Rheinkraftwerk Iffezheim 03.09.2022               Informationsbesuch der Europa-Union Karlsruhe

Klimawandel und regenerative Energieversorgung und natürlich der hierfür erforderliche Aufwand sind Themen, die gegenwärtig die Menschen und Politik bewegen. Um ihren Mitgliedern und Freunden einen Einblick in die länderübergreifende Gewinnung regenerativen Stroms zu bieten, organisierte die Europa-Union Karlsruhe Stadt u. Land e.V. einen Besuch des seit 1969 aufgrund eines deutsch-französischen Vertrages von der Rheinkraftwerk Iffezheim GmbH (RKI) und dem französischen Centrale Electrique Rhenane (Cerga) - anteilig den EnBW und edf gehörend - erbauten und seit 1978 betriebenen Rheinkraftwerk Iffezheim.

Ein Vortrag über den Beginn der Nutzbarmachung des Rheines nach seiner Begradigung im 19. Jahrhundert, den Anfängen der Stromgewinnung durch den Bau von insgesamt 10 Staustufen entlang des Rheines eröffnete eine interessante Veranstaltung. An Landkarten wurden die Standorte von energieerzeugenden Anlagen der EnBW vom noch in Betrieb befindlichen Atom- und Kohlekraftwerken und insbesondere die Solar-, Wind- und Wasserkraftanlagen dargestellt. Auch die damit verbundenen Probleme wie Planungs- und Genehmigungsverfahren, Bau von Leitungskapazitäten blieben nicht unerwähnt.

An detaillierten Darstellungen der Stauanlage, deren Aufbau, welche auch zu einem effizienten Hochwasserschutz beiträgt und der Technik der Stromgewinnung mit modernsten, insgesamt 5 sogenannten Rohrturbinen, wurde die Wirkungsweise der Anlage erklärt.

Nach der Beantwortung einiger Fragen ging es zunächst in den Außenbereich der Kraftwerksanlage. Dort wurde der Aufbau der Reinigungsanlage des Wassereinlasses für die Turbinen erklärt und es konnte die Unmenge von Treibgut vor der Rechenanlage gesichtet werden. Anschließend wurde die Leit- und Steuerungsanlage besichtigt bevor es in den Untergrund ging. Hier beeindruckte die Größe der technischen Anlage. Wieder an der Oberfläche angekommen ging die Führung entlang der Fischtreppe und es konnten einige Fische im Schaufenster der Anlage beobachtet werden.

Zurück im Besucherzentrum wurde den Teilnehmern ein kurzer Film über den Bau der 5. Turbinenanlage gezeigt. Die Anlage erzeugt umweltfreundlichen Strom für insgesamt ca. 250 000 Haushalte in Deutschland und trägt damit dazu bei, dass gegenwärtig die Hälfte aller erzeugten Energie aus regenerativen Quellen gewonnen wird.
Ludwig Theis

Rheinhafen-Dampfkraftwerk Karlsruhe 19.08.2022 Informationsbesuch der Europa-Union Karlsruhe

Klimawandel, Energiewende und Inflation bei den Energiepreisen sind derzeit in aller Munde.

Die Europa-Union Karlsruhe Stadt und Land wollten sich daher über die Energieerzeugung in unserer Gegend informieren und boten für Interessierte eine Führung im sogenannten Rheinhafendampfkraftwerk an. Es ist eine imposante, riesige Industrieanlage mit dem Schornstein von 230 m, das höchste Gebäude Karlsruhes. Die Ausmaße sind gigantisch. Die Lagerstätte für die angelieferte Kohle fasst 450.000 t Steinkohle, die derzeit auch eingelagert sind und so die Stromproduktion in Karlsruhe sichern. Zum Vergleich: ein Sattelschlapper kann etwas 30 t laden, Bei Volllast verfeuert der in Betrieb befindliche Block 8 über 300 t Kohle pro Stunde. Dort werden aber nicht nur Strom gewonnen. Die Abwärme wird auch ins Fernwärmenetz der Stadt Karlsruhe eingespeist. Die 220 MW Leistung ins Fernwärmenetz alleine reicht für ca. 20.000 Haushalte. Das Kraftwerk speilt aber seit dem Abschalten der Atomkraftwerke vor allem für die Stabilität des Stromnetzes eine existentielle Rolle. Denn es dient der Herstellung der sogenannten Grundlast bei der Stromerzeugung. Es muss nämlich in jeder Sekunde genau so viel Strom hergestellt werden wie auch verbraucht wird. Ist es mehr oder weniger, steigt oder fällt die Stromfrequenz. Dabei dürfen nur Schwankungen von 0,1 Herz auftreten. Sind die Schwankungen stärker, kann es zum Zusammenbruch der Stromversorgung (blackout) führen, der erst nach Tagen wieder behoben werden kann.
Dr. Michael Kromer

 

15.06.2022 - Kreisversammlung

Wie bereits im vergangenen Jahr wurde die Kreisversammlung im Brauhaus Kühler Krug in Karlsruhe abgehalten. Der Vorsitzende Massimo Ferrini, der zum Versammlungsleiter bestimmt wurde, freute sich zu Beginn - um 18.15 Uhr -, zahlreiche Mitglieder begrüßen zu dürfen.
 

Im Anschluss an das Totengedenken übergab Herr Ferrini das Wort an Herrn David Linse, der als Vertreter des Baden-Württembergischen Landes-verbandes der Europa-Union ein Grußwort sprach. Herr Linse zeigte sich beeindruckt über die Aktivitäten des Karlsruher Kreisverbands und das breite  kulturelle und politische Angebot, das den Mitgliedern und der Öffentlichkeit geboten werde. Der Landesverband sei sich der Bedeutung des Karlsruher Kreisverbandes, welcher der mitgliederstärkste Kreisverband in Baden-Württemberg ist, sehr bewusst. Auch dass so zahlreiche Mitglieder zur Versammlung in Karlsruhe gekommen seien, sei bemerkenswert. Herr Linse berichtete über die Arbeit des Landesverbandes. Die Grenzschließungen zu Beginn der Pandemie seien sehr schmerzlich gewesen. Auf die Forderung „Wir wollen ein starkes Europa mit offenen Grenzen, auch in Pandemie-Zeiten!“ reagierte die Versammlung mit Applaus.
 

Herr Linse zog eine insgesamt sehr erfreuliche Bilanz über die Mitglieder-entwicklung der Europa-Union im Land in den vergangenen Jahren. So sei die Zahl der Mitglieder zwischen 2008 und 2019 von etwa 2.500 auf etwa 3.400 gestiegen. Allerdings habe man – maßgeblich bedingt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie – in den letzten beiden Jahren auch wieder Mitglieder verloren. Positiv sei aber, dass auch stetig neue Mitglieder, etwa aus den Reihen der Jungen Europäischen Föderalisten (JEF), zu verzeichnen sind. Herr Linse berichtete weiter, dass in den nächsten Wochen Ergebnisse einer Task-Force des Landesverbandes zur Mitgliederwerbung erwartet werden.

 

Im Anschluss daran berichtete Herr Ferrini über die Tätigkeit des Kreis-verbands im vergangenen Jahr. Trotz des zeitweiligen pandemiebedingten Aussetzens der Veranstaltungsangebote konnte man wieder einige Angebote machen, so die traditionelle Dobel-Wanderung im Oktober sowie eine Fahrt nach Straßburg ins Deutsche Viertel, verbunden mit einer Weinprobe in der Ortenau im November 2021. Im Jahre 2022 fanden bislang ein Stadtrundgang in Karlsruhe sowie ein Abend mit dem Europa-Korrespondenten der Badischen Neuesten Nachrichten, Herrn Dr. Krohn, statt. Für das zweite Halbjahr 2022 sind wieder mehrere Veranstaltungen geplant, so eine Fahrt nach Baden-Baden zum SWR, Besichtigungen von Rheinkraftwerken der EnBW und eine Autorenlesung mit Frau Prof. Assmann (siehe Veranstaltungsplan 2. Halbjahr 2022).
 

Auch beim Kreisverband Karlsruhe Stadt und Land e.V. hat sich die Corona-Pandemie bedauerlicherweise negativ im Mitgliederbestand ausgewirkt. So mussten wir durch Austritte, Tod oder Transfer zu anderen Kreisverbänden auf 34 Mitglieder verzichten. Demgegenüber konnten wir aber auch 7 Neumitglieder willkommen heißen. Außerdem hat sich der Ortsverband Albgau zum Ende April 2022 aufgelöst. Die Mitglieder verbleiben aber im Kreisverband. Frau Ruppert verlas hierzu eine Mitteilung der letzten Vorsitzenden des Ortsverbandes, Frau MdL Saebel, die nicht persönlich anwesend sein konnte. Herr Ferrini dankte Frau Saebel für ihren Einsatz.

Abschließend dankte Herr Ferrini den weiteren Mitgliedern des Vorstandes, insbesondere den stellvertretenden Vorsitzenden sowie dem Reiseteam und insbesondere der Schatzmeisterin, Frau Christl Ruppert, für ihren unermüdlichen Einsatz für den Kreisverband.
 

Im Anschluss daran konnte Frau Ruppert über eine solide Finanzlage des Kreisverbandes berichten.  Die ordnungsgemäße Kassenführung wurde von Frau Fuchs, die zusammen mit Frau Janner-Werner die Kassenprüfung vorgenommen hatte, bestätigt.
 

Frau Fuchs ergriff die Gelegenheit, die Versammlung über die Entlastung des Vorstandes abstimmen zu lassen. Dies wurde von den anwesenden Mitgliedern ohne Gegenstimme angenommen. Herr Ferrini bedankte sich im Namen der Vorstandsmitglieder für das Vertrauen.
 

Letztlich war noch die Wahl einer der beiden Kassenprüferinnen zu absolvieren, da die Amtszeit von Frau Janner-Werner abgelaufen war. Frau Janner-Werner stellte sich erneut zur Wahl und wurde ohne Gegenstimmen gewählt.
 

Bevor die Versammlung um 19.30 Uhr durch den Versammlungsleiter geschlossen wurde, rief  Herr Theis im Namen des Reiseteams die Mitglieder auf, sich gerne mit Vorschlägen für kommende Veranstaltungen und Fahrten zu melden, damit der mit der Organisation verbundene Arbeitsaufwand auch in Zukunft auf positive Resonanz stoßen möge.
 

Danach verblieben noch zahlreiche Anwesende zum gemütlichen Beisammensein mit gutem Essen, kalten Getränken und zum Gespräch.

 

Sebastian Wolf

11.05.2022 - Dr. Knut Krohn bei der Europa-Union Karlsruhe

interessante Informationen aus Brüssel zu derzeit aktuellen Themen, dem Ukraine-Konflikt aber auch zum Klimaproblem erfuhren wir von dem EU-Korrespondenten Dr. Knut Krohn.
Mehr in der BNN vom 13.05.22:
https://bnn.de/nachrichten/politik/coroa-und-der-ukraine-krieg-wie-ein-bnn-korrespondent-die-krisen-in-europa-erlebt

 

 


... und erfreute Gesichter bei der Spendenübergabe an die Tafel