georg Friedrich Händel (doch! - er erwarb die britische Staatsbürgerschaft!) hörten wir Kompositionen aus einer längst vergangenen Zeit – aus drei Jahrhunderten – beginnend im 16. Jahrhundert.
 
Flöten, Cembalo, Violine und Gitarre – mehr Instrumente brauchte es an diesem Abend nicht. Virtuose Spielerinnen und Spieler, ein Vokalensemble (Sopran, Alt, Bass und Tenor) ließen ihren Talenten freien Lauf und bereiteten den Gästen des Abends einen wahren Ohrenschmaus.
 
Die Gäste wurden aber auch hervorragend „geführt“. Moderator Daniel Frosch vom Institut LernRadio verstand es, leicht und locker und doch informativ durchs Programm zu leiten, brachte sowohl Musik und Gesang des 16. Jahrhunderts als auch die Entwicklung dieser Musik bis in die Zeit des 18. Jahrhunderts immer wieder auf den Punkt des Verständnisses.
 
Englische Texte in kleine Geschichten oder Anekdoten zu verpacken und damit das Interesse wieder ganz besonders auf kommende Musik- oder Gesangsstücke zu lenken, ist eben auch eine Kunst.
 
Hatte der Minnegesang auch einige Jahrhunderte zuvor seine „Hochzeit“, so fühlte man sich wahrlich manchmal in diese Zeit versetzt oder sah sich „bei Hofe“.
 
Ein „volles Haus“, begeisterte Gäste, mehr als zufriedene Veranstalter - und Musiker und Sänger, denen begeisterter anhaltender Applaus Lob, Lohn und Ansporn für ihr "weiteres Streben" sein möge. Niemand konnte sich mehr wünschen.
 
Einhellig lobten denn auch der Vorsitzenden der Europa-Union, Herr Lorek und Herr Schweizer, Vorsitzender des Deutsch-Englischen Freundeskreises, einen äußerst gelungenen Europäischen Abend.
 
Zu Recht richteten sie ein großes Dankeschön für die musikalische Gesamtleitung an den Dozenten der Musikhochschule, Herrn Nyquist, den Moderator, Herrn Daniel Frosch und selbstverständlich und - vor allem - an alle an der Vorbereitung Beteiligten und die an diesem Abend Mitwirkenden der Musikhochschule.
 
Auf mich persönlich wirkte der zweite Teil der Veranstaltung sehr viel berührender, als der erste – traf er doch mehr mein Inneres.
 
Kann sein - ich vermochte den ein oder anderen Beitrag nicht gebührend zu würdigen - das mag an meinem nicht so „ausgefeilten“ Musikverständnis liegen, welches eher über das Gefühl gesteuert wird.
Musikfachleute mögen mir das bitte in meinem Bericht nachsehen.

 

Johanna Kirsch 
 (V.i.S.d.R.)


„Das Wandern ist der Europäer Lust“…. könnte man in Abwandlung des Liedes sagen... Jedenfalls war das auf dem Dobel am 22. 10. 2011 unübersehbar…so!

Über 70 Mitglieder und Freunde der Europa-Union hatten sich an einem strahlenden Samstag-Morgen zum/nach Dobel aufgemacht, um dort den von der Gemeinde vor einigen Jahren angelegten Europa-Wanderweg zu erkunden.
 
Ein gut gelaunter Bürgermeister, empfing uns mit besonderer Herzlichkeit und einem hervorragenden Dudelsackmusiker. Bürgermeister Wolfgang Krieg versprach seinen Gästen vor Antritt der Wanderung eine Stärkung mit Heidelbeersekt und Butterbrezeln.
 
MdL Dr. Gisela Splett, die Karlsruher Staatssekretärin im Verkehrsministerium von Baden-Württemberg, die sich als Schirmherrin für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt hatte, stellte in Ihrem Grußwort die besondere Verantwortung Ihres Hauses für die Entwicklung des Nordschwarzwaldes heraus und bekannte sich als Verehrerin der herrlichen Natur des Höhenkurortes Dobel. Leider konnte sie wegen eines wichtigen Termins an der eigentlichen Wanderung nicht mehr teilnehmen.
 
Unser Vorsitzender, Hartmut  Lorek, bedankte sich bei seiner Begrüßung dennoch sehr für ihr Kommen. Sie wünschte in einem Grußwort allen Teilnehmern Freude am Wandern und guten Appetit beim anschließenden Buffet. Als Gewinn für die nachmittägliche Verlosung stellte sie unserem Vorsitzenden ein Buchgeschenk zur Verfügung.
 
17 Bänke – liebevoll durch die Gemeinde Dobel in den Farben ihrer Länderflaggen gestrichen und aufgestellt – machen den Europa-Wanderweg abwechslungsreich. Die 6 Kilometer sind auch für „weniger fitte Europäer“ auf fast ebener Strecke gut erwanderbar.
 
Ein Quizbogen mit drei Fragen zu Europa brachte ein wenig Spannung in den Ablauf. Erst nach Erwanderung des Weges, wurde er abgestempelt – nur so konnten Preise bei der Verlosung gewonnen werden.
 
Das reichliche Mittags-Buffet hatte fand großen Zuspruch.
Die gestärkten Wanderer warteten aber dann auch gespannt auf die angekündigte Verlosung.
10 kostenlose Straßburgfahrten (Preise der Europa-Union), 10 „Bücher vom Dobel“ hatte Bürgermeister Wolfgang Krieg  spendiert. 10 gespendete Trinkflaschen von MdEP Daniel Caspary, einige Europa-Frisbees und Bumerangs suchten neue Besitzer – nicht zu vergessen ein Buch ,gestiftet von Staatssekretärin Dr. Gisela Splett'.
Am Ende blieben nur wenige Quizbogen in unserer „Lostrommel“ zurück.
 
Als positives Zeichen werten wir, dass unsere Gäste sich im nächsten Jahr unbedingt eine Wiederholung wünschen. Natürlich hat der Wettergott erheblich zu diesem Wunsch beigetragen.
 
Ganz besonders herzlicher Dank geht an Dobels Bürgermeister Wolfgang Krieg für seine Unterstützung– sogar nette Hilfskräfte hatte er uns zur Seite gestellt, die ihren Samstag "opferten".
 
Nicht zuletzt – das muss auch sein! – gehen Dank und Lob natürlich an unseren Vorsitzenden und unser Vorstandsmitglied, Norbert Möllers für diese mehr als gelungene Veranstaltung.

 

Viele Vorgespräche „führten“ sie beide immer wieder „zum Dobel“, um die Möglichkeiten ihrer Ideen zu planen und auszuloten – „besser ging nicht“!
 
(V.i.S.d.R.)
Johanna Kirsch


Der Blick auf die Thora - Besuch der Synagoge an der Knielinger Allee in Karlsruhe

Herr Seldner

Die Synagoge in Karlsruhe liegt einerseits versteckt im Hardtwald und ist anderseits leicht zu finden, denn die Straßenbahn 3 hat an der Erzbergerstraße eine Haltestelle ‚Synagoge’. Herr Seldner, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, begrüßte die kleine Gruppe um unseren EU-Vorsitzenden Lorek und das Vorstandsmitglied Frau Kirsch. Geplant war die Veranstaltung für gut eine Stunde – es wurden zwei – so interessiert waren die Fragen an Herrn Seldner, der sich gern auf diese interaktive Form einließ und sein vorbereitetes Manuskript als roten Faden heranzog. Die Gruppe nahm in der Synagoge Platz.
 
Vor allem ging es um die Grundlagen jüdischen Gemeindelebens und des Glaubens, der in der Karlsruher Synagoge präsentieren wird. Es ist eine liberale Gemeinde, daneben gibt es noch die orthodoxe Richtung. Geistige Heimat der Juden sind die fünf Bücher Moses – nichts weiter. Es war verboten die Thora nieder zu schreiben, sie wurde mündlich überliefert.
 
Als mit der Zerschlagung des Tempels die Diaspora der Juden begann, wurde die Thora gegen das Gesetz aufgeschrieben. Die älteste bekannte Thorarolle ist etwa 1000 Jahre alt und wurde in der Progromnacht in Karlsruhe gerettet und überstand im Versteck in Ettlingen das Naziregime. Die Thora ist am wichtigsten, von Bedeutung ist ebenso der Talmud, eine Lernmethode, über den diskutiert werden muss, dazu wird ausdrücklich aufgefordert. Der Spruch: Zwei Juden = drei Meinungen, hat durchaus seinen Sinn. Gott ist bei den Juden männlich und weiblich, Gott wird in beiden Formen angesprochen.
 
Karlsruhe ist gerade groß genug für eine jüdische Gemeinde mit etwa 900 Mitgliedern. Juden haben in Deutschland gewisse Rechte: Unter anderem bekommen sie Kirchensteuer und weitere Zuschüsse. Zudem übernehmen sie soziale Aufgaben, denn 85% der Juden in dieser Gemeinde kommen aus der ehemaligen Sowjetunion. Das Judentum ist keine missionierende Religion, man ist Jude durch die Geburt von einer jüdischen Mutter, trotzdem kann man konvertieren. Man muss sein Judentum koscher annehmen – aus vollstem Herzen. Dazu kommt die Einhaltung des Sabbat und des koscheren Essens.
 
Die Aufgabe der Gemeinde: Durchführung des Gottesdienstes, religiöse Handlungen wie Hochzeit, Beschneidung, Beerdigungen sowie der religiöse Unterricht der Kinder. Rabbiner heißt übersetzt „mein Gelehrter“. Der Sabbat ist ein Geschenk, man hat einen Tag frei für sich, die Synagoge, für die Familie. Die Feiertage haben einen historischen Hintergrund: Pessar ist der Auszug aus Ägypten und der Beginn des Judentums.
 
Wohin der Blick in der Synagoge in auch fällt, man entdeckt einen Davidstern. Die Architektur selbst wurde vor 40 Jahren so gewählt – selbst die Lampe über dem Sockel, auf dem die Gebetbücher liegen, hat die Form des Davidsterns.
 
Am Kopfende des Raums ist hinter einem Vorhang der Schrank mit den Thorarollen verborgen. Die acht Thorarollen, die sich vor den Besuchern präsentieren, sind sehr eindrucksvoll. Sechs Rollen sind Schmuck und zwei sind koscher. Diese dürfen nicht mit den Fingern berührt werden, deshalb hängt ein silberner „Finger“ an Ihnen. Sie tragen eine Hülle zum Herausnehmen.
 
(V.i.S.d.R.)
Ulrike-Ebba Gräfin von Sparr


EU-HANDELSPOLIKTIK GEFAHR FÜR AFRIKA?

Als Koalitionspartner der Europa-Union richtete am 29. September 2011 Europe Direct Karlsruhe im Regierungspräsidium die Informations- und Diskussionsveranstaltung „EU-Ausshandelspolitik – Motor oder Bremse für die globale Entwicklung?“ aus.
 
Der Referent des Abends, Dr. Dirk Solte (Stellvert. d. Vorst. am Forschungsinstituts f. anwendungsorientierte Wissensverarbeitung – FAW/ Ulm – u. Privatdozent) sprach zur Einführung der weiteren Diskussion über „Europas Rolle in der Globalisierung“. Einen Schwerpunkt lieferte die Ökonomie des Hungers. Der komplexe Wortbeitrag gab Einblicke in ein Denkmodell, das vor allem den Fokus auf die armen Länder richtete. Eine Solte-These lautete, dass das Hungerproblem als Lösung die Partizipation an Wertschöpfung benötige. Die Solte-Position zielte auf Veränderung, denn ein Weiter wie bisher sah er als unmöglich an. Wir wirtschaften momentan als hätten wir die Welt eineinhalbmal zur Verfügung – das sei gewiss keine Zukunftsperspektive.
 
Daniel Caspary als MdEP und Sprecher des Außenhandelsausschusses seiner EVP-Fraktion argumentierte ganz und gar als Politiker. Wenn die Europäer sich im Außenhandel ökologisch verhielten, so seine Auffassung, würde dies zu nichts führen, da die USA dem nicht folgen würden und damit einen Außenhandelsvorteil hätten.
 
Roland Süß als Attac-Mitglied und dort in der AG Welthandel kam nach den profunden Beiträgen von Dr. Solte mit seiner Argumentation nicht mehr so wirklich zum Zuge. Letztendlich sollte das Solte-Wort „Das Richtige zu etwas Machbaren machen“ die einende Perspektive sein.
 
Die angeregte und auch kontroverse Diskussion wurde vom EU-Vorstandsmitglied Uwe Hempelmann mit zielführenden Fragen geleitet. Das Publikum, das leider nicht so zahlreich erschien, wie es des Themas eigentlich bedurft hätte, beteiligte sich anschließen ebenso rege mit Wortbeiträgen. Zum Abschluss der kleinen, aber feinen Veranstaltung waren die Gäste bei einem Stehempfang im Foyer weiter in angeregte Gespräche vertieft.
 
V.i.S.d.R.
Ulrike-Ebba Gräfin von Sparr


EINE von vielen, regelmäßigen Fahrten der Europa-Union nach Straßburg ins Europaparlament am 28. 09. 2011

Immer wieder gelingt es unserem Vorsitzenden, Herrn Lorek, Menschen während seiner Fahrten für Europa zu begeistern, wenn nicht gar am Ende zu gewinnen.
 
Engagierte Unterstützung erhält er durch unser Vorstandsmitglied, Europa-Referentin, Frau Wiesmann – nach dem Motto: geteilte Arbeit, ist halbe Arbeit.
 
Auf der Fahrt nach Straßburg informierte Frau Wiesmann sehr ausführlich über Sitz in Straßburg und Brüssel, Funktion und Bedeutung dieser europäischen Institution – die sie anhand von kleinen Beispielen sehr verständlich machen konnte.
 
Im Anschluss erwartete die Busgäste zunächst eine Stadtrundfahrt durch Straßburg mit anschließendem Stadtrundgang – wie immer professionell in Art und Weise und mit viel Wissen über aktuelle, geschichtliche und politische Hintergründe durchgeführt, informiert und kommentiert von Herrn Lorek, unserem Vorsitzenden.
Besonders "unterstützt" wurde der Rundgang durch wunderschönes warmes Spätsommerwetter - der Wettergott war uns wohlgesonnen.
 
Das anschließende Mittagessen à la Carte im „Stammlokal“ der Europa-Union war wieder vorzüglich, wurde zügig serviert – um gerade noch einen kleinen Rundgang machen zu können, ehe der Bus schon wieder für die Weiterfahrt zum Parlamentsbesuch wartete.
 
Im Gespräch mit dem Europa-Abgeordneten Caspary wurde in Anbetracht der momentanen Wirtschaftslage sehr lebhaft und kritisch gefragt und diskutiert – die 30 Minuten Tuchfühlung im Parlament selbst sind für alle immer wieder beeindruckend.
 
Wir hatten diesmal – außer sonstigen treuen Freunden und Mitgliedern der Europa-Union – die Ev. Kirchengemeinde Trinitatis Aue zu Gast.
 
Sehr angenehme, lebhafte Menschen, die am Ende des Tages durch ihren Pfarrer vermelden ließen, dass sie nicht nur durch Informationen , Führungen und Parlamentsbesuch „Alle“ ein wenig mehr Europäer geworden seien, sondern hätten sich auch angenehm und freundlich aufgenommen gefühlt.
 
Eine mehr als nur informative Straßburgfahrt werde dazu führen, weitere Fahrten mit der Europa-Union zu unternehmen.
 
 
Dies richtete er als ausdrückliches Lob an den Vorsitzenden.

V.i.S.d.R.
Johanna Kirsch


Hoffnung für Europa?

Wolf Schünemann M.A.

 

Die Schar der Interessierten lauschte, wie üblich im Hotel Eden, gespannt den Ausführungen von
 
Wolf Schünemann M.A. zum Thema „Europa nach Lissabon –
Perspektiven der europäischen Integration; Visionen, Ziele und Elemente eines zukünftigen Europas“
 
Der Referent – Jahrgang 1982 – studierte Politikwissenschaft und Philosophie mit Schwerpunkt Europa in Deutschland und Frankreich. Er ist am Institut für Sozialwissenschaft, Abt. Politikwissenschaft der Universität Koblenz-Landau, Campus Landau tätig.
 
In einer klar gegliederten Powerpoint-Präsentation stellte Herr Schünemann zuerst den konstitutionell-politischen Einigungsprozess, im Lissabon-Vertrag gipfelnd, dar. Es folgten die Ausführungen zur wirtschafts- und währungspolitischen Entwicklung nach einem Stufenmodell.
 
Deutlich zeigte er die Fehler und Fehlkonstruktionen auf, die bei der Gründung der Währungsunion gemacht wurden. Auch die Beschreibung der Rolle der EZB (Europäische Zentralbank) wurde kritisch beleuchtet.
 
Er konnte deutlich machen, wo bereits gegen Grundprinzipien der Verträge beim aktuellen Krisenmanagement zur Stabilisierung einzelner Staaten verstoßen wurde.
 
Der wohl für die Zuhörer interessanteste Teil des Vortrags war die Vorstellung von Wolf Schünemanns 10 Thesen zur Fortentwicklung der Europäischen Union. Die Thesen bildeten eine wunderbare Diskussionsgrundlage, die von den Teilnehmern lebhaft genutzt wurde.
 
Wie im Fluge war ein anregender politischer Vortrags- und Diskussionsabend zu Ende gegangen.
 
Da Herr Schünemann im Vorstand des Nachbarvereins der Europa Union in Rheinland-Pfalz ist, werden wir ihm als Referenten sicherlich noch öfter zuhören und mit ihm diskutieren können. 

(V.i.S.d.R.)
Gudrun Wiesmann


DREILÄNDER-FAHRT IM EURODISTRIKT PAMINA

Chocolatier Herzog, Bad Bergzabern

Erstmals waren die Süd-Pfalz (Palatinat = PA), die Region Mittlerer Oberrhein (MI) und Nord-Elsass (Nord Alsace = NA) Schauplatz einer Ganztagesfahrt unseres Kreisverbandes, abgekürzt PAMINA. Mit einer für einen Samstag ungewöhnlich frühen Startzeit von 08.00 Uhr versammelten sich 39 Mitglieder, Angehörige und Freunde der Europa-Union zur Rundfahrt durch den EURODISTRICT PAMINA. Das Gesamtgebiet dieser Region umfasst eine Fläche von 6000 qkm und zählt 1,6 Mill. Einwohner, darunter ca. 16 000 Grenzgänger. Am 10.Januar 1991 begann das Abenteuer der grenzüberschreitenden Einrichtung PAMINA mit der Einweihung der Räumlichkeiten in dem Gebäude, das seither der grenzüberschreitenden Sache gewidmet ist: das alte französische Zollhaus in Lauterbourg.
 
Erste Station war Bergzabern, wo wir im Café der Thermenanlage zunächst ausgiebig frühstückten. Danach holte uns die von unserem Reiseleiter und Vorstandsmitglied Norbert Möllers engagierte Gästeführerin Frau Renate Becker zu einem ausführlichen Stadtrundgang durch Bad Bergzabern ab, eine Stadt, deren Entwicklung sie mit großem Stolz und Herzblut vorstellte.
 
Dieser erste Besuchsabschnitt endete mit der Vorführung einer klassischen Pralinen-Herstellung im handwerklichen Meisterbetrieb "Herzog" in Bad Bergzabern. Natürlich gehörte auch eine kleine "Verkostung" dazu. Die Weiterfahrt über die ehemalige Grenze führte uns über Wissembourg, vorbei am elsässischen Ort Seebach mit seinen vielen Fachwerkhäusern durchs nördliche Elsass nach Soufflenheim.
 
Hier konnten wir nach einer angemessenen kulinarischen "Auszeit" einige vor Ort produzierende Töpfereien besuchen, die viefältige Töpferwaren mit traditionellen Motiven herstellen. Gekauft wurde allerdings nicht viel, soweit ich das feststellen konnte. Dadurch ging auch nichts zu Bruch. Nächste Etappe war Sessenheim, wo der Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe 1770 sein "Heideröslein" Friederike von Brion, die Tochter des dortigen Pfarrers, kennenlernte. Ein "Goethe Memorial", eine kleine Gedenkstätte in einer Scheune, ein privates Museum im Gasthaus "Au Boeuf"  erinnern an diese für Friederike sehr tragisch verlaufene Liebesgeschichte, die auch Goethe sehr mitgenommen hatte. Einige literarische Zeugnisse hat er dieser Beziehung gewidmet.  
 
Der kulinarische Ausklang im "Alten Zollhaus" in Neuburgweier war ein weiterer Höhepunkt. Bürgermeister Rihm von Au hatte sich extra Zeit genommen, um uns hier in Neuburgweiher am Rhein zu begrüßen. Mit Temperament und großer Sachkenntnis stellte er uns seine Gemeinde und die Probleme des Hochwasserschutzes vor, die ihn und seine Gemeinderäte ganz aktuell beschäftigen. Spekulationen um zusätzliche Staustufen sowie die Einrichtung eines zusätzlichen Polders stehen im Mittelpunkt der atuellen Diskussion und seiner persönlichen Anstrengungen.
 
Aus Sicht eines Vorsitzenden waren krönender Abschluss dieser Tagesfahrt natürlich die Beitritte von 3 neuen Mitgliedern zum Kreisverband. Nach Auslosung wurde Volker Eschenauer Mitglied Nr. 348, Gisela Topp Mitglied Nr. 349 und Iris-Gabriele de Bortoli Mitglied Nr. 350.
 
Glücksfee für die Auslosung (es gab eine gute Flasche aus einem italienischen Weingut) war Marie-Louise Weber, die unserem Kreisverband schon mehr als 44 Jahre angehört.                                                                                                           
 
Hartmut Lorek, Vorsitzender
(V.i.S.d.P.)


Ramstein Air Base mit NATO Kommando-Behörde – wir durften „nicht nur hinter die Kulissen schauen“…..

Nur mit einem Oberstleutnant der Luftwaffe als Vorsitzendem der Europa-Union konnte dies möglich werden:
 
Amerikas größter Luftwaffenstützpunkt – außerhalb der USA!
Ich bin nicht sicher, ob es viele Menschen wissen, dass er sich in Ramstein befindet. ICH wusste es nicht!
 
Liebenswert empfangen von Oberstleutnant Dillschneider, machte dieser uns vertraut mit Verhaltensmaßregeln und Sicherheitsvorschriften im Base-Bereich (Briefing NATO HQ).
 
Mit einem hervorragenden, lockeren Vortrag informierte er anschließend über Gründung, Struktur, Funktion der NATO-Luftstreitkräfte in Mitteleuropa und Wichtigkeit dieses Stützpunktes. Da Wissen von Einzelheiten immer auch zu mehr Verständnis verhilft, konnten Fragen jeglicher Art gestellt werden – wenn auch manche Antworten aus Sicherheitsgründen ausbleiben mussten. Man stellte fest:  wir hatten einige Insider unter unseren Gästen!
 
Bisher noch „im deutschsprachigen Bereich“ vermittelte die Einladung zum Mittagessen im IDF (International Dining Facility Buffet) geballte Internationalität.
In einer Momentaufnahme kam mir der „Turmbau zu Babel“ in den Sinn – wie würde sich das wohl anhören, wenn jeder in seiner Landessprache spräche und keiner den anderen verstünde??
 
Zwei leckere Menüs zur Auswahl – war das Essen von Suppe bis Nachtisch und Kaffee hervorragend.
 
Frisch gestärkt ging es mit dem Bus auf eine Besichtigungsrundfahrt mit Eva (?).
Ganz klar - "Briefing 86th Airlift Wing Ramstein" und der Hinweis auf besonders strenge Einhaltung im amerikanischen Bereich.

Eigentlich ging die Fahrt „durch eine Stadt“, die mit einem Straßennetz von über 45 Kilometern wohl wirklich alles hat.
Von den Wohnbereichen (je nach Dienstgrad komfortabler gestaffelt), Kinderkrippen, Betreuungsstätten der Schüler bis zur Schulentlassung, über die Verwaltungs- Sport- und Erholungseinrichtungen, bis zur größten Einkaufsmeile in Deutschland - ALLES gibt es auf der "Base".
Das Medical-Center in Landstuhl nimmt eingeflogene, verwundete Soldaten auf, soll aber wegen eines kürzeren, damit schnelleren und schonenderen Transportweges seinen Standort demnächst auf ein der Air Base näher gelegenes Areal verlegen.
 
Soviel Wissen und Informationen vermittelte uns unsere Führerin im Bus. In Art und Weise locker, jedoch außerordentlich detailinformativ und alle Fragen geduldig beantwortend – hatte sie unser aller Herzen erobert.
 
Das unumstrittene Highlight dieser Rundfahrt war aber die „seltene Ehre“ den Hochsicherheitsbereich des Flugfeldes betreten zu dürfen (auch einzige Ausstiegsmöglichkeit!) und eine C 17 Globemaster Transportmaschine – während einer Einsatzpause - von innen zu besichtigen.
 
Dachte ich anfangs, dass ich mit meinem Interesse an einer solchen Veranstaltung als Frau ziemlich alleine stehen würde, sah ich mich mehr als getäuscht.
Viele wissensdurstige Fragen wurden gestellt, Besichtigung von Frachtraum und das „allerheiligste“ Cockpit der Globemaster war äußerst interessant (schleierhaft, wie man die Funktion so vieler Knöpfe kennen kann!) – UND wie sich wohl das Einfahren des Fahrwerks (hinsichtlich der wenig selbsterklärenden Konstruktion) vollziehen könnte, wurde uns auch durch die Herren vom Fach unter unseren Gästen, leider nicht erschlossen. Wir Frauen werden wohl „googlen“ müssen!
 
Ich kann hier nur meine Eindrücke, meine ganz persönliche Begeisterung zum Ausdruck bringen – was sich aber auch unter unseren Gästen während dieser Veranstaltung an Interesse und Begeisterung abspielte, war weder zu übersehen noch zu überhören.
 
Ich verließ den Bus bereits am Westgate, bin aber sicher, dass die von mir gespürte Begeisterung auch unsere Gäste an unseren Vorsitzenden, Herrn Lorek, „weitergegeben“ und ihm damit bestätigt haben, welch eine gute Idee er mit dieser Veranstaltung hatte und wie sehr ihm dafür zu danken ist, dass er sie für „Normalsterbliche“ möglich machte.
 
Johanna Kirsch (V.i.S.d.R.)


Fest der Völkerverständigung 2011

Viele Nationalitäten waren mit ihren Köstlichkeiten, Darbietungen, Genüssen wie jedes Jahr wieder präsent und lockten mit fremdländischen Gerüchen das Publikum an ihre Stände.
 
Besucher strömten herbei, um all das in sich aufzunehmen, sich anzusehen, zu probieren, sich über die Länder zu informieren - der Wettergott meinte es wirklich gut an diesem Tag.
 
Selbstverständlich war auch die Europa-Union Karlsruhe wieder mit einem Stand vertreten, obwohl diesmal Frauen-Power ganz allein bewies, dass sie nicht auf die Hilfe ihrer Männer angewiesen war, die diesmal zahlreich verhindert waren.
 
Zelttransport, Zeltaufbau am Morgen, am Abend Abbau, Abtransport - kein Problem! Dienst über viele Stunden sowieso.... und gerne.
 
Alles wäre aber wohl doch nicht so einfach gewesen, hätten uns nicht liebenswerte Jugendliche der neu gegründeten JEF Karlsruhe tatkräftig unterstützt.
 
Ein besonders herzliches Dankeschön an sie dafür - von allen beteiligten Frauen der Europa-Union!
Zusammenarbeit mit Jugend - einfach wunderbar und hoffentlich künftig oft!!
 
Unser Vorsitzender, Herr Lorek, dachte im Urlaub doch per SMS an uns: ob denn wohl alles "einigermaßen" klappe? WAS er wohl anzweifelte!? Er müsste die "Frauenpower" in seinem Verein eigentlich gut genug kennen.
 
Ein gelungnes Fest!
Viele interessierte Menschen, auch Jugendliche an unserem Stand, sehr gute Gespräche, in denen wie immer großes Interesse am Programm der Europa-Union geweckt werden konnte und ein SOFORTMITGLIED aus Frankreich waren das Ergebnis.
 
Ein Tag, der - zumindest bei mir - sehr viel Zufriedenheit und Freude hinterließ.

(V.i.S.d.R.)
Johanna Kirsch


EHEC Thema bei der Europa-Union

VERBRAUCHERSCHUTZ IN EUROPA  - VORTRAG DR.GODELMANN
 
Ganz aktuell die Fragestellung. Was geschieht in Deutschland und Europa zum Verbraucherschutz, welche Organisationen, welche Verfahren sind beteiligt , um den Menschen in Deutschland und ganz Europa ein Maximum an Lebensmittelsicherheit zu geben. Dr. Robert Godelmann ein Experte mit Erfahrungen als Referent auf Landesebene, als Lehrbeauftragter, jetzt als Leiter im Bereich der Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Karlsruhe, stellte die Gesetze zur Lebensmittelüberwachung vor, beschrieb die Sicherheit von Lebensmitteln, die Zutatenliste der erlaubten Zusätze, erläuterte Fachbegriffe wie "Novel Food" und "Nahrungsergänzungsmittel".
Vor Bakterien wie den brandgefährlichen EHEC Stämmen ist jedoch kein Lebensmittel 100 % sicher. Wichtig ist nur, dass richtig, rechtzeitig und effektiv reagiert wird. Die Verfahren hat der Gesetztgeber dafür geschaffen. Als Ergebnis nahmen die Teilnehmer der Veranstaltung das Gefühl mit, dass gerade in unserem regionalen Bereich ein Höchstmaß an Lebensmittelsicherheit gewährleistet ist. Herzlicher Dank an den Referenten dieses ausgesprochen informativen Abends. Ein umfassend zertifiziertes Wein-Qualitätsprodukt aus einem Anbaugebiet der Region überreichte der Kreisvorsitzende Hartmut Lorek im Namen aller Teilnehmer als Zeichen der Dankbarkeit.

 

Hartmut Lorek


Alles drehte sich eine Woche lang nur um Europa...

Bühnenprogramm

Die Europawoche 2011 – initiiert durch die Europa-Union Karlsruhe Stadt und Land e.V. – in Durlach eröffnete der Geschichtswissenschaftler Dr. Frommer mit Betrachtungen über Europa seit dem  17. Jahrhundert in der Durlacher  Karlsburg.
 
Er erörterte vor Mitgliedern der Europa-Union und anwesenden Gästen anhand von aussagekräftigen Zitaten, dass sich die Geschichte Europas immer am besten entwickelte, wenn der dialektische Prozess sich zwischen Gemeinsamkeiten und nationalstaatlichen Bedürfnissen bewegte.

Für die Europa Union, Kreisverband Karlsruhe, organisierte zum ersten Mal Gudrun Wiesmann  einen Workshop für junge Leute, in dem Fragen zur  Zukunft Europas erarbeitet werden konnten. Teilgenommen haben das Marktgrafen-Gymnasium Durlach, das Helmholtz - Gymnasium Karlsruhe, Studentinnen und Studenten der PH und des KIT.
 
Mehr in Bildung, weniger in Beton, so könnte man   zusammenfassen, was  MdEP der Grünen  Heide Rühle im Bürgersaal des Rathauses in Durlach zum Thema „Bildung“ formulierte. Sie wies darauf hin, wie schwierig es für die Kommission sei, die europäische Bildungspolitik zu harmonisieren,  weil Bildung trotz der europäischen Programme immer noch eine Angelegenheit der Nationalstaaten ist.
 
Viele   Fragen wurden auch zum „Verbraucherschutz“, Klima und Energie“ und zur "Migration in der EU" gestellt. So wurden u.a. die Probleme mit den Energiesparlampen und dem E10-Benzin angesprochen,  eine europäische Atompolitik und Richtlinien für eine Einwanderungspolitik den Menschenrechten verpflichtet angemahnt.
 
Gerade die Meinungen und die Gedanken der jungen Generation zu  brisanten Themen die Zukunft Europas betreffend, verändern oft den gegenwärtigen Blickwinkel  und müssen in die Politik mit einfließen, so der Kreisvorsitzende Hartmut Lorek.
 
Er verband damit die Aufforderung sich für Europa zu engagieren und – etwas scherzhaft – die Politik nicht nur der Generation 60+ zu überlassen.
 
„Ganz Europa ist heute zu Gast in Durlach“, so eröffnete Ortsvorsteherin Alexandra Ries am Samstag das Europafest auf dem Durlacher Saumarkt.
 
Etwa 30 Gruppen hatten ihre Stände aufgebaut. Neben einigen europäischen Kulturvereinen sorgten auch das Landesamt für politische Bildung,  die  grenzüberschreitende VHS ( PAMINA) und viele mehr für ein abwechslungsreiches  Informationsangebot.
 
Begeisterter Applaus begleitete die verschiedenen Tanz- und Musikdarbietungen.
 
Da das Europafest auf dem Saumarkt sehr persönlich und familiär sowohl auf Veranstalter und Publikum wirkte, können sich Frau Ries und Herr Lorek vorstellen, auch 2012 wieder auf dem Saumarkt zu feiern.

Abschließend  zur Europawoche 2011 referierte im  Bernays-Saal  der VHS in Karlsruhe Dr. Frommer  über "Kaiser Napoleon III., die Schlacht von Solferino 1859 und  Henry Dunant".
Die Schlacht von Solferino charakterisierte Frommer folgendermaßen:
„Gegen 3 Uhr morgens  trafen die beiden  Heere unerwartet und ungeplant  aufeinander… Es war eine blutige Schlächterei mit über 30.000 Toten oder Verwundeten und weiteren 10.000 Vermissten. Die  Österreicher mussten das Feld räumen und waren geschlagen, aber keineswegs besiegt.“
 
Napoleon III. soll am Ende nach einem Ritt über dieses Schlachtfeld zu  einem Waffenstillstand mit den Österreichern bereit gewesen sein. Auch Henry Dunant sah das Leid der Verwundeten und  Sterbenden. Seine Kritik an der mangelnden  sanitären  Ausrüstung und  Vorsorge veröffentlichte er 1862 in seinem Buch „Un souvenir de Solferino“.
 
Dieses Buch bewegte Viele in Europa. Und so kam es 1863 zur Gründung des Roten Kreuzes und 1864 zur  Genfer Konvention, in der die „Neutralität und der Schutz von medizinischen Einrichtungen unter dem Zeichen des Roten Kreuzes“ festgelegt wurde.
 
Henry Dunant wurde erst sehr spät, nachdem er viel Unrecht  erleiden musste, gewürdigt. Er erhielt 1901 zusammen mit Frederic Passy den ersten Friedensnobelpreis und 1903 die Ehrendoktorwürde der Medizinischen Fakultät in Heidelberg. 1910 verstarb Henry Dunant.
 
Dr. Frommer erinnerte durch diesen Vortrag – gerade am 9.Mai, dem Datum der „Stunde Null“ für die Deutschen und dem Datum des Europatages für das friedliche Zusammenleben der Völker, dass durch diese Geschehnisse zum ersten Mal in Europa ein Anspruch auf ein bisschen Menschlichkeit in das Grauen der Kriege gebracht wurde.
 
Anna Maria Welsch (V.i.S.d.P.)


Jahresfahrt der Europa Union Kreisverband Karlsruhe Stadt und Land e.V. vom 13. April bis 17. April 2011

Treuer Busfahrer.... fährt mal Rad

Über die Grenzen schauen – Europäische Zusammenarbeit auf regionaler Ebene Landtagskandidaten diskutieren über die „Trinationale Metropolregion Oberrhein“

Bürgerinnen und Bürger des Landes Baden-Württemberg wählen am 27. März 2011 eine neue Landesregierung.
Dies war Anlass für die Europa Union Deutschland, Kreisverband Karlsruhe Stadt und Land e.V., zusammen mit ihrem Kooperationspartner Landesvereinigung Baden in Europa e.V. zu einem Wahlforum „Bürger fragen Landtagskandidaten“ einzuladen.
 
Themenschwerpunkt war die im vergangenen Jahr aus der Taufe gehobene Trinationale Metropolregion Oberrhein.
Der Diskussion stellten sich die Landtagskandidaten Regina Schmidt-Kühner (SPD), Dr. Gisela Splett (Grüne), Manfred Groh (CDU) und der Europabeauftragte des FDP-Kreisverbandes Karlsruhe Stadt Dieter Scholl. Moderation und Leitung übernahmen die beiden Vorsitzenden, Prof. Robert Mürb (Landesvereinigung Baden in Europa e.V.) und Hartmut Lorek (Europa Union Karlsruhe Stadt und Land e.V.)
 
Alle waren sich einig, dass ein abstraktes Gebilde, wie diese Metropolregion mit 6 Mill. Einwohnern in Baden, dem Elsass, der Südpfalz und der Nordschweiz von Anfang an nur durch Bürgerbeteiligung mit Leben gefüllt werden kann.
Mit Unterzeichnung des Gründungsvertrages im vergangenen Jahr durch Ministerpräsident Stefan Mappus seien die Weichen bereits gestellt, auch weitere Gelder des Landtags zugesichert worden, versicherte Manfred Groh.
 
Zwar sehe sie die Gründung einer solchen Vereinigung als Riesenchance für die Region, aber „eine trinationale Stimme“ liege wohl doch noch in ferner Zukunft, meinte Frau Schmidt-Kühner.
 
Transparenz für den Bürger – unbedingt von Beginn an – ist in den Augen von Herrn Scholl unerlässlich.
 
Durch die schon immer verbindende Wirkung des Rheins im engen Korridor zwischen Schwarzwald und Vogesen seien viele kulturelle und historische Gemeinsamkeiten über die heutigen Ländergrenzen hinweg entstanden, betonte Frau Dr. Splett.
 
Ausbau des grenzüberschreitenden öffentlichen Nahverkehrs und der rasche Bau der Rheintalbahn mit Priorität Lärmschutz gegen das hohe Güterverkehrsaufkommen wurde von niemandem in Frage gestellt.
Hochwasserschutz und dessen mangelhafte Umsetzung wurde ebenfalls thematisiert.
Bei der Diskussion um den Bau einer zweiten Rheinbrücke schieden sich jedoch die Geister.
 
Gemeinsam mit dem Publikum war man sich aber einig über Partnerschaften mit Gemeinden der Region, Schüleraustausche, gemeinsame Landschulaufenthalte, Ausbau des Fahrradweges bis Basel – also auch über eine weitere Vertiefung der Arbeit mit Pamina.
Eine diesbezüglich mangelhafte Berichterstattung seitens der Medien wurde beklagt – unterstützende, interessierte Initiativen fehlten bisher.
 
Die „Trinationale Metropolregion Oberrhein“, ein spannendes Thema.
Werden die Bürger beteiligt, wird sie gelingen!

Gudrun Wiesmann (V.i.S.d.R)


Informationsgarant für Karlsruher Bürger: Europa Union Karlsruhe noch immer im Aufwind

Anlässlich der Kreisversammlung der Europa Union Karlsruhe bedankte sich der Europaabgeordnete, Daniel Caspary, herzlich bei Hartmut Lorek und Gudrun Wiesmann für die außerordentlich engagierte Zusammenarbeit.
 
Dieses vorbildliche, ehrenamtliche Engagement ermögliche es vielen Bürgern der Stadt, einen direkten Einblick in die Arbeit der Europaparlamentarier in Straßburg zu geben. Mit 12 Informationsfahrten pro Jahr nach Straßburg, Brüssel, Frankfurt/Main (EZB) und andere europäische Hauptstädte sei die Europa Union Karlsruhe ein Glücksfall, um die Bürger näher an die EU heranzuführen und transparent herzustellen.
 
Im Mittelpunkt der Kreisversammlung der Europa Union Karlsruhe standen der Jahresbericht des Vorsitzenden, Hartmut Lorek, und die Neuwahlen des Vorstandes sowie der Delegierten für die Landesversammlung.
 
Unter großem Beifall wurde Hartmut Lorek als Vorsitzender in seinem Amt bestätigt.
 
Ihm zur Seite stehen drei Stellvertreter, Tanja Grether,Siegfried Pötschke und Gudrun Wiesmann sowie die Schatzmeisterin Sylvia Käfer. Komplettiert wird das Team durch 9 Beisitzer, jeder für ein bestimmtes Aufgabengebiet zuständig. Auffällig und erfreulich ist die große Beteiligung von Frauen an der Vorstandsarbeit. (über 50%!).
 
Die Europa-Union Karlsruhe konnte sich in ihrer Stadt als feste, politisch tätige Größe etablieren.
 
Dies ist sicherlich den Informationsfahrten, den Infoständen beim Europafest, dem Fest der Völkerverständigung, dem Europäischen Wettbewerb, dem Europäischen Abend, den Europaforen und vielem mehr zu verdanken. So ist die Mitgliederzahl ständig auf über 300 Mitglieder gestiegen.
 
Ziel des Karlsruher Verbandes ist es, mitgliedsstärkster Verband in Baden-Württemberg zu werden.
 
Es sind bereits 25 neue Veranstaltungen für 2011 terminiert und konzipiert. Herkulesaufgabe dabei ist, das diesjährige Europafest selbständig gemeinsam mit der Ortsverwaltung Durlach zu stemmen. Das Europafest findet erstmalig auf dem Saumarkt in Durlach am 7. Mai 2011 statt, da die Stadt Karlsruhe ihre Beteiligung aufgekündigt hat.
 
In seiner Ansprache erläuterte MdEP Daniel Caspary die vier Hauptthemenkreise, die derzeit das Parlament in Straßburg beschäftigen.
 
An erster Stelle stehen die aktuellen Entwicklungen in Nordafrika, der Aufbau des Auswärtigen Dienstes, damit die EU endlich mit einer Stimme sprechen könne. Sorge bereitet den Parlamentariern, dass die Mitgliedstaaten der EU zunehmend einzeln zusammenarbeiten und Regelungen treffen.
 
Caspary beklagte die Tendenz, dass die Staatschefs immer öfter versuchten, entgegen dem Lissabon-Vertrag, Entscheidungen am Parlament vorbei zu treffen. Hier müsse und werde das Europaparlament als Bürgervertretung in die Offensive gehen.
 
Nur gemeinsam mit den Bürgern lässt sich Europa voranbringen. Dies ist auch der Wahlspruch der Europa-Union Karlsruhe.
 
Bei einem kleinen Imbiss fand man zu interessanten Gesprächen und ließ den Abend ausklingen.
 
Gudrun Wiesmann (V.i.S.d.R.)


„Franzosen“ stellen sich vor - ein informativer Abend am 19.01.2011 im Hotel Eden

Herr Otto, DFG

 

Vorsitzender Deutsch-Französischer Freundeskreis, Herr Roland Roth
Mitglieder und Interessierte waren eingeladen, sich über die Zusammenarbeit der Europa-Union Karlsruhe mit langjährigen Partnern zu informieren.
Der Vorsitzende, Herr Lorek, stellte seinen Gästen drei Repräsentanten vor:
 
- Monsieur Robert Walter, Direktor der Stiftung Centre Culturel Franco-Allemand (CCFA)
- Herrn Tjard Otto von der Deutsch-Französischen Gesellschaft (DFG)
- Herrn Roland Roth vom Deutsch-Französischen Freundeskreis e.V. (DFF)
 
Sie alle verbinde eine langjährige gute Kooperation und freundschaftliche Beziehungen. Man treffe sich immer wieder bei gemeinsamen Veranstaltungen und Unternehmungen.
 
Herr Walter erläuterte die Geschichte des 1951 gegründeten CCFA, das also dieses Jahr sein 60-jähriges Bestehen feiert. Anfangs Teil des französischen Außenministeriums, ist das Centre Culturel jetzt eine Stiftung und sieht sich als Vertreter der französischen Kultur in Karlsruhe. Dank großzügiger privater finanzieller Unterstützung – auch durch Bereitstellung von Mitteln durch die Stadt Karlsruhe – gelingt es Herrn Walter, mit tatkräftiger Unterstützung zweier Mitarbeiter und mit Hilfe zahlreicher französischer Praktikanten, jährlich 80 Veranstaltungen anzubieten. Das Programm, Miete und andere Kosten erfordern jährliche Ausgaben von ca. 300.000 Euro. Besucher sollten außerdem wissen, dass das Centre Culturel demnächst seine Räume auf die andere Straßenseite, in die Postgalerie verlegen wird.
 
Als nächstes stellte Herr Tjard Otto die Deutsch-Französische Gesellschaft (DFG) Karlsruhe mit derzeit 180 Mitgliedern vor. Der Verein – eher kulturell geprägt – trifft sich regelmäßig zum Stammtisch und diskutiert über aktuelle politische Themen oder auch über den Code Napoléon. Der Konversationskreis trifft sich einmal im Monat. Hier unterhält man sich zwanglos über Alltägliches – ereifert sich auch schon mal über die Feinheiten der französischen Grammatik. Höhepunkt eines jeden Jahres ist eine gemeinsame Busfahrt ins französischsprachige Ausland, wie zum Beispiel eine viertägige Reise nach Bruxelles.
 
Herr Roth informierte über den Deutsch-Französischen Freundeskreis e.V. (DFF), die gemeinsame Geschichte zweier, in Nancy und Karlsruhe ansässigen Vereine, die 1969 in Karlsruhe gegründet wurden. Sie verbindet eine langjährige Freundschaft. Einmal jährlich unternimmt man eine gemeinsame Fahrt, einmal in Frankreich, im darauf folgenden Jahr in Deutschland. Beiderseits des Rheins sind gemeinsame Wanderungen in den Vogesen beliebt. Die Nachfrage ist so groß, dass es immer wieder eine lange Warteliste gibt. Das Ehepaar Oger aus Nancy besucht jedes Jahr den Karlsruher Weihnachtsmarkt. Mitgebrachte Spezialitäten aus ihrer Heimatstadt erfreuen sich in Karlsruhe großer Beliebtheit.

Herr Lorek bedankte sich sehr herzlich bei den drei eingeladenen Repräsentanten für ihre Ausführungen. Als „kleines Dankeschön“ hatte er sich jedoch anstatt eines Weinpräsentes eine andere "Überraschung" ausgedacht:
 
Es sei ihm ein besonderes Anliegen, dass „Frankreich“ auch beim Europafest der Europa-Union am 07. 05. 2011 in Durlach würdig repräsentiert werde. So stelle er den drei Herren dafür ein Pagodenzelt kostenlos zur gemeinsamen Nutzung und ideenreichen Ausgestaltung zur Verfügung.
 
Norbert Möllers (V.i.S.d.R.)


Künftige Europäer auf Tuchfühlung mit dem Europarat

Gymnasiasten des Europa-Gymnasiums Wörth (bilingualer Zweig Französisch) konnten am 26. 01. 2011 fast eine Stunde lang hautnah miterleben, wie es im Europarat zugeht. Weitere 10 Gäste anderer Altersklassen hatten sich hinzugesellt.
 
Schon während der Busfahrt hatte die Europareferentin, Frau Wiesmann, hinreichend Funktion und Arbeitsweise des Europarates erläutert. Zum besseren Verständnis für unsere Gäste schilderte Sie am Ende einzelne Beschlüsse und deren Folgen - rundete damit ihren Vortrag ab.
 
So kam es, dass Alle mehr als interessiert im Plenarsaal des Europarates fast eine Stunde lang aktuelle Wortmeldungen zum Thema Bosnien und Ahndung von Kriegsverbrechen mit großer Aufmerksamkeit verfolgten.
 
Danach - nachdem er vorher seine Arbeit und Funktion im Europarat ausgiebig erläutert hatte - stellte sich der Europaabgeordnete Axel Fischer all den drängenden Fragen unserer Gäste. Sehr geduldig und ausführlich stand er ihnen in allem Rede und Antwort.
 
Obwohl unser Vorsitzender, Herr Lorek, vor Erscheinen des Abgeordneten - insbesondere die Schüler - für Fragestellungen "aufzuwärmen" versuchte, waren die jungen Gäste diesbezüglich leider sehr zurückhaltend. (ZUVIEL Respekt?)
 
Es folgte eine kleine Stadtrundfahrt mit dem Bus, bei welcher Herr Lorek, die Vorstellung von Plätzen und Gebäuden in interessante, zeitgemäße und geschichtliche Zusammenhänge verpackte, die das allgemeine Interesse – auch bei den Jugendlichen – weckte.
 
So zog er auch nach der Mittagspause bei einem Rundgang durch die Altstadt wieder alle Register seiner geschichtlichen Kenntnisse und scharte eine aufmerksame Zuhörerschaft um sich.
 
Mir persönlich fiel - wie so oft - sehr angenehm auf, dass all diese der „Jugend“ vorauseilenden Vorurteile mangelnden Interesses und schlechten Benehmens keinesfalls zu verallgemeinern sind.
Bei dieser Schülergruppe sah man sich in diesem Vorurteil mehr als getäuscht.
Keiner der anderen Mitreisenden – glaube ich behaupten zu können – fühlte sich in irgendeiner Art und Weise durch die Jugendlichen gestört.
 
Höfliche, interessierte, aufgeschlossene Schüler hörten aufmerksam zu, was natürlich von denen, die ihnen mit ihrem Vortrag bestimmtes Wissen vermitteln wollten, mehr als angenehm empfunden wurde. Ein diesbezüglich großes Lob kam dann auch vom Vorsitzenden auf der Rückfahrt – jederzeit, bekräftigte er, würde er mit ihnen eine weitere Informationsfahrt unternehmen.

So kann auch ein leider ziemlich verregneter Tag einen überaus positiven Verlauf haben und alle zufriedenstellen.
 
Johanna Kirsch (V.i.S.d.R.)


„Die Staufer und Italien“ – eine Fahrt zur Ausstellung am 16. 01. 2011 in die Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim.

Die Europa-Union Karlsruhe „lockte wieder einmal“  - im Rahmen ihres Veranstaltungsprogramms - nicht nur Geschichtsinteressierte – und das sogar am Sonntag!
 
Eine überaus interessante, ausführliche Führung erwartete unsere Gäste.
 
 
 
Halb Europa wurde im 12. und 13. Jahrhundert von den Staufern beherrscht. Sie fingen als schwäbische Herzöge klein an, entwickelten sich zu einem der einflussreichsten Adelsgeschlechter des Mittelalters. Mit Blick auf die Kaiserkrone breiteten sie ihre Herrschaftsgebiete zunehmend auf Italien aus. Zahlreiche deutsch-römische Könige und Kaiser brachten sie hervor. Von der Nordsee bis nach Sizilien reichte das Gebiet der Staufer. Es war das Kernland des römisch-deutschen Königreiches.
 
Gleich im ersten Raum der Ausstellung wird man von den neun staufischen Herrschern von Konrad III. (1138-1152) bis Konradin (1262-1268) „höchstpersönlich“ in Form einer kleinen Ahnengalerie empfangen.
 
Sie gibt einen kurzen Überblick über die Familienverhältnisse und die Rollen der einzelnen Könige und Kaiser aus dem staufischen Herrschergeschlecht. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt dabei auf Friedrich I – Barbarossa - „dem Rotbart“, der 1155 als erster Staufer zum römischen Kaiser gekrönt wurde.
 
Im Verlauf der Ausstellung zeugen imposante Steinskulpturen, Goldmünzen, Schmuck und kunstvoll bestickte Stoffe von der schwäbischen Herrscherdynastie rund um Kaiser Barbarossa und beleuchten ihre besondere Liebe zu Italien – aber auch die wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Errungenschaften während dieser Zeit.
 
Am Ende des Rundgangs thront fast ein wenig bedrohlich die lebensgroße Steinfigur von Karl von Anjou (1226-1285), der zur französischen Herrscherdynastie der Karpetinger gehörte. Dieser Platz ist nicht ganz zufällig gewählt. Denn Karl von Anjou hat den letzten Staufer „auf dem Gewissen“.
 
Er besiegte Manfred von Sizilien, den Sohn Friedrichs II. bei der Schlacht bei Benevent und ließ im Jahr 1268 auch den erst 16-jährigen König Konradin, den letzten Vertreter der Staufer-Dynastie, in Neapel hinrichten. 
 
 
Solch ein kurz gefasster Bericht soll und kann keinesfalls einen persönlichen Besuch  dieser Ausstellung ersetzen.
 
Jeder, der auch nur ein klein wenig geschichtliches Interesse hat, wird nicht bereuen, sie besucht zu haben. Unsere Empfehlung kann nur lauten: „Eine Fahrt nach Mannheim lohnt sich!“.
 
 
Johanna Kirsch (V.i.S.d.R.)


Ein Abend der vermehrten Einsichten... „Judentum in Karlsruhe“ am 09. 12. im Hotel Eden

Nachdem sich die Europa-Union Karlsruhe 2009 mit dem Islam und 2010 mit dem Buddhismus auseinandergesetzt hatte, stand diesmal eine Religion auf dem Plan, die in besonderer Weise nachhaltig das europäische Geistesleben und die Kultur beeinflusst hat.
 
 
Trotz geschäftiger Weihnachtsvorbereitungen waren zahlreiche Interessierte ins Hotel Eden gekommen, um sich näher über das Judentum zu informieren.
 
Der Vositzende der Jüdischen Kultusgemeinde Karlsruhe, Herr David Seldner, stellte die Grundzüge der jüdischen Religion mit ihren verschiedenen Strömungen in sehr anschaulicher Art und Weise dar.
 
Er skizzierte den jüdischen Alltag und die Schwierigkeiten, die 305 Verbote und die 248 Gebote angemessen befolgen zu können. In Deutschland sind die Juden als gleichgestellte Religionsgemeinschaft in Gemeinden organisiert, die Delegierte in den Jüdischen Oberrat entsenden.
 
So ist die Gemeinde Karlsruhe mit 905 Mitgliedern eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Die Gemeindemitglieder sind alle ehrenamtlich tätig, der Rabbiner wird von der Gemeinde eingestellt. 85% der Karlsruher Gemeinde kommen aus den GUS Staaten, 70% sind über 65 Jahre alt.
 
Geduldig und umfassend beantwortete Herr Seldner alle Fragen seines interessierten Publikums.
 
Zum Schluss wurden ein Synagogenbesuch im nächsten Jahr und eine verstärkte Zusammenarbeit vereinbart.
 
Die Zuhörerschaft konnte viele neu gewonnene Einsichten und Informationen mit nach Hause nehmen. Eine rundum gelungene Veranstaltung!
 
 
Gudrun Wiesmann (V.i.S.d.R.)


Ein Erlebnis - Weihnachtsmarkt in Straßburg…

Der Zuspruch war groß für das Angebot der Europa-Union zum Besuch des Weihnachtsmarktes in Straßburg am 03. 12. 2010.
 
Viele Menschen besuchen die Stadt in dieser Zeit und man sieht immer wieder Busse anreisen.
 
14 Weihnachtsmärkte hat Straßburg zu bieten. Angesichts dieser Tatsache ist es auch nicht verwunderlich, dass es in der Stadt kaum „Gedränge“ gibt – alles „verläuft“ sich irgendwie.
 
Es ist wohl schon ein Ritual – zunächst auf dem Place Broglie, der der Bushaltestelle am nächsten liegt, einen Glühwein zu trinken, bevor man sich auf den Rundgang macht.
 
So begaben auch wir uns in einer kleinen Gruppe - durch besagten Glühwein erwärmt – auf den Weg. Einen entsprechenden Plan – wo man welchen Markt finden kann – hatte jeder vom Reiseleiter, Herrn Lorek, in die Hand bekommen mit der gleichzeitigen Bitte, die Rückfahrt des Busses nicht zu verpassen.
 
Jeder war nun sich selbst überlassen. Die einen suchten nach Verköstigung in einem Lokal, andere waren gespannt auf all das, was sich an den Ständen bot. Irgendwo traf man sich wieder beim ausgedehnten Rundgang durch die Stadt und alle ließen das weihnachtlich geschmückte Straßburg auf sich wirken.
 
Immer wieder wird diese Fahrt der Europa-Union in der Weihnachtszeit auch zum Einkauf genutzt. Leider war uns dafür wenig Zeit geblieben.
 
Alle die, die im letzten Jahr die Märkte schon einmal besucht hatten, konnten sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Straßburg 2009 wesentlich mehr an Ausschmückung und Ständen zu bieten hatte.
 
Die allgemeine Finanzsituation der Städte in Frankreich wird kaum besser sein als bei uns – so wurden vielleicht auch hier Kosten eingespart.
 
Besonders empfehlenswert ist diese Fahrt vor allem für Menschen, die in der Vorweihnachtszeit heimelige, weihnachtliche Stimmung besonders mögen (beigefügte Bilder werden das eindringlich vermitteln!) und in solcher Umgebung die besten Ideen für ganz besondere - überraschende Weihnachtsgeschenke haben.
 
Johanna Kirsch (V.i.S.d.R.)