26.10.2018 - "Sieben Linden für Europa“          

Kreisverband Karlsruhe der Europa-Union Deutschland feiert sein 70-jähriges Bestehen

Der Kreisverband Karlsruhe der Europa-Union Deutschland hat am Freitag, den 26.10.2018 sein 70-jähriges Bestehen gefeiert und aus diesem Anlass sieben Lindenbäume im Otto-Dullenkopf-Park in Karlsruhe gepflanzt. Die Bäume sollen symbolisch für Wachstum, Stärke und Nachhaltigkeit des europäischen Gedankens stehen. Auch der Kreisverband Karlsruhe selbst ist vor sieben Jahrzehnten als kleines Pflänzchen entstanden und hat sich prächtig zum größten Kreisverband innerhalb des Landesverbands Baden-Württemberg der Europa-Union Deutschland entwickelt.

 

Der Kreisvorsitzende Herr Heinz Golombeck konnte zahlreiche Gäste im Otto-Dullenkopf-Park begrüßen, die der Einladung zu der öffentlichen Baumpflanzung gefolgt waren. Neben den Mitgliedern des Kreisverbands hatten Herr Daniel Caspary, Mitglied des Europäischen Parlaments, und Frau Barbara Saebel, Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg, den Weg zu der Geburtstagsfeier gefunden. Die Stadt Karlsruhe war durch Herrn Bürgermeister Daniel Fluhrer und der Landkreis Karlsruhe durch Herrn Erster Landesbeamter Knut Bühler vertreten; vom Landesvorstand der Europa-Union war Herr Jonathan Berggötz gekommen. Daneben waren mit Herrn Dr. Erwin Vetter ein vormaliger „Europa-Minister“ des Landes Baden-Württemberg und mit mehreren Stadträtinnen und Stadträten weitere Ehrengäste anwesend.

 

Herr Golombeck sprach in seiner Begrüßung von einer wunderbaren Erfolgsgeschichte, die der Kreisverband in siebzig Jahren durchlebt und darüber hinaus auch selbst mitgeschrieben habe. Mit seinen Veranstaltungen, Fahrten, Vorträgen und Gesprächen - ob allein oder gemeinsam mit weiteren Partnern organisiert - habe er Zehntausende von Menschen über Europäische Kultur, Geschichte und Politik informieren und für die Europäische Idee gewinnen können. Angesichts des Gegenwinds, der sich gegenwärtig mancherorts in Europa erhebe, könne man sich auf diesen Erfolgen jedoch nicht ausruhe. An Europa müsse jeden Tag aufs Neue gebaut werden. Die Europa-Union Karlsruhe werde daher in ihren Anstrengungen für ein einheitliches Europa nicht nachlassen und dazu auch in Zukunft ein vielfältiges und interessantes Programm anbieten.

 

In ihren Grußworten betonten die Ehrengäste die unverzichtbare Bedeutung, die das Engagement der Bürgerinnen und Bürger für Europa besitze; auf jeden Einzelnen komme es bei der weiteren Verwirklichung des „Projekts Europa“ an. Hier hätten die Europa-Union Karlsruhe, ihre Mitglieder und ihre Vorstände über Jahrzehnte hinweg wichtige und hervorragende Basisarbeit geleistet.

 

Danach schritten die Ehrengäste gemeinsam mit Herr Golombeck zur Tat und schlossen die feierliche Baumpflanzung mit Schaufeln voller Erde für die zuletzt gepflanzte Linde ab, auf dass alle gepflanzten Bäume gesund und kraftvoll wachsen und gedeihen mögen. Anschließend stimmten alle Anwesenden mit dem Polizeimusikkorps, das gekonnt die Veranstaltung musikalisch umrahmt hatte, in die Europahymne ein.                 

 

Bei Getränken und kleinen Leckereien im Zirkuszelt des Kinder- und Jugendzirkus Maccaroni fand die Baumpflanzung schließlich ihren gelungenen Abschluss.

 

Bernhard Gehweiler                 .... Bilder hierzu finden Sie hier

22.09.2018 - Wanderung auf dem EUROPA-Rundwanderweg

Dieser Tag war sicher der schönste Herbsttag - so viel Sonne gibt es nur in Dobel, worüber 27 Gäste sich freuten, auch wenn der Herbstwind manches Mal frisch wehte.
Die Wanderung auf dem Europa-Rundwanderweg in der Gemeinde Dobel (nicht auf dem Dobel) hatte in diesem Jahr besonderen Charakter. Nach der Begrüßung und dem Sektempfang vor dem Kurhaus durch BM Christoph Schaack und Monique Schock von der Tourist-Information führte uns der 1. BM-Stellvertreter, Herr Kraft, an geschichtlich interessante Punkte in Dobel, ehe die Gruppe durch das Sonnentor marschierte. Erstmals erklärte Herr Kraft auch die Bauweise und Holzart des Sonnentors.
Vorbei am Wasserturm durch den herbstlichen Wald bewunderten wir auf dem Weg die dort stehenden Bänke der 28 EU-Mitgliedsstaaten, die gut in Schuss sind, dank ehrenamtlicher Helfer. Weiter hörten wir von Herrn Kraft über die ehemalige Zugehörigkeit von Dobel, die Geschichte des Jagdschlosses usw. Dort endete nach 2 Std. unser Rundgang, um im Gasthaus "Talblick" uns bewirten zu lassen. Die Gruppe verabschiedete sich gegen 15:00 Uhr. Besonders erfreulich ist, dass jedes Jahr unsere älteren Mitglieder dabei und noch gut zu Fuß sind. An der Wanderung  haben erstmals auch der Vorsitzende des EU-Kreisverbands Calw mit weiteren Gästen teilgenommen, ebenso neue junge Mitglieder aus unserem Kreisverband.
Herr BM Schaack freut sich auf das Jahr 2019, natürlich ganz unsererseits.
G.Lorch

18.09.2018 - Fahrt zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg

Am 18.09.2018, einem der letzten schönen Sommertage diesen Jahres, ging es für die Europa-Union Karlsruhe ein weiteres Mal nach Straßburg. Ziel der Reise war diesmal der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte.

Wir starteten um 08:00 Uhr in Karlsruhe. Von dort aus fuhren wir mit dem Bus zuerst nach Kehl, um unseren Reiseführer Herrn Dr. Woltersdorff abzuholen. Mit ihm überquerten wir die französische Grenze nach Straßburg und konnten in einer geleiteten Bustour einen Überblick über die Stadt gewinnen.

Danach ging es zu Fuß weiter in die Innenstadt. Bei dem sonnigen Wetter war der lehrreiche und informative Spaziergang durch die Altstadt ein Genuss. Herr Woltersdorff hat uns während dieser Führung geschichtliche Hintergründe der Stadt ausgezeichnet erläutert, sodass wir top informiert im „Le Gruber“ einkehrten, wo wir zu Mittag aßen und uns austauschten.

Anschließend setzten wir unsere Fahrt zur Attraktion des Tages, dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (kurz EGMR), fort. Dort wurden wir mit einem Werbefilm empfangen, welcher die Zuständigkeit und Tätigkeit des Gerichtshofes veranschaulichte.

Zu nennen ist hierbei, dass der EGMR sehr häufig mit dem Europäischen Gerichtshof (kurz EuGH) in Luxemburg verwechselt wird. Der EuGH ist im Gegensatz zum EMGR ein Organ der Europäischen Union. Wichtigste Aufgabe dieses Gerichts ist sicherzustellen, dass das Gemeinschaftsrecht der EU nicht von jedem Mitgliedsstaat anders interpretiert und angewandt wird. Er basiert auf dem Gemeinschaftsrecht und nicht auf Menschenrechtsgesetzen, wie das bei dem EGMR der Fall ist.

Zuletzt hatten wir die Möglichkeit zu einem Gespräch im Gerichtssaal mit Herrn Julian Nusser, welcher vom Arbeitsgericht Karlsruhe an den EGMR abgeordnet ist. Er berichtete über seine Arbeit im EGMR und stellte sich den Fragen der interessierten Teilnehmer.

Der Besuch in Straßburg war sehr lehrreich und wir bedanken uns beim EGMR, dass sie uns so herzlich aufgenommen haben.

Yvonne Fuhr (JEF-Vorsitzende)

04.08.2018 - Elsass-Fahrt mit H. Dr. Woltersdorff

Hagenau und der Heilige Forst
Am Samstag den 04.08.2018 fand unsere jährliche Elsass-Fahrt unter dem Motto „Hagenau und Umgebung“ statt.
Mit einer großen Gruppe und heißem Wetter starteten wir um 8:00 Uhr an der Europahalle in Karlsruhe.
Unser erstes Ziel war Roppenheim, dort stieg unser Gästeführer Herr Dr. Woltersdorff zu und unsere Rundfahrt durch den Heiligen Forst begann. Unser erstes Ziel waren die Keltischen Hügelgräber bei Seltz, Ein 10 000 Jahre altes Gräberfeld befindet sich dort, zu sehen ist ein zugewachsener Grabhügel, vom eigentlichen Hügelgrab ist nicht mehr viel zu erkennen.

Unser nächstes Ziel führte uns zu der romanischen Pfarrkirche Saint-Martin und Saint-Arbogast sie ist eine dreischiffige Basilika aus der Mitte des 11. Jahrhunderts. Weiter geht unsere Fahrt zu der Pilgerstätte „Dicke Eiche“ oder „Napoleon Eiche“ sie ist vermutlich 400 bis 500 Jahre alt. Der nächste Halt war Sessenheim, dort besuchten wir die Kirche und das Goethe-Memorial. Johann Wolfgang von Goethe besuchte im Jahr 1770 Sessenheim und lernte die Pfarrerstochter Friederike Brion kennen. Zum Mittagessen fuhren wir zum Weintor nach Schweigen. Unser letztes Ziel war die Staufer Stadt Hagenau. Zu einem Rundgang lud uns Herr Dr. Woltersdorff ein oder wer lieber eine Kaffeepause einlegen möchte, denn es war ein sehr heißer, aber eindrucksvoller Tag und begeisterte Gäste.

03.07.2018 - „Große Politik hautnah erlebt“ - Informationsfahrt                          zum Europaparlament

Die Europa-Union Karlsruhe hat am Dienstag, den 03.07.2018 eine Tagesfahrt nach Straßburg zum Europäischen Parlament veranstaltet, bei der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Spitzenpersönlichkeiten der Institutionen der Europäischen Union unmittelbar erleben konnten. Eine solche Gelegenheit, das „Triumvirat“ aus Parlamentspräsident, Kommissionspräsident und Ratspräsident zu treffen, bietet sich selbst im dicht gedrängten Sitzungskalender des Europaparlaments nicht alle Tage. Insofern war diese Informationsfahrt sicherlich eines der absoluten Highlights im Veranstaltungsprogramm der Europa-Union Karlsruhe im Jubiläumsjahr 2018.

 

Zunächst jedoch waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fahrt als engagierte Europäer selbst Gegenstand medialen Interesses. Frühmorgens stand am Parkplatz der Europahalle nicht nur der bequeme Reisebus der Firma Trischan zum Zusteigen bereit, sondern es hatte sich auch Herr Lucas Rudolf eingefunden, der als Reporter beim Südwestrundfunk Studio Karlsruhe für SWR Baden Aktuell arbeitet. Er war gekommen, um einen Beitrag über die Europa-Union Karlsruhe vorzubereiten, der mit dem Titel „70 Jahre Europaunion - Wie aktuell ist der europäische Gedanke heute?“ noch am selben Tag im Programm SWR4 in der Sendung „Aktuell um Zwölf “ ausgestrahlt wurde. Einige Reisegäste und Herr Golombeck lieferten ihm dazu den gewünschten O-Ton.

 

Im Gebäude „Louise-Weiss“ des Europäischen Parlaments angekommen war die Plenarsitzung zum Programm der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft bereits in vollem Gange. Zu Beginn der vom Präsidenten des Europäischen Parlaments Antonio Tajani geleiteten Sitzung hatte Bundeskanzler Sebastian Kurz das Tätigkeitsprogramm des österreichischen Ratsvorsitzes vorgestellt, welches unter dem Motto „Ein Europa, das schützt“ steht. Nach den Worten von Kurz wolle der österreichische Ratsvorsitz die effektive Schutzfunktion der EU insbesondere in drei Schwerpunktbereichen in den Vordergrund stellen: Sicherheit und Migration, Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit durch Digitalisierung und Stabilität in der Nachbarschaft.

 

Als wir in den imposanten Plenarsaal kamen, gab gerade der Präsident der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker seine Erklärung ab. Er zeigte sich überzeugt, dass die Zusammenarbeit zwischen der EU-Kommission und der österreichischen Bundesregierung in Freundschaft und im gegenseitigen Sich-verstehen-Wollen, gelingen werde. 

 

Unmittelbar im Anschluss daran hatten die Fraktionen bzw. die fraktionslosen Abgeordneten das Wort. Wie nicht anders zu erwarten, kreisten deren - gelegentlich sehr emotional vorgetragene - Beiträge vor allem um das Thema Migration.


Den Abschluss des Besuchs im Parlament bildete das Gespräch mit Herrn Abgeordneten Daniel Caspary, der zunächst sich, seinen Wahlkreis und seine politischen Arbeitsschwerpunkte vorstellte und dann die vielfältigen Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausführlich und kundig beantwortete.  

 

Nach derart intensiver „Parlamentsarbeit“ hatten wir uns die Mittagspause im Restaurant „Le Gruber“ redlich verdient, um bei elsässischen Spezialitäten Kraft zu schöpfen für das nachmittägliche Programm.

 

Das Restaurant „Le Gruber“ bietet nicht nur eine reichhaltige Speise- und Getränkekarte, auch das Gebäude, das es beherbergt, hat eine Jahrhunderte lange wechselvolle Geschichte durchlebt. Das hat uns der Gästeführer Herr Dr. Stefan Woltersdorff nahe gebracht, der inzwischen zu uns gestoßen war. Viele weitere interessante Informationen - von Herrn Dr. Woltersdorff kurzweilig und geistreich dargebracht - gab es bei dem anschließenden Besuch des Münsters, dem Rundgang durch das Münsterviertel und der Stadtrundfahrt.

 

Bernhard Gehweiler

30.06.2018 - MONDO - ein Fest für alle

Auch dieses Jahr hat die Europa-Union Deutschland, Kreisverband Karlsruhe Stadt und Land e.V. wieder am früheren „Fest der Völkerverständigung“ – heute MONDO – teilgenommen.

Die Betreuung des Infostandes  über-nahmen in diesem Jahr erstmalig die JEF (Junge Europäische Föderalisten) unseres Kreisverbandes.

Yvonne Fuhr, Vorsitzende der JEF, Selina Fucker und Alena Trauschel haben voller Elan großartige  Informationsarbeit  geleistet. Unterstützung war zum „Neustart“ anwesend, aber danach in keiner Weise  erforderlich.

 Nachmittags bekam  das Team noch Besuch von Florian Ziegenbalg, stellvertretender  Landesvorsitzender der Europa-Union BW, es gab lebhafte Gespräche.

Besuch bekamen wir auch von Herr Dr. Frank Mentrup, OB der Stadt Karlsruhe, und vielen anderen Persönlichkeiten. Im Laufe des Tages informierten sich unsere Mitglieder, viele EU-interessierte Bürger, Freunde, Bekannte und Mitwirkende bei MONDO.  Der Infostand war u.a. auch sehr gut mit Material von EuropeDirect bestückt. EuropeDirect ist ein Bürger-informationszentrum im Regierungspräsidium Karlsruhe, Markgrafenstraße 24. Dort können sich alle Bürger immer kostenlos informieren und für sie interessante Broschüren erhalten über die Europa-Union Deutschland. Die Veranstaltung ist durchweg positiv verlaufen und ein großer Dank geht an Yvonne für ihr Engagement.

An dieser Stelle wollen wir auch Nevzat Güney ein Lob aussprechen für den reibungslosen Auf- und Abbau des Zeltes.

Allen Besuchern herzlichen Dank für das Interesse an MONDO – ein Fest in Vielfalt geeint wie Europa.

07. bis 09. Juni 2018  -  Jubiläumsfahrt nach Saarlouis,                                                         genannt „Die stolze Französin“

Der Slogan „Überherrn – ein kleines Stück Europa“ hat inspiriert, dorthin zu fahren.

Pünktlich starten wir am 07.06.18 in Karlsruhe Richtung Westen, A65, B10 ins Saarland, Ankunft mit 1 Std. Verspätung

10:30 Uhr in Überherrn-Berus am Europa-Denkmal

Es ist ein beliebter Aussichtspunkt und zugleich Wahrzeichen der Gemeinde Überherrn.

Von Herrn Kurt Schoenen, dem Präsidenten des Vereins ‚Europa-Denkmal Berus‘ werden wir willkommen geheißen und erfahren geschichtliche Hintergründe zum Denkmal.

Den ganzen Bericht finden Sie unter

Saarfahrt 2018.pdf
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17.05.2018 - Schwäb. Gmünd - zu Staufern und Heilkräutern

Am 17. Mai diesen Jahres fand der Busausflug nach Schwäbisch Gmünd mit 38 Mitgliedern und Gästen der Europa Union Karlsruhe statt. Trotz Nieselregens und stockendem Verkehr auf allen Straßen konnten wir den Rundgang durch den Kräutergarten der Firma WELEDA noch rechtzeitig beginnen. Da  Herr Sonne – ein Mitarbeiter des Unternehmens – die kurzweilige Führung 1 Gruppe übernahm (die 2. Gruppe führte Frau Bareiß), blieben wir im weiteren Verlauf des Tages vom Regen verschont. Es war beeindruckend zu sehen und zu hören, wie zahlreiche uns bekannte „Unkrautpflanzen“ eine enorme heilende Wirkung entfalten können. Wer wollte, konnte u.a. die bitter schmeckende Wermutpflanze als Aperitif verkosten.

Im Rathaus der 800-jährigen Stauferstadt erwartete uns der Bürgermeister, Herr Dr. Bläse, um über die zahlreichen Städtepartnerschaften der Stadt zu informieren. Herr Eilhoff berichtete über das enorme Engagement der Gemeinde mit englischen, französischen, ungarischen, italienischen und amerikanischen Partnerstädten, dafür erhielt die Stadt mehrere Auszeichnungen durch die Europäische Union. An vielen Beispielen machte er deutlich, wie fruchtbar und belebend die Zusammenarbeit zwischen den europäischen Bürgern sein kann. Das Hauptaugenmerk wird dabei auf die Verständigung zwischen den Jugendlichen gelegt.

Das Mittagessen wurde im Paulaner eingenommen, ein typisch schwäbisch-bayrisches Wirtshaus. Der Krustenbraten und die Biere vom Fass schmeckten uns vorzüglich.

In 2 Gruppen wurden wir durch das schmucke mittelalterlich barocke Schwäbisch Gmünd geführt. Da die Stadt nicht durch den Krieg zerstört war, konnten wir gut erhaltene Kirchen  und Bürgerhäuser besichtigen. Architektonisch besonders interessant waren der schiefe Turm der Johanniskirche und der gelungene Umbau eines mittelalterlichen Fachwerkhauses zur Stadtbibliothek. Das ca. 5stöckige Haus war bis auf die Balkenstruktur völlig entkernt, so dass man im Treppenaufgang von der untersten Etage bis ins Dachgeschoss schauen konnte.

Pünktlich um 16:30 Uhr starteten wir unsere Rückreise. Um den Autobahnstau zu vermeiden, fuhren wir durch den Kraichgau über Vaihingen und Bretten und wurden jetzt von Frau Sonne begleitet.

Dr. Reinhard Behm

05.05.2018 - Europawoche in Karlsruhe

Aktionen für Europa auf dem Kirchplatz von St. Stephan

Die Europa-Union Karlsruhe war am Samstag, den 5. Mai 2018 gemeinsam mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe, der Stadt Karlsruhe und weiteren Akteuren auf einem Aktionsstand in der Karlsruher Innenstadt präsent, um die Europawoche zu feiern. Die Europawoche findet jedes Jahr rund um den 9. Mai in der gesamten Bundesrepublik Deutschland statt, um den europäischen Gedanken weiter zu tragen und des Jahrestags der „Schuman-Erklärung“ von 1950 zu gedenken, die als Grundstein der Europäischen Union gilt.

 

An einem herrlichen Frühlingstag strahlten das Blau des Himmels und der Europaflagge um die Wette und luden zu einem Besuch dieses städtischen Europa-Viertels im Kleinformat ein. Natürlich ließ sich auch Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup die Gelegenheit zu einer Stippvisite nicht entgehen. Auf dem Kirchplatz vor St. Stephan gab es jede Menge Informationen zur Europäischen Union, aber auch Tipps zum Thema Leben und Arbeiten in der Pamina-Region. Am Glücksrad, das an diesem Tag kaum zum Stillstand kam, konnten große und kleine Besucherinnen und Besucher ihr Wissen zu Europa testen und bei richtigen Antworten und entsprechendem schwungvollen Drehen des Rads eine Fahrt mit der Europa-Union nach Straßburg gewinnen. Bei den Jüngsten wiederum waren die blauen Luftballons der „Renner“. Alle an den verschiedenen Ständen Aktiven waren mit großem Einsatz bei der Sache und freuten sich natürlich über das Interesse an Europa.

 

Für die Europa-Union Karlsruhe können wir eine uneingeschränkt positive Bilanz dieses Tages ziehen. Zahlreiche Gespräche mit den Besucherinnen und Besuchern an unserem Stand haben gezeigt, dass wir mit unserem Beitrag zur diesjährigen Europawoche bei den Menschen - ob noch skeptisch, eher gleichgültig oder bereits überzeugt - das Interesse an Europa erstmals wecken oder weiter vertiefen und festigen konnten.

 

Bernhard Gehweiler

03.05.2018 - Einladung von 2 Ubstädter Realschulklassen zur                      Freifahrt nach Strassburg zum Europ. Parlament

Am Donnerstag, den 03.05.2018 durften wir Schüler der Klassen 10a und 10c der Alfred-Delp-Realschule mit unseren Lehrerinnen Frau Nöltner-Vogt und Frau Frensch, anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Europa-Union Kreisverband Karlsruhe Stadt und Land e.V. das Europäische Parlament in Straßburg besuchen. Die Reise wurde in der  „EUROPAWOCHE“ durchgeführt.

 

Um 7:45 Uhr startete unser Bus in Ubstadt, in Karlsruhe stiegen noch der Vorsitzende des Kreisverbands Karlsruhe,  Herr Heinz Golombeck, in Begleitung von Frau Bercher zu.

 

In Straßburg angekommen zeigte uns Herr Golombeck schon vom Bus aus die riesigen Gebäudegruppen im Europaviertel.  Hier ist der Sitz des Europäischen Rates, des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte und des Europäischen Parlaments.

 

Im Europaviertelteilten wir uns in 4 Gruppen auf, um zu Fuß auf Entdeckungstour „Auf den Spuren Europas“ zu gehen und dabei knifflige Aufgaben zu den sich in Straßburg befindenden europäischen Einrichtungen zu lösen. 

 

Nachdem jede Gruppe ihre Fragen beantwortet hatte, trafen wir uns an der Pforte des einzigen direkt von den Bürgern der EU gewählten Organs – dem Europäischen Parlament. Schon am Eingang wurden wir vom Sicherheitspersonal zu den gründlichen Sicherheitskontrollen geführt. Jeder einzelne Besucher, sowie unser Gepäck wurde hier einer strengen Kontrolle unterzogen. Danach duften wir nun endlich mit großer Faszination in das imposante Gebäude des größten multinationalen Parlaments eintreten. Ein offener Innenhof prägt den Mittelpunkt des Gebäudes.

Eine Mitarbeiterin des Besucherdienstes führte uns durch den riesigen Gebäudekomplex.

Zuerst gelangten wir zu einem interaktiven Bereich, der uns das selbstständige Lösen von Aufgaben zum Zusammenspiel der EU-Organe ermöglichte.

 

Kurz darauf betraten wir das neue 360° Kino, das einen echten Plenarsaal simuliert, sodass man sich insgeheim wie ein Abgeordneter des Parlaments fühlt. Hier wurden wir Schüler über die Herausforderungen und die Zukunft des mehrstaatlichen Verbundes informiert.

 

Im bogenförmigen Pressesaal wurde uns die Sitzverteilung der verschiedenen Fraktionen und die Arbeitsweise der Europaabgeordneten erklärt.

Da jeder Abgeordnete in seiner Muttersprache kommunizieren darf, benötigt das größte Parlament Europas etwa 800 Dolmetscher.

 

Nachdem wir Erinnerungsfotos vor den Flaggen der EU-Mitgliedstaaten gemacht hatten, konnten wir den Plenarsaal des Europaparlaments als Machtzentrum des Gebäudes betreten. Von dort aus erlässt das Parlament Rechtsvorschriften, die sich auf das tägliche Leben von uns EU-Bürgerinnen und

-Bürgern auswirken, darüber hinaus wird hier die überwiegende Mehrheit aller Gesetze der EU ausgehandelt. Die Sitzungen sind öffentlich und können von interessierten Menschen besucht werden.

 

Unsere vielfältigen Eindrücke vom Besuch des EU-Parlaments konnten wir beim Nachmittagsaufenthalt in der Straßburger Innenstadt und auf der Busrückfahrt intensiv austauschen.

 

Zusammenfassend war unser Ausflug sehr interessant und informativ. Durch den Besuch des Europäischen Parlaments konnten wir den bereits erlernten Unterrichtsstoff noch besser nach-vollziehen. Denn zuvor nahmen wir von den europäischen Institutionen in den Medien mehr oder weniger Kenntnis, doch was es in Verbindung mit Europa bedeutet, wurde uns erst nach dem Erlebten vor Ort deutlich.

 

Vielen Dank an den Kreisverband der Europa-Union Karlsruhe für die Organisation und Finanzierung der Straßburgfahrt und an unsere Gemeinschaftskundelehrerin, Frau Nöltner-Vogt, die diesen interessanten Besuch durch ihr Engagement für uns ermöglichte.

Jule Karl, Klasse 10c

22.-26.04.2018 Fahrt in die Benelux-Länder

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11.04.2018 - JEF-Jahresversammlung

Neuwahlen am ovalen TISCH

Jahresversammlung der Jungen Europäischen Föderalisten  am 11. April 2018 in Karlsruhe im Luise-Riegger-Haus.  

Besonders erfreut über die Anwesenheit vieler neuer JEF-Mitglieder  war der  JEF-Kreisvorsitzende Julian Schahl, der aus beruflichen Gründen unseren Kreisverband verlässt und nach Stuttgart wechselt. Der Kreisvorsitzende Heinz Golombeck  dankte Herrn Schahl für die harmonische Zusammenarbeit während dieser Zeit  und überreichte ihm einen Buch-Gutschein.

Yvonne Fuhr wurde von Herrn Schahl als kompetente Nachfolgerin vorgeschlagen und einstimmig als neue JEF-Kreisvorsitzende gewählt. Als Stellvertreterinnen stehen ihr Selina Fuckert und Gjentile Bajra zur Seite. Das Amt des Schatzmeisters hat Michael Börner übernommen, Finn Hampel, Marco BRUNO, Ingo Heide und Oliver Bossert wurden als Beisitzer gewählt, als Kassenprüfer fungieren Christian OTTO und Julian Schahl.

Vom Kreisverband Karlsruhe waren außer Herrn Golombeck noch Frau Bercher und Frau Lorch anwesend, die Yvonne Fuhr und alle neu Gewählten ebenso beglückwünschten.

Der europäische Gedanke wird von Yvonne Fuhr fortgeführt, wir freuen uns darüber und bleiben an ihrer Seite, verbunden mit dem Wunsch, dass sie zusammen mit ihrem ideenreichen aktiven JEF-Team angestrebte europäische Ziele begleiten kann.
 

G. Lorch

10.04.2018 - Straßburg -Entdeckungstour künstlerisches Europa

Die Europa-Union Karlsruhe hat am Dienstag, den 10.04.2018 eine Tagesfahrt nach Straßburg veranstaltet, bei der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das „Künstlerische Europa“ im dortigen Europa-Viertel entdecken konnten. Bei dieser Fahrt traten die bekannten Parlaments-, Verwaltungs- und Gerichtsgebäude, oftmals selbst Ziel von Informationsfahrten, in den Hintergrund und bildeten dieses Mal lediglich die Kulisse für die wahren „Hauptdarsteller“ des Tages – zahlreiche Plastiken, Skulpturen und Erinnerungsstücke aus europäischen Ländern.

 

Herr Klaus Gras, der als Gästeführer in Kehl zugestiegen war, nahm uns mit auf einen informativen und kurzweiligen Spaziergang durch das Europa-Viertel, auf dem er die Kunstwerke im einzelnen vorgestellt und dabei gleichzeitig den Bogen europäischer Geschichte von der Antike bis zur Gegenwart gespannt hat. Stellvertretend für alle besichtigten Objekte seien einige davon nachstehend beschrieben.  

Erste Station war die Skulptur "Die Entführung Europas", ein Geschenk Kretas an das Europäische Parlament aus dem Jahr 2005. Daran anschließend gab es eine Reihe eindrucksvoller Werke rund um den Europa-Palast zu sehen. „Europe“ ist auch der Titel einer Skulptur aus elektrolysiertem Kupfer, die sich hier befindet. Diese Skulptur wurde von Rudolf Kedl geschaffen und 1985 von Österreich an den Europarat übergeben. Weiter ging es zum Gebäude, das den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte beherbergt. Auf der an den Haupteingang angrenzenden Rasenfläche befinden sich Überreste der Berliner Mauer, die 1989 von Deutschland überreicht wurden. Diese vier Teile wurden aufgrund ihrer Symbolträchtigkeit ausgesucht. Wenn man genau hinschaut, so kann man u.a. das Wort "Freiheit" erahnen. Nächste Station war das Gebäude „Louise Weiss“ des Europäischen Parlaments. Vor dem Gebäude konnten wir eine Skulptur der französischen Künstlerin Ludmila Tcherina mit dem Namen "Europa im Herzen" bewundern. Sie zeigt zwei sich umschlingende menschliche Körper, die mit den Beinen ein Herz bilden. Dies symbolisiert die Stadt als Zeichen der Versöhnung und des Herzens Europas. Diese Statue wurde von der europäischen Gemeinschaft bewusst ausgesucht, um das geeinte Europa darzustellen.

Zum Mittagessen und zum sich daran anschließenden Besuch des „Bienenmuseums“ ging es weiter in den Ortsteil Diersburg der Gemeinde Hohberg. Neben vielen interessanten Fakten und Exponaten, die uns dort vermittelt bzw. vorgestellt wurden, konnte man auch erfahren, dass sogar „Europa“ sich mit den Bienen befasst hat. Auf Vorschlag von Slowenien und mit Unterstützung aller EU-Staaten hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen im Dezember 2017 den 20. Mai zum „Welttag der Bienen“ erklärt. Damit soll das Bewusstsein für die Wichtigkeit von Bienen und anderen Bestäubern, für die Gefahren, denen sie ausgesetzt sind, sowie für ihren Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung erhöht werden.

 

Ausgeklungen ist die Fahrt in der „Marktscheune“ in Gengenbach-Berghaupten, einem Regionalmarkt mit rustikalem Bauerncafé. Auch einige der dort feil gebotenen landwirtschaftlichen Produkte aus der Region waren dem Beitrag fleißiger Bienen zu verdanken.

 

Bernhard Gehweiler

Landesversammlung der Europa-Union Deutschland am    10./11. März 2018

In Schwäbisch Gmünd, der ältesten Stauferstadt, trafen sich in diesem Jahr die Delegierten aller Kreisverbände aus Baden-Württemberg, ebenso die Jungen Europäischen Föderalisten. Ferner waren u.a. anwesend Herr Florian Ziegenbalg als stellv. Landesvorsitzender, Herr Jonathan Berggötz vom KV Rastatt und Mitglied im Rundfunkrat SWR.
Das Treffen war hervorragend organisiert durch unsere Landesgeschäftsführerin Bettina Kümmerle. Der Kreisverband Karlsruhe Stadt und Land e.V. war mit 4 Delegierten vertreten.

 

      Thema: Europas kulturelles Erbe - Europas Zukunft.
 


Zunächst begrüßte die Landesvorsitzende der EUD und zugleich Mitglied im Europäischen Parlament, Frau Evelyne Gebhardt, alle Teilnehmer/Innen.

 

Ferner hörten wir u.a. einen interessanten Impulsvortrag von Herrn Ronald Graetz, Generalsekretär im IFA (Institut für Auslandsbeziehungen Berlin/Stuttgart) mit anschließender Diskussion.


Ein Höhepunkt war ebenfalls der am Abend stattfindende Festakt mit beeindruckenden Ansprachen unseres Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann,


seitens der EUD Herr Rainer Wieland, Mitglied des Europäischen Parlaments und seitens der EUD Kreisverband Ostalbkreis, Herr OB Richard Arnold.

Zum Abschluss betonte Frau Gebhardt nochmals, dass Deutschland für Europa in gutes Modell ist und dass es keine "Europäische Kultur sondern Kulturen Europas" gibt.

Es war eine gewinnbringende Landesversammlung für die Teilnehmer.

 

Gerlinde Lorch

Auf dem Weg nach Europa -
70 Jahre Europa-Union Kreisverband Karlsruhe

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Mitglieder der Europa-Union Karlsruhe,

 

der Kreisverband Karlsruhe der Europa-Union feiert in diesem Jahr sein siebzigjähriges Bestehen. Zu Recht hat diese Tatsache daher auch Aufnahme in die heutige Tagesordnung gefunden. Ich habe die Aufgabe und die Ehre, Ihnen den Bericht „Auf dem Weg nach Europa - 70 Jahre Europa-Union Kreisverband Karlsruhe“ vorzutragen.

 

Die jahrzehntelange, vielfältige Geschichte eines sehr aktiven und in der Öffentlichkeit tätigen Vereins in wenigen Minuten nachzuerzählen, ist eigentlich unmöglich und dürfte der Quadratur des Kreises vergleichbar sein. Ich werde es dennoch versuchen. Um gleichwohl nicht zu scheitern, werde ich Ihnen die Historie daher nicht chronologisch, sondern gegliedert in fünf thematischen Kapiteln darstellen.

 

Die Kapitel sind

  1. Programm und Ziel,
  2. der Kreisverband,
  3. die Mitglieder,
  4. der Vorstand und
  5. die Zukunft.   

 

Nach dieser Vorbemerkung komme ich zum ersten Kapitel.

 

  1. Programm und Ziel


Die Suche nach den programmatischen Anfängen der Europa-Union führt uns in die Schweiz.

 

In verschiedenen Kantonen der Schweiz hatten sich in den 1930er Jahren Gruppen gebildet, die sich für eine föderale Einheit Europas einsetzten. Im Juni 1934 wurde dort dann eine eigene „Europa-Union“ gegründet, die die europäischen Föderalisten im September 1946 zu einer Konferenz nach Hertenstein eingeladen hat. Hertenstein ist eine Ortschaft in der Gemeinde Weggis am Vierwaldstättersee im Schweizer Kanton Luzern. Vertreter aus vierzehn europäischen Ländern und den USA haben dabei zwölf Thesen ausgearbeitet, die am 21. September als „Hertensteiner Programm“ verabschiedet worden sind.

 

Kurz gefasst sehen diese Thesen vor, eine europäische Föderation zu bilden, an welche die beteiligten Staaten einen Teil ihrer wirtschaftlichen, politischen und militärischen Souveränitätsrechte übertragen sollten. Die Föderation sollte den geeigneten Rahmen dafür bilden, Europa wieder aufzubauen, zu demokratisieren und die Entwicklung auf wirtschaftlichem, technischem, sozialem und kulturellem Gebiet friedlich voranzutreiben.

 

Die Europa-Union Deutschland mit ihren Landesverbänden und auch unser Kreisverband bekennen sich in ihren aktuell gültigen Satzungen unverändert zum Hertensteiner Programm.

 

Die dort niedergelegen Ziele hat die Europa-Union Deutschland im Oktober 2012 mit ihrem Düsseldorfer Programm ergänzt. Daraus zitiere ich auszugsweise: „Der Gründergeneration verdanken wir die Versöhnung der Völker, die Überwindung der Grenzen, den sozialen Zusammenhalt sowie die wirtschaftliche und kulturelle Entfaltung in Europa…Heute ist die Europäische Union eine Werte- und Rechtsgemeinschaft mit eigenen Zuständigkeiten und handlungsfähigen politischen Institutionen. Aber die Einigung Europas ist noch nicht vollendet. Auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gibt es nur eine Antwort: Mehr Europa! Wir, die Mitglieder der überparteilichen Europa-Union Deutschland, verstehen uns als die Vertretung der für Europa engagierten Bürgerinnen und Bürger. Durch unsere Arbeit vor Ort wollen wir die europäische Idee verbreiten. Wir Bürgerinnen und Bürger Europas gestalten gemeinsam unsere Zukunft.“

 

  1. Der Kreisverband

 

Aus der Schweiz ist der Funke auch nach Deutschland übergesprungen. In zahlreichen Orten der westlichen Besatzungszonen wurden - noch unter verschiedenen Namen - Gruppen gebildet, die sich alle die Einigung Europas zum Ziel gesetzt hatten. Im Dezember 1946 kam es zum Zusammenschluss der wichtigsten örtlichen Europa-Gruppen unter dem Namen „Europa-Union“ in Anlehnung an die schweizerische Europa-Union.

 

Im Juni 1947 gab es bereits 50 Bezirksgruppen und gegen Ende des Jahres 1947 fanden sich in Karlsruhe 22 Bürger zusammen, um auch hier eine Ortsgruppe der Europa-Union ins Leben zu rufen. Unter diesen 22 Bürgern waren auch die Herren Fritz Corterier und Günter Klotz, die mit ihren Lebensläufen exemplarisch für die Idee der deutsch-französischen Aussöhnung und des gemeinsamen Europa stehen.

 

Aus der Ortsgruppe Karlsruhe ist später der Kreisverband Karlsruhe Stadt und Land e. V. der Europa-Union Deutschland geworden, nachdem der Kreisverband Bruchsal im April 1974 mit dem Kreisverband Karlsruhe verbunden wurde. Dies geschah im Gefolge der Kreisreform von 1973 in Baden-Württemberg. Damals reduzierte das Kreisreformgesetz die Zahl der Landkreise von 63 auf 35 und dieses Zusammenrücken auf Kreisebene hat die Europa-Union in ihren Reihen folgerichtig nachvollzogen.

 

Der Kreisverband ist kontinuierlich gewachsen. So hat sich die Mitgliederzahl von 22 im Jahr 1947 auf aktuell 355 erhöht. Im Landesverband ist unser Kreisverband zwar nur einer unter 31 Kreisverbänden, stellt als einer der mitgliederstärksten jedoch mehr als zehn Prozent der Mitglieder des Landesverbandes. Das zeigt eindrücklich, wie bedeutend, lebendig und aktiv der Kreisverband Karlsruhe ist.  

 

Noch beeindruckender ist die Tätigkeitsbilanz des Kreisverbands. Zwar liegen mir hierzu leider keine auf 70 Jahre aufsummierten genauen Zahlen und Daten vor. Die Dimensionen lassen sich jedoch erahnen, wenn man die Jahresprogramme allein der letzten Jahre zur Hand nimmt. Dann kommen - hochgerechnet auf 70 Jahre - Hunderte, ja Tausende von Veranstaltungen, Fahrten und sonstigen Einsätzen zusammen, bei denen Zehntausende von Mitgliedern und sonstigen Gästen teilgenommen haben, sich informiert haben und für die Europäische Idee erstmals oder erneut gewonnen wurden.

 

Ich denke, darauf kann man zu Recht mit einem gewissen Stolz zurückschauen. Gleichzeitig verpflichtet diese Bilanz uns alle, in unseren Anstrengungen für ein einheitliches Europa nicht nachzulassen.

 

  1. Die Mitglieder

 

Der Kreisverband als eingetragener Verein ist zunächst ein juristisches Konstrukt, um ihn - losgelöst vom jeweiligen Mitgliederbestand - zum eigenständigen Träger von Rechten und Pflichten werden zu lassen. Hinter ihm stehen jedoch Menschen - wir alle, die wir Mitglieder im Verein sind. Gerne werden diese Gemeinschaften selbst mit einem menschlichen Organismus verglichen. Die juristische Form des eingetragenen Vereins stellt dabei die Hülle dar, während die einzelnen Mitglieder des Vereins die lebendigen Zellen dieses Körpers ausmachen. Der Vereinszweck ist dabei gewissermaßen die DNA, die in jedem Mitglied verankert ist.

 

Unsere DNA ist die großartige europäische Idee, zu der wir uns seit siebzig Jahren bekennen und die wir weiter verbreiten und vorantreiben wollen. Es ist die Idee des Zusammenwachsens der europäischen Völker in einem föderativen, demokratisch und rechtsstaatlich organisierten Gemeinwesen. Es ist die Idee von der Einheit in Vielfalt: eine Vielfalt von Kulturen, Sprachen und Religionen, von garantierten Grundrechten und europäischen Werten.

 

Während der vergangenen 70 Jahre haben sich unter dem Dach der Europa-Union Karlsruhe Hunderte von Menschen zusammengefunden, um diese Idee in die Gesellschaft hineinzutragen und in den Köpfen und Herzen ihrer Mitbürger und Mitbürgerinnen zu verankern. Sie haben Projekte und Veranstaltungen zu europäischen Themen besucht. Sie haben sich auf Informationsreisen zu europäischen Institutionen begeben, um ihre Kenntnisse zu vertiefen und Europa-Politiker, Fachleute und interessierte Bürger zu treffen und mit diesen zu diskutieren. Sie sind damit selbst zu Botschaftern der Europäischen Idee geworden.

 

Für dieses vielfache ehrenamtliche Engagement, in das Zeit und Geld eingebracht wird und das deswegen heutzutage wahrlich nicht selbstverständlich ist, gebührt Ihnen Dank und Anerkennung durch die Gesellschaft.

 

  1. Der Vorstand

 

Jeder organisierte Zusammenschluss von Menschen funktioniert nicht ohne eine gewisse Steuerung. Das gilt für einen Verein ebenso, wie es für einen kleinen Betrieb, ein großes Unternehmen oder sogar ein ganzes Land gilt. Eine Gruppe von Menschen braucht eine kompetente Führung, sonst ist sie auf weiter Flur verloren. Wer sich als Verein für ein gemeinsames Ziel einsetzt, braucht eine Vereinsspitze, die die Erfüllung dieses Ziels vorantreibt.

 

Im Gegensatz zu einem Unternehmen, in dem der Vorstand, insbesondere der Vorstandsvorsitzende, entsprechende Gehälter bezieht, gibt es in einem Verein allerdings keinen materiellen Gegenwert für die Vorstandsmitglieder bzw. den Ersten Vorsitzenden zu verdienen. Sie müssen ihre Tätigkeit so sehr lieben, dass ihnen ein immaterieller Wert ausreicht. Diese immateriellen Werte sind Anerkennung, Respekt und Dankbarkeit der Vereinsmitglieder in erster Linie, aber auch der Partner, mit denen Zusammenarbeit und Austausch gepflegt werden.

 

Der gegenwärtige Vorsitzende Herr Golombeck ist in siebzig Jahren Europa-Union Karlsruhe erst der zehnte Vorsitzende. Dies spiegelt meines Erachtens die Wertschätzung und das Vertrauen wider, das die Mitglieder ihren Führungsgremien und hier insbesondere ihren Kreisvorsitzenden jeweils entgegengebracht haben. Selbst die Bundesrepublik Deutschland ist bei den Bundespräsidenten bereits bei Nummer 12 angelangt, ganz zu schweigen vom aktuellen Vorsitzenden Nummer 17 bei der SPD. Diese Kontinuität ist der Vorstandsarbeit sehr förderlich und kommt darüber hinaus auch dem Verein insgesamt zugute.

 

  1. Die Zukunft

 

Der vorliegende Bericht soll nicht allein nur Rückschau sein; ein Jubiläumsjahr ist immer auch ein Wendepunkt in die Zukunft. Daher stellen sich auch Fragen wie die folgenden: Wie wird sich der Kreisverband Karlsruhe in den nächsten Jahren aufstellen? Welches werden seine Themen, welches seine Aufgaben sein? Wie werden sich die Mitglieder einbringen?

 

Eine genaue Antwort auf diese Fragen gibt es natürlich nicht, denn niemand kann die Zukunft verlässlich voraussagen.

 

Denken wir nur an den Atom-Unfall von Fukushima und die Energie-Wende, den Arabischen Frühling und seine Folgen, die starke Zuwanderung nach Mitteleuropa aus dem arabischen Raum und Afrika, den Ausgang des Brexit-Referendums in Großbritannien oder die letzte Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten. Wer hätte - zumindest hierzulande - gedacht, dass das Brexit-Referendum Erfolg haben oder Mister Trump die Wahl gewinnen würde?   

 

Was die Europäische Idee betrifft, so sind die meisten Ziele der Gründungszeit heute weitgehend erreicht. Das für die Gründungsgeneration vorrangige Motiv der Kriegsverhinderung in Europa ist für Jugendliche heute Selbstverständlichkeit. Die Grenzen zwischen den EU-Staaten sind offen, für Personen, Waren, Dienst-leistungen und Kapital. Der Euro als Herzstück der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion ist seit 2002 tägliche Realität. Mit anderen Worten: die Europäische Einigung ist eine veritable Erfolgsgeschichte.

 

Gleichwohl muss man festzustellen, dass in der Bevölkerung die Unterstützung für die Europäische Bewegung in den zurückliegenden Jahren kleiner geworden ist. In den letzten zehn Jahren hat das Vertrauen der Europäer in die EU spürbar abgenommen. Sichtbaren Ausdruck findet dies in der ständig zurückgehenden Beteiligung an den Wahlen zum Europäischen Parlament, was in gleicher Weise für Deutschland und alle anderen EU-Mitgliedstaaten gilt.

 

Daneben wenden sich immer mehr Wähler extremen, vor allem rechtsextremen Parteien zu, die Abschottung, Re-Nationalisierung und Fremdenfeindlichkeit als Rezept gegen die Krise propagieren.

 

In Politik und Gesellschaft, sogar in der Wissenschaft, mehren sich die Stimmen, die das europäische Projekt sogar insgesamt in Gefahr sehen. Beispielhaft als eine Zeugin hierfür möchte ich Frau Prof. Dr. Müller-Brandeck-Bocquet zitieren; sie lehrt als Professorin für Europaforschung und Internationale Beziehungen an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

 

In einem Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom Januar 2016 hat sie vor einem Scheitern der EU gewarnt. Sie sieht gewaltige innere Verwerfungen in der EU. Diese reichten von Wachstumsschwäche, hoher Arbeitslosigkeit und labilen Staatsfinanzen bis hin zur Gefahr der Desintegration durch den Austritt Großbritanniens aus der EU. Hinzu kämen in Ungarn und Polen offene Angriffe auf die Rechtstaatlichkeit, den zentralen Angelpunkt unserer Wertegemeinschaft. Angesichts der Flüchtlingskrise zerfalle Europas Zusammenhalt rapide.

 

Auch von außen droht nach ihrer Meinung Gefahr. Dies zeigten der Konflikt mit Russland wegen der Annexion der Krim und der Attacken der Separatisten in der Ostukraine ebenso wie der immer näher rückende islamistische Terror. Dazu komme, dass angesichts der Globalisierung und der internationalen Konkurrenz sich viele als Verlierer sehen würden. Sie glaubten nicht mehr daran, dass sich die Einigung Europas auch für sie lohne in Gestalt von Sicherheit, Wohlstand und generell einem besseren Leben.

 

Angesichts dieser Gefahren und Bedrohungen stellt sich zwangsläufig die Frage nach einem Gegenmittel. Die Antwort lautet: ja, es gibt ein Gegenmittel. Die Europa-Union Deutschland hat es in ihrem Köcher und das Rezept heißt: Mehr Europa!

 

Als Mitglieder der Europa-Union müssen wir den EU-Bürgern das Friedens- und Wohlstandsprojekt Europa aus heutiger Perspektive erneut und immer wieder erklären. Wir müssen die Bürgerinnen und Bürger noch intensiver über Europa informieren und den Nutzen der EU für Deutschland und seine Bürgerinnen und Bürger sichtbar machen - auf Vortragsveranstaltungen, in Diskussionen, bei Aktionstagen, auf Studienfahrten und Begegnungsreisen.

 

Dass wir hierbei gerade auch im Jubiläumsjahr besonders auf die Jugend setzen, versteht sich dabei von selbst. Im Rahmen des siebzigjährigen Jubiläums haben wir eine Freifahrt für Schulklassen nach Straßburg vorbereitet. Am 3. Mai dieses Jahres, also innerhalb der Europa-Woche, fahren zwei Realschul-Klassen mit ihren Lehrkräften nach Straßburg in das Europäische Parlament und zu einer Schnitzeljagd durch das europäische Viertel. In der Stadt Straßburg, die sich gerne als die wahre Hauptstadt Europas bezeichnet, können die Jugendlichen somit Europa aus erster Hand kennen- und dessen Wichtigkeit für ihre eigene Zukunft schätzen lernen.

 

Damit komme ich zum Schluss.

 

Beim zehnjährigen Jubiläum des Kreisverbands Karlsruhe im Dezember 1957 war der frühere französische Ministerpräsident und damalige Präsident der Europäischen Bewegung Robert Schuman als Festredner hier in Karlsruhe zu Gast. Bei seinen zahllosen Vortragsreisen zwischen 1953 und 1958 warb er leidenschaftlich für die Idee eines geeinten Europas. Deswegen wurde er gemeinhin auch als „Pilger Europas“ bezeichnet.

 

Folgen wir als Mitglieder des Kreisverbands Karlsruhe der Europa-Union diesem großen Europäer als Pilger nach - auf dem Weg nach Europa!

Bernhard Gehweiler, Vorstandsmitglied Europa-Union Karlsruhe
(Vortrag an der Kreisversammlung am 02.03.2018)

 

Kreisversammlung
02. März 2018

 

Bericht über die KV 02.03.18.pdf
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08.02.2018 - Diskussionsabend mit Herrn Markus Grabitz

Die Europa-Union Karlsruhe hat am Donnerstag, 08.02.2018, zu einem Diskussionsabend mit dem Journalisten Herrn Markus Grabitz nach Karlsruhe in das Centre Culturel Franco-Allemand am Europaplatz eingeladen. Die Zuhörerinnen und Zuhörer hatten einen kurzweiligen Abend mit einem informativen Vortrag des Referenten und einer anschließenden angeregten Diskussion. Unter den Gästen konnte Herr Golombeck, der den Abend moderierte, auch Frau Sylvia Kotting-Uhl, Bundestagsabgeordnete der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, begrüßen.

Herr Grabitz ist für die Stuttgarter Zeitung seit zwei Jahren als EU-Korrespondent in Brüssel tätig, nachdem er vorher 16 Jahre aus Berlin vornehmlich zu wirtschaftspolitischen Themen berichtet hat. In Brüssel sei er als „Einzelkämpfer“ tätig, während die Stuttgarter Zeitung sechs Journalisten in die Bundeshauptstadt entsandt habe. Deswegen sei Brüssel - so bekannte er mit einem Augenzwinkern – als anerkannt arbeitsreicher Dienstposten im Kollegenkreis nicht sehr begehrt. Sein Aufgabenkreis umfasse die Berichterstattung über die europäischen Institutionen, die NATO und über das Geschehen im gesamten Land Belgien.

Herr Grabitz berichtete, er sei nicht nur wegen der Terroranschläge vom März 2016 in einer gewissen „Katastrophenzeit“ nach Brüssel gekommen. Mit dem erfolgreichen Brexit-Referendum in Großbritannien habe sich die Angst in den europäischen Institutionen und bei den Europapolitikern breit gemacht, weitere EU-Mitgliedstaaten könnten diesem Beispiel folgen und die Europäische Union verlassen. Demgegenüber sei die Wahl von Emmanuel Macron zum französischen Staatspräsidenten, der bewusst einen proeuropäischen Wahlkampf geführt habe, als „Glücksfall“ für Europa empfunden worden.

Anschließend ging der Referent auf die aktuellen „Reformbaustellen“ ein. Oben auf der Agenda stünden die Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion und das Thema eines gemeinsamen Haushalts der Euro-Länder. Weitere Tagesordnungspunkte seien eine engere Zusammenarbeit in der Verteidigungspolitik und die Asyl-, Flüchtlings- und Migrationspolitik vor dem Hintergrund der starken Zuwanderung der letzten Jahre. Die Migrationskrise, verstärkt durch die fehlende Bereitschaft der Visegrád-Staaten, Flüchtlinge aufzunehmen, bezeichnete er als „schwelende Wunde“, die geeignet sei, den bereits bestehenden Riss innerhalb der EU weiter zu vertiefen. 

In der anschließenden Diskussion wurden weitere Themen wie die Überregulierung mancher Bereiche, die Erwartungen der Jugend an Europa, die EU-Erweiterung in Richtung westlicher Balkan und der Einfluss anderer Mächte wie USA, Russland und China auf Europa angesprochen. Harmonisch ausgeklungen ist der Abend schließlich bei einem gemeinsamen Glas Wein oder Sprudel.


Bernhard Gehweiler

08.02.2018 - Deutsch-Französischer Tag in Karlsruhe

Der diesjährige Deutsch-Französische Tag hat am Donnerstag, den 08.02.2018, im Regierungspräsidium Karlsruhe zahlreichen Interessierten, vor allem Jugendlichen und  jungen Erwachsenen, die Gelegenheit geboten, sich mit einem breiten Fächer von Aus- und Weiter-bildungsangeboten aus beiden Ländern bekannt zu machen. Neben zahlreichen Einrichtungen der schulischen und der beruflichen Bildung sowie der Erwachsenen- und der Weiterbildung war auch die Europa-Union Karlsruhe, gemeinsam mit dem Bürgerinformations-zentrum europe direct Karlsruhe, mit einem Stand vertreten.

 

In den Räumlichkeiten des Regierungspräsidiums Karlsruhe am Rondell-platz haben sich wie in den Vorjahren Schulen, Agenturen und Behörden aus Baden-Württemberg und dem Elsass mit Informationen über die deutschen und französischen Bildungssysteme präsentiert, geworben für die Sprache des Nachbarlands und informiert über Austausch- und Begegnungs-programme sowie Möglichkeiten des Studiums und der Beschäftigung in Deutschland und in Frankreich.

Am Stand der Europa-Union Karlsruhe gab es Wissenswertes aus vielen Bereichen der Europäischen Union, insbesondere auch über Erasmus+, zu erfahren; Erasmus+ ist das Programm der Europäischen Union für Aus- und Fortbildung, Jugend und Sport für den Zeitraum 2014-2020, das nunmehr alle EU-Programme für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport unter einem Dach vereint.

 

Dank des abwechslungsreichen Programms und der zentralen Lage des Hauses am Rondellplatz in der Stadtmitte konnten die Gastgeber ein zahlreiches Publikum begrüßen. Zusätzliche Aufmerksamkeit brachte die Ausstellung „Mit der Spitze des Zeichenstifts“, die am selben Tag eröffnet wurde. Diese Ausstellung präsentiert mit Schülerinnen und Schülern aus Karlsruhe gestaltete Cartoons zu Themen, die Europa heute bewegen: Immigration, Neoliberalismus, Konsumverhalten oder Donald Trump.

 

Der deutsch-französische Tag geht zurück auf eine Vereinbarung von Präsident Jacques Chirac und Bundeskanzler Gerhard Schröder vom 22. Januar 2003, die anlässlich des 40. Jahrestages der Unterzeichnung des deutsch-französischen Vertrages den 22. Januar zum „Deutsch-Französischen Tag“ erklärt und ihm Initiativen gewidmet haben, die Jugendliche aus beiden Ländern einander näherbringen sollen.

 

Bernhard Gehweiler

21.01.2018 - PAMINA - 8. Tag der offenen Tür im ...

Alten Zollhaus in Lauterbourg

Der Eurodistrikt PAMINA, die INFOBEST PAMINA und die Touristikgemeinschaft Vis-à-Vis haben am Sonntag, den 21.01.2018, gemeinsam zum 8. Tag der Offenen Tür im Alten Zollhaus in Lauterbourg eingeladen.

Die Veranstaltung war sowohl für die PAMINA als auch für die Europa-Union Karlsruhe etwas Besonderes. Für die PAMINA war es das erste Event, das im Rahmen von deren dreißigjährigem Bestehen stattfand, und für die Europa-Union Karlsruhe war es der Auftakt der zahlreichen Veranstaltungen, die in eigener Regie oder mit weiteren Partnern im Jubiläumsjahr „70 Jahre Europa-Union Karlsruhe“ stattfinden werden.

Unser Stand, den wir gemeinsam mit dem Bürgerinformationszentrum europe direct Karlsruhe gestaltet haben, fand bei den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern, die bei sonnigem Winterwetter den Weg in das Alte Zollhaus gefunden hatten, reges Interesse. So ergaben sich immer wieder interessante Gespräche über Alltagserfahrungen der Menschen in der badisch-elsässischen Nachbarschaft ebenso wie über ihre Erwartungen an die „große Politik“ in Berlin, Paris und Brüssel. Mit Blick auf die Zukunft Europas ist es natürlich besonders wichtig, Kinder und Jugendliche für die europäische Idee zu gewinnen. Einen besonderen Akzent hierfür hat das Europa-Puzzle gesetzt, bei dem sich die jungen Gäste an unserem Stand ihr Europa zusammensetzen konnten.

 

Bernhard Gehweiler